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Produktion

Puerto Rico: Nespresso unterstützt Wiederaufbau von Kaffeefarmen

Der Inselstaat Puerto Rico leidet noch immer unter Folgen des Hurrikans Maria, der vor zwei Jahren über das Eiland tobte und einen Großteil der Anbauflächen für Kaffee zerstörte, ein Hauptexportgut des Karibikstaats. Nespresso hilft beim Wiederaufbau von Kaffeefarmen.

09.01.2020

Puerto Rico: Nespresso unterstützt Wiederaufbau von Kaffeefarmen

Nespresso ist seit 2018 vor Ort aktiv, um die Landwirte in Puerto Rico beim Wiederaufbau ihrer Farmen zu unterstützen. Unter anderem durch Pflanzung von 50.000 Kaffeebäumen einer fast schon vergessenen Sorte, deren Bohnen anschließend zu einer hochwertigen Mischung verarbeitet werden. Seit dem Frühjahr gibt es erste kleine Mengen auch zu kaufen, bislang allerdings ausschließlich in den USA.

Programm flankiert Nachhaltigkeitsstrategie

Aufbauarbeit wie diese leistet der Kaffeeproduzent nicht nur in Puerto Rico, sondern auch in Kolumbien oder Simbabwe, wo die Kaffeeproduktion in der Vergangenheit infolge von Bürgerkrieg oder wirtschaftlicher Instabilität drastisch eingebrochen war. Nespresso hat diese drei Länder deswegen unter die Fittiche des „Reviving Origins-Programms“ genommen – eine Initiative, mit der das Unternehmen die „Wiederbelebung“ fast vergessener Sorten vorantreibt und die Bauern vor Ort im Wiederaufbau nachhaltiger Lebensgrundlagen und der lokalen Kaffeewirtschaft unterstützt. Die gezielten Investitionen leisten somit einen Beitrag zu einer stabileren wirtschaftlichen Situation.

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Dafür nimmt Nespresso einiges Geld in die Hand: nach eigenen Angaben zehn Millionen Schweizer Franken für die Jahre 2017 bis 2021 . Das Geld verteilt der Kaffeeröster nicht selbst. Nespresso arbeitet mit akkreditierten Institutionen zusammen, die die Gelder verwalten und kontrollieren, dass sie die Kaffeebauern tatsächlich erreichen. Auf Puerto Rico sind das die Organisationen Hispanic Federation und TechnoServe . Als prominenter Fürsprecher für das Programm steht Lin-Manuel Miranda, ein bekannter US-Schauspieler, Komponist und Sohn puerto-ricanischer Eltern Nespresso zur Seite. „Kaffee ist eines der wichtigsten Dinge hier in Puerto Rico, und nun waren die lokalen Anbaugebiete komplett zerstört“, kommentiert er das Projekt. „Die Koalition sollte die Bauern dabei unterstützen, ihre Felder wieder aufbauen zu können.“

Klare Aufgabenteilung

Während die Hispanic Federation vor allem Vor-Ort-Initiativen zum Wiederaufbau des Kaffeesektors auf der Karibikinsel unterstützt, konzentriert sich TechnoServe auf Schulungen und Beratungen für die Kaffeebauern. Mehr als 280 von ihnen konnte Nespresso schon dafür gewinnen. In den Schulungen geht es zum Beispiel um optimierte Techniken fürs Jäten, die Pflanzenernährung oder um das möglichst beste Beschneiden und Beschatten der Bohnen. Ebenfalls auf dem Stundenplan: nachhaltige Geschäftspraktiken und Hilfe bei der Buchführung, der Gründung von Genossenschaften oder bei Investitionen.

Die Schulungen, durchgeführt von einheimischen Trainern, sind kein Selbstzweck. Sie sollen in höheren Ernteerträgen, qualitativ besseren Kaffees und damit höheren Einkommen für die Bauern münden. 1.500 Kaffeebauern will Nespresso im Verlauf des „Reviving Origins“-Programms erreichen. Das Programm ist Teil des umfassenden Nespresso Nachhaltigkeitsprogramms. Ein wichtiger Aspekt des Programms ist der nachhaltige Kaffeeanbau – um den Zugang zu hochwertigem Kaffee langfristig zu sichern, aber auch um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, zu denen sich Nespresso selbst verpflichtet hat. 

100.000 Mal Nachhaltigkeit im Kaffeesektor 

Die Ziele für den Bereich Kaffeeanbau (weitere Kernbereiche des Nespresso Nachhaltigkeitsprogramms entlang der gesamten Kaffeewertschöpfungskette sind Recycling und Aluminium sowie Klima) hat Nespresso 2003 im sogenannten „AAA Sustainable Quality Program“ formuliert. Das Programm für nachhaltigen Kaffeeanbau wurde 2003 gemeinsam mit der NGO Rainforest Alliance gegründet und setzt neben Nachhaltigkeit auch auf Qualität und Produktivität. Es bietet den teilnehmenden Bauern vor allem Ausbildung, Finanzierung und technische Hilfe, um deren Produktivität bei gleichbleibend hoher Bohnenqualität zu steigern. Nespresso hat damit nach eigenen Angaben bislang über 100.000 Landwirte in 13 Ländern erreicht, auch in wirtschaftlich oder politisch instabilen Regionen. Neben Schulungen erhalten die Landwirte für ihre Bohnen eine Vergütung, die trotz Preisschwankungen über dem duchschnittlichen Marktpreis und über den Preisen für qualitativ gleichwertige Kaffees liegt. „Die Bauern sind unsere wichtigsten Partner. Wir wissen, dass wir nur dann langfristig beste Kaffees liefern können, wenn es denn Bauern gut geht. Das gelingt nur, wenn auch ihr Einkommen verbessert wird. Deshalb unterstützen wir sie nicht nur im nachhaltigen Anbau, sondern bezahlen für ihre Qualitätskaffees auch faire Preise“, sagte Nespressos Kaffeeexperte Dimitrios Sarakinis.

Eine Frau pflückt rote Kaffeekirschen mit der Hand.

Die am „Reviving Origins“-Programm teilnehmenden Landwirte in Puerto Rico werden zwar nicht automatisch auf das AAA-Programm verpflichtet. Seitens Nespresso heißt es aber, man begrüße es, wenn sie sich dem anschließen. Mit Nespresso als Partner haben die Bauern einen sicheren Abnehmer und damit existenzsichernde Planungssicherheit, können ihren Kaffee aber auch an andere Abnehmer verkaufen. Künftig soll das „Reviving Origins“-Programm ausgeweitet werden. Dazu, heißt es aus dem Unternehmen, schaue man ständig nach potenzielle Anbaugebieten, die von dem Programm profitieren könnten.

500 Millionen Schweizer Franken für „The Positive Cup“

Nespresso hatte im Frühjahr sein Versprechen erneuert, die dem „Reviving Origins“-Programm übergeordnete Nachhaltigkeitsinitiative „The Positive Cup“ mit 500 Millionen Schweizer Franken für die Jahre 2014 bis 2020 auszustatten. Ein Ziel der Initiative: Bis 2020 alle Bohnen für das ständige Nespresso-Sortiment zu 100 Prozent über das AAA-Programm zu beschaffen – auch durch „wiederbelebte“ Kaffeesorten wie die aus Puerto Rico, Simbabwe oder Kolumbien. 

Nespresso-Vorstand Jean-Marc Duvoisin sagte dazu, mit dem Programm habe man „die Möglichkeit, fast vergessene Sorten wiederzubeleben, die ökonomische Leistungsfähigkeit in Regionen zu steigern, die unter unglücklichen Umständen leiden und zugleich eine komplett neue Geschmackserfahrung mit Konsumenten zu teilen.“ Die Vorteile der Kooperation sind auf Produzenten- wie auf Konsumentenseite gegeben: In den betroffenden Regionen ist der Kaffeeanbau häufig einer der zentralen Wirtschaftszweige der Bevölkerung, gleichzeitig stammen einige der besten Kaffees aus diesen Gebieten. Die Bohnen aus Simbabwe und Kolumbien vertreibt Nespresso bereits in 18 Ländern, die aus Puerto Rico – in der erforderlichen Qualität sind die Mengen bislang noch beschränkt verfügbar – unter dem Namen „Cafecito de Puerto Rico“ zunächst nur in den USA.

Quelle: UmweltDialog
 

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