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Digitalisierung + KI

Mehr Nachhaltigkeit dank Blockchain?

Kaum ein Unternehmen kommt derzeit am Thema Blockchain vorbei, denn die Einsatzmöglichkeiten der innovativen Technologie sind vielfältig. Das Start-up CircularTree entwickelt Blockchain-basierte Lösungen, um transparente Lieferketten und rückverfolgbare Produkte zu erreichen sowie das nachhaltige Wirtschaftsmodell der Kreislaufwirtschaft digital umzusetzen.

04.06.2020

Mehr Nachhaltigkeit dank Blockchain?

Die Blockchain-Technologie gilt als eine der größten digitalen Innovationen nach der Erfindung des Internets. Sie „revolutioniert den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Umgang mit sensiblen Informationen und monetären Werten“, heißt es zum Beispiel im Online-Magazin „Blockchainwelt“. Im Grunde genommen ist die Blockchain eine digitale Datenbank, die aus einer Kette von Datenblöcken besteht. Neue Informationen werden in einem neu erzeugten Block abgelegt. Diese Daten sind dezentral auf vielen verschiedenen Servern gespeichert und nicht manipulierbar. Mittels Blockchain kann man jegliche Art von Informationen (beispielsweise finanzielle Transaktionen) nicht nur speichern und verarbeiten, sondern auch mit anderen teilen. Das macht die Technologie auch so flexibel und für verschiedene Zwecke einsetzbar.

Gunter Walden, Gründer und Geschäftsführer der CircularTree GmbH
Gunter Walden, Gründer und Geschäftsführer der CircularTree GmbH

Ein Unternehmen, das sich intensiv mit den Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie auseinandersetzt, ist das in Berlin ansässige Start-up „CircularTree“ (Member of iPoint Group). Seit der Gründung im Juni 2018 haben die Unternehmer nachhaltige, transparente Lieferketten und gesetzekonforme Produkte im Fokus. Mit ihren digitalen Lösungen wollen sie andere Unternehmen dabei unterstützen, die Themen Nachhaltigkeit und Compliance in ihren Lieferketten einfacher zu managen – und zwar mit Hilfe von Blockchain: „Wir entwickeln Digitale Zwillinge, die wichtige Informationen zu Materialien und Produkten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg beinhalten und einen digitalen Beitrag zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft ermöglichen“, erklärt CEO und Mitbegründer Gunther Walden das Ziel des Start-ups.

Transparente Lieferketten mit Blockchain

Für die Etablierung verantwortungsvoller Lieferketten und die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft hat Blockchain nämlich großes Potenzial. „Wir sind davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie für den Aufbau von kreislaufwirtschaftlichen Systemen von großem Nutzen sein kann. Denn mit Blockchain können Informationen allen Nutzern des Systems quasi in Echtzeit kontrolliert zugänglich gemacht werden“, meint auch Jörg Walden, CEO des Softwarehauses iPoint-systems, Mitbegründer von CircularTree und Bruder von Gunther Walden. „Auf diese Weise ist quasi alles und jeder miteinander verbunden, was ganz andere Innovationszyklen und Businessmodelle ermöglicht.“ 

Wie man die Blockchain-Technologie im konkreten Fall anwenden kann, zeigt sich in den Projekten von CircularTree. So setzte das junge Unternehmen gemeinsam mit iPoint und der Nachhaltigkeitsabteilung der Daimler AG im Rahmen der STARTUP AUTOBAHN das Pilotprojekt „SustainBlock“ um. Die Projektpartner untersuchten, ob und wie sich Konfliktmineralien, beispielsweise Gold oder Wolfram, in der Lieferkette mit Hilfe von Blockchain zurückverfolgen lassen – vom Anfang in der Mine bis hin zum fertigen Produkt. Die Transaktionen werden mittels Blockchain entlang der gesamten Wertschöpfungskette verifiziert und kryptografisch verschlüsselt. Darüber hinaus lassen sich diese Daten nicht manipulieren. Durch die fälschungssichere Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen von Anfang bis Ende kann Blockchain auch einen Beitrag dazu leisten, ethisch unbedenkliche, nachhaltige Praktiken und Verhaltensweisen entlang der Wertschöpfungsketten zu unterstützen.

„Außerdem lassen sich damit auch Vorgaben an die Lieferanten, zum Beispiel die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um zehn Prozent pro Jahr, effizient umsetzen und kontrollieren“

CO2-Bilanzierung

Teamarbeit ist auch bei dem Projekt „CarbonBlock“ gefragt. Hier arbeitet CircularTree zusammen mit dem ifu Institut für Umweltinformatik Hamburg (Member of iPoint Group) sowie mit drei Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Projektpartner entwickeln ein Blockchain-System, mit dem der CO2-Ausstoß von einzelnen Materialien und Teilen über die gesamte Lieferkette hinweg erfasst werden kann. Dadurch kann man dann auch den tatsächlichen CO2-Fußabdruck des Endproduktes ermitteln. „Außerdem lassen sich damit auch Vorgaben an die Lieferanten, zum Beispiel die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um zehn Prozent pro Jahr, effizient umsetzen und kontrollieren“, so Gunther Walden.

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Digitales Gesundheitsdatenmanagement

Die Einsatzmöglichkeiten von Blockchain gehen aber weit über die Lieferkette hinaus. Auch das Gesundheitssystem kann von der Technologie profitieren. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „BloG3“, das CircularTree gemeinsam mit Akteuren aus der Wissenschaft und der Privatwirtschaft umsetzt. In dem vom BMBF geförderten Projekt wird eine Blockchain-basierte Lösung entwickelt, die das Management von Patientengesundheitsdaten vereinfachen und sicherer machen soll. Unter anderem kann so beispielsweise der Datenaustausch bei der Überleitung eines Patienten aus dem Krankenhaus zum Hausarzt oder zur Reha verbessert werden – ohne dass es zu Datenverlust oder Informationsbrüchen kommt. Ziel ist es außerdem, die Datensouveränität der Patienten zu stärken. Da es sich hierbei um hochsensible Gesundheitsdaten handelt, hat vor allem der Datenschutz eine hohe Relevanz. „Wie der Datenschutz sichergestellt werden kann, ist eine der wesentlichen Fragen, die in diesem Forschungsprojekt beantwortet werden soll“, sagt Gunther Walden. „Wir werden hierfür Lösungen vorschlagen und mit unseren Konsortialpartnern sehr gründlich prüfen, ob die Vorgaben damit umgesetzt werden können.“

Quelle: UmweltDialog
 

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