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toom: Moorschutz dank Torfersatz

Was den Pflanzen im eigenen Garten gut tut, schadet der Natur an anderer Stelle: Herkömmliche Pflanzenerde besteht nämlich zu einem Großteil aus Torf. Doch für diesen Rohstoff werden Moore trockengelegt. Um die Umwelt zu schützen, bietet toom Baumarkt bereits seit 2016 nachhaltigere und torffreie Alternativen an.

17.07.2020

toom: Moorschutz dank Torfersatz
Gärtnern mit torffreier Erde von toom.

Hobbygärtner wissen: Damit Pflanzen und Blumen im eigenen Garten schön gedeihen, brauchen sie die richtigen Nährstoffe. Das fängt schon bei der Auswahl der Erde an. Lange galt hier Torf als das Material der Wahl, denn er hat viele positive Eigenschaften, wie man dem Online-Magazin von Plantura entnehmen kann. So kann er dank seiner Porengrößenverteilung viel Wasser speichern, und durch den niedrigen ph-Wert von Torf lässt sich der Humus mit Kalk an den Bedarf der Pflanzen anpassen. Zudem hat Torf nur wenige Nährstoffe, sodass man den Nährstoffgehalt der Erde beispielsweise durch Dünger individuell für die Pflanzen steuern kann.

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Aber: Um Torf zu gewinnen, werden Moore trockengelegt und diese so „unwiederbringlich zerstört“, weiß man beim BUND. Dadurch verlieren zahlreiche Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind, ihren Lebensraum. Darüber hinaus sind Moore wichtig für den Klimaschutz. „Moore bedecken nur drei Prozent der Erde, speichern jedoch doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder zusammengenommen“, erklärt Matthias Meißner, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND. Durch ihre Entwässerung werden aber große Mengen CO2 freigesetzt. Die Moore wiederherzustellen ist so gut wie unmöglich: Bis ein Meter Torf entsteht, dauert es etwa 1.000 Jahre.

Gärtnern ohne Torf

Trotzdem besteht herkömmliche Pflanzenerde zu 80 bis 90 Prozent aus Torf. Ein erheblicher Teil des Torfverbrauchs fällt dabei auf den Verbraucher: Von den jährlich insgesamt zehn Millionen verkauften Kubikmetern des Sediments gehen fast zweieinhalb Millionen an Hobbygärtner. toom Baumarkt beschreitet andere Wege: Bereits seit 2016 reduziert das Unternehmen in seinen Eigenmarken den Torfgehalt der Produkte und stellt teilweise auf komplett torffreie Alternativen um. Bis 2025 soll das gesamte Erdensortiment sogar ganz ohne Torf auskommen. Das Ziel ist nah: Inzwischen setzt die Kölner Baumarktkette bereits zu über 70 Prozent Torfersatzstoffe ein.

Torffreie Erden Broschüre

Diese bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen, überwiegend aus heimischer Forstwirtschaft, sowie Naturdünger. Für optimale Luft- und Wasserdurchlässigkeit kommen unter anderem Holzfasern und Pinienrinde zum Einsatz. Grünschnittkompost erhöht zudem den Humusgehalt. Die torffreie Pflanzenerde besitzt daher ähnlich bodenverbessernde Eigenschaften wie herkömmliche Erde mit Torf, ohne jedoch den Boden zu versauern.

Im Pflanzensortiment von toom kommen torfreduzierte und torffreie Pflanzen ebenfalls immer stärker zum Einsatz. Erkennen können sie die Kunden zum Beispiel an dem PRO PLANET-Label, mit dem die REWE-Group umwelt- und sozialverträglichere Produkte kennzeichnet. „In einem transparenten mehrstufigen Verfahren wird die Nachhaltigkeit der Produkte geprüft und in enger Zusammenarbeit mit den Handelspartnern verbessert“, heißt es dazu bei toom. Damit eine Pflanze mit diesem Label ausgezeichnet werden kann, muss sie einen Torfersatzanteil von mindestens 50 Prozent aufweisen. Auch die torffreien Erden der toom-Eigenmarken tragen das PRO PLANET-Label.

toom als Vorreiter der Branche

Mit seinem Engagement kommt toom Baumarkt unter anderem dem Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG) und dem Bund deutscher Baumschulen e.V. (BdB) zuvor. Gemeinsam mit anderen grünen Verbänden veröffentlichten diese erst kürzlich eine Branchenempfehlung zur Torfreduktion in Sackerden für den Endverbraucher und im produzierenden Gartenbau. So streben die Verbände beispielsweise an, bis 2025 den Torfanteil für Blumenerden im Hobbybereich um mindestens 50 Prozent, bis 2050 sogar um 70 Prozent zu reduzieren. „Wir begrüßen die gemeinsamen Bestrebungen der grünen Verbände sehr, das Thema Torf aufzugreifen. Wir bei toom fühlen uns weiterhin darin bestärkt, unseren bisher eingeschlagenen Weg mit voller Kraft weiter zu verfolgen“, betont Kai Battenberg, Senior Manager Sustainability bei toom.

Quelle: UmweltDialog
 

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