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Biodiversität

Sauberes Geschirr und gesunde Wälder in einem Abwasch

Die Kinder- und Jugendinitiative „Plant-for-the-Planet“ will weltweit insgesamt eine Billion neue Bäume pflanzen. Fairy unterstützt die Aktion mit einer Sonderedition seines Spülmittel-Konzentrats. Mindestens 50.000 Euro sollen gesammelt und 30.000 neue Bäume gepflanzt werden.

07.09.2020

Sauberes Geschirr und gesunde Wälder in einem Abwasch

Rund drei Billionen Bäume gibt es auf der ganzen Welt. Allerdings gehen davon jedes Jahr etwa 15 Milliarden verloren, weil sie krank sind oder gefällt werden, haben Wissenschaftler der US-amerikanischen Yale University herausgefunden und 2015 darüber in der Fachzeitschrift Nature berichtet. Auch dem deutschen Wald geht es nach den klimawandelbedingten Hitzewellen und Dürren der vergangenen Jahre schlecht. Das Bundeslandwirtschaftsministerium geht davon aus, dass bis zu 285.000 Hektar Waldfläche abgestorben sind und wieder aufgeforstet werden müssen. In den vergangenen 20 Jahren hat Deutschland laut „Global Forest Watch“ sechs Prozent seiner Waldfläche verloren. Insgesamt sind demnach noch 36 Prozent der deutschen Fläche mit Wald bedeckt.

Wirklich gesund sind nur noch wenige Bäume in Deutschland. Gerade mal 28 Prozent der Fichten zeigen noch voll belaubte Kronen. Waldwissenschaftlerin Nicole Wellbrock vom Institut für Waldökosysteme am Thünen-Institut fordert deswegen Hilfe für den Wald: „Konsequenter Klimaschutz, die Minderung von Stickstoffeinträgen aus Verkehr, Industrie und Landwirtschaft und begleitend ein nachhaltiger Waldumbau.“

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Bäume pflanzen per App

Der Wieder-Aufforstung im globalen Maßstab hat sich die von der UN-Umweltorganisation UNEP unterstützte „Trillion Tree Campaign“ verschrieben. Ihr ambitioniertes Ziel: eine Billion neuer Bäume zu pflanzen. Dazu wurde ein App entwickelt, mit der die Nutzerinnen und Nutzer sich persönliche Baumpflanz-Ziele setzen und Bäume spenden können. Mit der App können außerdem Baumpflanz-Projekte auf der ganzen Welt verfolgt werden. „Mit 1.000 Milliarden neuen Bäumen könnten wir ein Viertel der menschengemachten CO2-Emissionen binden und Wohlstand im Globalen Süden schaffen“, wirbt die Kampagne für ihr Projekt. Die bisherige Bilanz: Bis Ende August 2020 waren bereits rund 13,5 Milliarden Bäume gepflanzt worden.

Getragen wird die Trillion Tree Campaign im Auftrag des UNEP durch die in Deutschland gegründete und mittlerweile weltweit aktive Initiative Plant-for-the-Planet. Ins Leben gerufen wurde sie 2007 vom damals neunjährigen Felix Finkbeiner. In einem Schul-Referat stellte er seine Vision vor, dass Kinder auf der ganzen Welt in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Die Idee fand viel Anklang. Schnell wurde eine Stiftung gegründet, das UNEP unterstützte die Aktion, und der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer sowie Fürst Albert von Monaco übernahmen die Schirmherrschaft. Inzwischen gibt es in sieben weiteren Ländern eigene Ableger.

Fairy-Sonderedition Plant-fpr-the-Planet

Auch die Privatwirtschaft setzt sich für Plant-for-the-Planet ein. So hat die Spülmittelmarke Fairy von Procter & Gamble (P&G) im August eine Sonderaktion gestartet. Noch bis Oktober 2020 gehen für jede verkaufte Flasche ein Cent beziehungsweise 0,01 Schweizer Franken an die Kinder- und Jugendinitiative. Dafür wurde eigens eine Fairy-Sonderedition auf den Markt gebracht. Diese ist erkennbar an den auf dem Etikett abgebildeten Zweigen. Außerdem ist das „Y“ des Markennamens in grau gedruckt. Damit wird auf dem Etikett das Wort „FAIR“ hervorgehoben – denn Fairy hat für die Aktion die FAIR-Initiative gestartet.

50.000 Euro für Bäume und Ausbildung

Mindestens 50.000 Euro sollen mit der Fairy-Aktion gesammelt werden, um mindestens 30.000 Bäume auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán zu pflanzen. Die Region bietet sich für das nachhaltige Aufforstungsprojekt aus mehreren Gründen an: Die Schwesterorganisation von Plant-for-the-Planet besitzt dort ausreichend große Flächen. Zum anderen wachsen Bäume dort wegen der klimatischen Bedingungen etwa zwei- bis viermal schneller als in Deutschland. Somit binden die Pflanzen rascher größere Mengen von CO2. Gepflanzt werden sollen einheimische Mahagoni-Gewächse, Mandelbäume, Weißgummibäume und Trompetenbäume sowie verschiedene Nutz- und Obstbäume. Natürlich werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Die Bäume müssen schließlich auch gepflegt werden.

Zum Konzept gehört außerdem, die gepflanzten Bäume irgendwann wieder zu fällen. „Die Bäume wachsen so lange, bis sie im Sinne einer nachhaltigen Holznutzung zu langlebigen Holzprodukten verarbeitet werden können. Wenn ein Baum gefällt wird, hat er garantiert schon mehr als 200 Kilogramm CO2 aufgenommen“, heißt es dazu auf der Kampagnen-Internetseite. Das geerntete Holz soll zu Baumaterial werden. Das im Baum gespeicherte Kohlendioxid wird also nicht wieder freigesetzt. Entnommene Bäume werden direkt wieder aufgeforstet. Die CO2-Speicherung wird nach Angaben von Fairy durch das Crowther Lab an der ETH Zürich überwacht.

Fairy fördert im Rahmen seiner Initiative außerdem die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen zu „Botschaftern für Klimagerechtigkeit“ mit 20.000 Euro. Die Jungen und Mädchen erläutern dann als Multiplikatoren Mitschülern, Erwachsenen und Politikern, wie sich Plant-for-the-Planet für Klimagerechtigkeit einsetzt.

Infoseite mit Gewinnspiel

Fairy informiert im Internet ausführlich über seine FAIR-Kampagne. Interessierte erhalten Einblicke in die Aktion und die Hintergründe. Erläutert wird etwa, warum es dringend nötig ist, viele neue Bäume zu pflanzen. Es gibt auch etwas zu gewinnen. Den Siegern beim „Let’s Grow Together“-Gewinnspiel winkt ein schickes E-Bike.

www.fairy.de/baeume

„Ambition 2030“: P&G will klimaneutral arbeiten

Fairys FAIR-Initiative ist ein Element der „Ambition 2030“ der Konzernmutter P&G. Das Unternehmen hat sich vorgenommen, dass alle Marken „zur Lösung einiger der schwierigsten Herausforderungen unserer Welt beitragen“ sollen. Bis 2030 soll der gesamte Konzern klimaneutral arbeiten. Vor allem sollen die eigenen CO2-Emissionen um die Hälfte reduziert werden, unter anderem durch die Nutzung von 100 Prozent Ökostrom für die Produktion. Außerdem ist geplant, dass alle Verpackungen komplett aus Recyclingmaterial hergestellt werden. 2018 waren es schon 86 Prozent.

Fairy hat einige der Konzern-Ziele bereits erreicht. Beispielsweise bestehen die 450- und 625-Milliliter-Flaschen des Konzentrats komplett aus Rezyklat – zehn Prozent sind sogar wiederaufbereitetes Gewässer- und Uferplastik – und sind ihrerseits nach Gebrauch vollständig recycelbar. Eine Ausnahme bilden die Kappe und das Etikett. Bei der Produktion des Spülmittels wird ausschließlich Ökostrom eingesetzt. Das Spülmittel-Konzentrat unterstütze die Nutzer darüber hinaus beim Energiesparen, hebt Fairy hervor. Denn es reinige bereits bei lauwarmem Wasser mit einer Temperatur von 25 Grad Celsius sehr gut und sei ergiebig. Nur ein Tropfen reiche für fünf Liter Spülwasser aus.

Quelle: UmweltDialog
 

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