10.12.2019
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13.11.2019

Soziales Engagement

Porsche: Mit einer Stiftung zu mehr sozialem Engagement

Wie man gesellschaftliches Engagement als Unternehmen gut managen kann, zeigt Porsche: 2018 gründete der Sportwagenhersteller die Ferry-Porsche-Stiftung. Neben vielen eigenen Projekten unterstützt das Unternehmen damit vor allem auch gemeinnützige Organisationen und Vereine. Kinder und Jugendliche stehen dabei im Vordergrund. UmweltDialog stellt einige der Projekte vor.

Porsche: Mit einer Stiftung zu mehr sozialem Engagement zoom
Ferry Porsche, Namensgeber der Stiftung, im Jahr 1954.

70 Jahre Unternehmensgeschichte – darauf konnte Porsche im vergangenen Jahr zurückschauen. Das Jubiläum feierte man mit etwas Besonderem: Um der Gesellschaft etwas zurückzugeben, gründete der Sportwagenhersteller im Mai 2018 die Ferry-Porsche-Stiftung. „Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung gehören für Porsche untrennbar zusammen. Mit der Ferry-Porsche-Stiftung stärken wir unsere bisherigen sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten nachhaltig und unabhängig von unserem unternehmerischen Tagesgeschäft“, erklärt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung.

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Jedes Jahr soll Kapital aus dem Unternehmensgewinn in die Stiftung einfließen. Damit unterstützt Porsche gemeinnützige Organisationen und Vereine und stellt auch eigene Projekte auf die Beine. Diese haben ihren Schwerpunkt in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft sowie Kultur und Sport. Der Fokus liegt insbesondere auf der Förderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Laufen für den guten Zweck

Eine der ersten Amtshandlungen der Ferry-Porsche-Stiftung war die Unterstützung des vierten Sechs-Stunden-Laufes im September 2018. Dabei liefen die Mitarbeiter von Porsche im Stammwerk Zuffenhausen einen Rundkurs von 911 Metern. Pro zurückgelegter Runde spendete die Stiftung fünf Euro für soziale Einrichtungen in der Region rund um Stuttgart. Bei insgesamt 26.415 Runden ergab das einen Gesamtbetrag von 195.000 Euro. Die Gelder gingen unter anderem an die Lebenshilfe Stuttgart e.V. und an das Kinder- und Jugendhospiz Stuttgart. In diesem Jahr lohnte sich der Sechs-Stunden-Lauf sogar noch mehr. 3.200 Porsche-Mitarbeiter erliefen sich einen Spendenbetrag von 200.000 Euro. „Der Porsche Sechs-Stunden-Lauf ist mittlerweile ein fester Bestandteil der Porsche-Kultur geworden. Ich persönlich bin sehr stolz darauf, dass so viele Kolleginnen und Kollegen dabei sind und mit ihrem sportlichen Engagement der Gesellschaft etwas von unserem Erfolg zurückgeben“, kommentiert Werner Weresch, Gesamtbetriebsratschef bei Porsche, das Ereignis.

Der Zieleinlauf beim 6-Stunden-Lauf 2019.zoom
6-StundenLauf 2019 bei Porschezoom

Engagement für Bildung und Wissenschaft

Mit „Ferry Porsche bildet“ rief die Ferry-Porsche-Stiftung Anfang 2019 außerdem eine Initiative für Bildung und Qualifizierung ins Leben. Knapp eine Millionen Euro werden unter anderem für Projekte in der Hochbegabtenförderung an Brennpunktschulen, Umweltbildungsprojekte oder auch für mehr Inklusion im Sport investiert. In Kooperation mit der Volkshochschule Stuttgart startete die Stiftung im September außerdem ein inklusives Weiterbildungsprogramm. Menschen mit und ohne Behinderung lernen hier gemeinsam in Grundbildungs- und Digitalisierungskursen beispielsweise, wie man im Zehn-Finger-System schreibt. Auch Kurse zur richtigen Netiquette und Englischkurse stehen auf dem Plan. Bis Februar 2020 soll das Programm noch laufen. Mit ihrer Bildungsinitiative verfolgt die Ferry-Porsche-Stiftung das Ziel, junge Menschen mit unterschiedlichen Ausgangslagen zu fördern und auch sozial Schwächeren einen besseren Zugang zu Bildung und Qualifizierung zu ermöglichen, so Kai Bliesener, Vorstandsmitglied der Ferry-Porsche-Stiftung. „Alle Menschen sollen überall dabei sein können und das Recht haben mitzubestimmen. Egal, ob mit Behinderung oder ohne Behinderung“, meint auch Katrin Wahner, Leiterin der Stabstelle inklusive Angebote der Volkshochschule Stuttgart.

V.l.: Dr. Josef Arweck, Vorsitzender des Vorstands der „Ferry-Porsche-Stiftung“, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart.
V.l.: Dr. Josef Arweck, Vorsitzender des Vorstands der „Ferry-Porsche-Stiftung“, Prof. Dr.-Ing. Wolfram Ressel, Rektor der Universität Stuttgart.

Den Bereich der Wissenschaft hat der Sportwagenhersteller ebenfalls im Blick. So finanziert die Ferry-Porsche-Stiftung die erste Professur in Deutschland, die sich ausschließlich der Erforschung von Unternehmensgeschichte widmet. Ziel der Stiftungsprofessur an der Universität Stuttgart ist es, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Historie wissenschaftlich unabhängig zu untersuchen. Dazu gehört beispielsweise die Erforschung wirtschaftlicher und industrieller Errungenschaften im Kontext gesellschaftlicher und historischer Zusammenhänge. Insgesamt 300.000 Euro sollen der Professur jedes Jahr zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation ist auf zehn Jahre ausgelegt.

Die „Ferry Porsche Challenge“

Jüngster Streich der Ferry-Porsche-Stiftung ist der Spendenwettbewerb „Ferry Porsche Challenge“, der diesen Oktober das erste Mal ausgerufen wurde. Noch bis zum sechsten Dezember 2019 können sich gemeinnützige Organisationen im Raum Leipzig und Stuttgart mit ihren Projekten dafür bewerben und Fördergelder von insgesamt einer Million Euro gewinnen. Grundvoraussetzung für die Bewerbung: Die Projekte müssen sich in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur oder Sport bewegen. Aus allen Bewerbungen trifft die Ferry-Porsche-Stiftung eine Vorauswahl. In einem Online-Voting kann danach die Öffentlichkeit für ihre Lieblingsprojekte abstimmen. Die 35 Projekte mit den meisten Stimmen stellen im Finale schließlich ihre Konzepte vor. Die Preisverleihung ist dann für Mitte 2020 geplant.

Ferry Porsche hatte einen Traum

Namensgeber der Ferry-Porsche-Stiftung ist Ferdinand Anton Ernst Porsche, genannt „Ferry“. 1948 stellte er den ersten Porsche Sportwagen her. Damit war eine Marke, die bis heute Bestand hat, geboren. Überliefert ist Ferrys Aussage: „Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen.“

Quelle: UmweltDialog
 

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