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27.06.2016

Reporting

Telefónica Deutschland legt CR-Bericht 2015 vor

Möglichst vielen Menschen Teilhabe am digitalen Leben ermöglichen – für Telefónica Deutschland ist es das zentrale Anliegen bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Wie der nach Kundenzahlen größte Mobilfunkanbieter in Deutschland ihn erfüllt, zeigt dessen Corporate Responsibility Report für 2015. Es ist der erste Nachhaltigkeitsbericht nach dem Zusammenschluss mit E-Plus. Umweltdialog hat ihn gelesen.

NB 2015

„Jeder sollte die Chancen der digitalen Welt nutzen können“, sagt Thorsten Dirks, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland. Sein Konzern arbeite daran, dass dies möglich werde. Zum einem durch Förderung der digitalen Kompetenzen junger und älterer Menschen. Zum anderen durch einen möglichst umfassenden Datenschutz für die Nutzer der Telefónica Deutschland-Dienste. Denn die Chancen der Digitalisierung, so Dirks, würden gesellschaftlich nur akzeptiert, wenn die „Menschen die Hoheit über ihre Daten behalten und ihr digitales Leben souverän gestalten können“.

Förderung des Datenschutzes und der Medienkompetenz

Um den Datenschutz voranzubringen, hat das Unternehmen den Schutz der Privatsphäre zu einem Bestandteil der eigenen Unternehmensstrategie erklärt. In diesem Zuge hat es unter anderem in Abstimmung mit den Datenschutzbehörden ein eigenes Datenanonymisierungsverfahren entwickelt. Dieses eignet sich für die Bearbeitung großer Datenmengen, wie sie künftig etwa im vernetzten Straßenverkehr anfallen werden, und stellt sicher, dass bei deren Analyse keine Rückschlüsse auf individuelle Nutzer möglich sind. Telefónica Deutschland geht damit nach eigenen Angaben weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.

Für ein möglichst komplikationsloses digitales Leben macht sich der Konzern zudem in einer Reihe von Programmen für Kinder, Jugendliche und Senioren stark. Er verteilt zum Beispiel Tablet-PCs an ausgewählte Senioreneinrichtungen und schulte im vergangenen Jahr rund 1.400 ältere Menschen im Umgang mit digitaler Technik. Angebote zur Förderung der Medienkompetenz hat Telefónica Deutschland auch für Kinder und Jugendliche im Portfolio. Unter anderem in Form einer Broschüre zum sicheren Umgang mit Smartphones, die der Konzern gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk veröffentlicht hat.

Sinkender Energieverbrauch pro Kundenanschluss

Die für Corporate Responsibility Verantwortliche bei Telefónica Deutschland, Valentina Daiber, sagt, man wolle sich zudem mit der eigenen großen technischen Infrastruktur für einen nachhaltigen Einsatz von Ressourcen stark machen. Unter anderem setzt die Unternehmensgruppe dazu auf den Einsatz erneuerbarer Energien. Deren Anteil am Gesamtstromverbrauch durch Netzwerke, Shops, Call Center und Büroflächen liegt laut Bericht bereits bei 74 Prozent. Auch der Energieverbrauch im Netzwerk pro Kundeanschluss sank in den vergangen Jahren erheblich, von 2007 bis 2015 um immerhin 34 Prozent. Das sind vier Prozent mehr als ursprünglich geplant.

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Im vergangen Jahr hat Telefónica Deutschland zudem eine Strategie für Klimaschutz und Energieeffizienz eingeführt und gleichzeitig weiter in ihre technische Ausstattung investiert, zum Beispiel in moderne Netzwerke, verbesserte Software oder optimierte Klimaanlagen. Auch dadurch ist dem Bericht zufolge der gesamte Stromverbrauch des Konzerns nur leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen, trotz Nutzung neuer Netzkapazitäten. Ein Expertenteam, das sich um weitere Effizienzsteigerungen kümmern soll, baut der Konzern gerade auf. Ein Energiemanager hat bereits seine Arbeit aufgenommen.

Elektroschrott den Kampf angesagt

Weitere Energieeinsparungen könnten aus dem Abbau mehrerer Tausend Mobilfunk-Basisstationen resultieren, die infolge des Zusammenschlusses von Telefónica Deutschland und E-Plus möglich werden. Sie sollen bis 2018 erfolgen. Um die Wiederverwertung von Wertstoffen im Zuge dieser Netzwerkkonsolidierung zu gewährleisten, arbeitet der Konzern nach eigenen Angaben ausschließlich mit zertifizierten Abfallmanagement-Unternehmen zusammen. 2015 wurden einheitliche Abfallrichtlinien für Elektroschrott, Batterien und Kartonagen entwickelt.

Im vergangenen Jahr hat Telefónica Deutschland außerdem ihr Handyrecycling-Programm neu aufgesetzt. 45.812 Althandys sammelte es hierdurch im Berichtsjahr ein. Davon gingen 40.429 Althandys ins Recycling und 5.383 in die Wiedervermarktung. In diesem Jahr sollen mindestens genauso viele Althandys eingesammelt werden. Für jedes eingegangene Gerät zahlt das Unternehmen einen Geldbetrag an den Naturschutzbund Deutschland e.V., der die Mittel zur Renaturierung der Unteren Havel verwendet.

Ziele für die Zukunft

Für das laufende Jahr hat sich der Konzern weiteren Nachhaltigkeitszielen verschrieben. Geplant sind unter anderem neue Energiesparziele zur Reduzierung des Verbrauchs und des CO2-Ausstoßes bis zum Jahr 2020. Flankierend soll ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt werden, das extern zertifiziert wird. Außerdem sollen Umweltaspekte künftig eine größere Rolle bei der Beschaffung von Waren spielen. Telefónica Deutschland will dazu ihre existierenden umwelt- und qualitätsbezogenen Vorgaben und Verträge für Beschaffungsprozesse und -standards bis Ende des Jahres prüfen und aktualisieren.

Über den Bericht

Telefónica Deutschland hat den Corporate Responsibility Report 2015 Mitte Mai unter dem Titel „FAIRnetzt den digitalen Wandel gestalten“ veröffentlicht. Er steht den Angaben zufolge im Einklang mit den Leitlinien des internationalen Standards G4 der Global Reporting Initiative und wurde ergänzend von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young bewertet. Der CR-Bericht ist der erste nach dem Zusammenschluss der Telefónica Deutschland Group und der E-Plus Gruppe zum 01. Oktober 2014. Über die weiteren Entwicklungen will die Unternehmensgruppe künftig jährlich berichten.

Quelle: UmweltDialog
 

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