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23.09.2015

Reporting

memo AG veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

Die memo AG – ein ökologisch orientierter Versandhändler für Bürobedarf, Schule, Haushalt und Freizeit – hat seinen neuesten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Das Unternehmen aus dem fränkischen Greußenheim zeigt darin, dass es nicht nur seinen Anspruch in Sachen „grüner“ Geschäftstätigkeit ernst nimmt, sondern ebenso seine soziale Verantwortung in den eigenen Reihen. Mit Arbeitsbedingungen, die die Belegschaft mit Spitzenwerten honoriert.

Der neue memo Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016.
Der neue memo Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016.

Festmachen lässt sich das schon an einer einzigen Zahl, der Fluktuationsquote: Die lag bei der memo AG in den vergangenen fünf Jahren bei durchschnittlich 3,5 Prozent. 2013 und 2014 haben sogar lediglich rund 1,5 Prozent der derzeit ca. 130 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Über ein Drittel der Belegschaft ist ihrem Arbeitgeber schon seit zehn Jahren treu. Auch die krankheitsbedingten Fehltage liegen mit durchschnittlich 9,7 Tagen weit unter dem Bundesschnitt von über 16 Tagen.

Sozial aufgestellt

Ein Blick in den Nachhaltigkeitsbericht offenbart, woher diese Spitzenwerte rühren: Systematische Weiterbildungen sind bei memo ebenso Standard wie eine Ferienbetreuung für die Kinder der Belegschaft oder eine betriebsinterne Arbeitsgruppe, die ständig Möglichkeiten zur Förderung der Gesundheit und Zufriedenheit der Kollegen auslotet. Ergonomie, Wohlbefinden und Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz werden durchweg positiv benotet. Wer will, kann sich während der Arbeitszeit kostenlos massieren lassen.

Die Mitarbeiter sind zudem direkt am Geschäftserfolg beteiligt. Durch memo-Vorzugsaktien, die sie über eine Beteiligungsgesellschaft halten. Auch bei der Entlohnung gibt es keine Kluft. Dem Nachhaltigkeitsbericht zufolge verdient ein Vorstandsmitglied – gerechnet auf Basis des Stundensatzes beim Grundgehalt – aktuell etwa das Dreifache eines Mitarbeiters in der niedrigsten Gehaltsstufe. Freiwillige Zusatzleistungen wie ein Kinderzuschlag auf das Grundgehalt und eine arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge kommen hinzu.

Positive Rückmeldungen der Belegschaft

Von der memo-Belegschaft gibt es für all das viel Zuspruch, wie die regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen dokumentieren. Die betrieblichen Angebote zur Gesundheitsförderung werden von rund 88 Prozent der Umfrageteilnehmer als gut beurteilt. Die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben von 84 Prozent, mit den Arbeitsplatzbedingungen sind 76 Prozent zufrieden. Rund drei Viertel der Befragten bewerten auch das Betriebsklima positiv. Das ist ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber der Befragung 2012.

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Lediglich das Vertrauen in die Arbeitsplatzsicherheit sank um knappe drei Prozent – obwohl es in der Geschichte des Unternehmens bislang keine Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen gab (und laut Bericht auch keine geplant sind). Im Gegenteil: Der memo-Vorstand hat zuletzt „bewusst in den Ausbau von Personal investiert“, wie er im Vorwort schreibt. „Um unser Geschäftsmodell weiter zu fördern“ und die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Denn „nachhaltige Zieldefinitionen“ erforderten „einen höheren Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen“.

CO2-Emissionen im Sinkflug

Diese Strategie zahlt sich auch ökologisch aus. Beispiel Klimaschutz: Im Jahr 2014 lagen die gesamten CO2-Emissionen aus der Geschäftstätigkeit der memo AG bei 470 Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Minus von 23 Prozent, gegenüber 2008 ein Rückgang um 29 Prozent. Das Unternehmensziel, die gesamten Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent zu reduzieren, wurde damit schon deutlich vor der Zielmarke erreicht und übererfüllt.

Lange „ergrünt“ ist auch der Firmenstandort nahe Würzburg. Durch eine 2006 installierte Holzhackschnitzel-Heizung zur Wärmeerzeugung vermieden die Franken bislang den Ausstoß von rund 520 Tonnen Kohlendioxid. Der für den Betrieb benötigte Strom stammt schon seit 2001 ausschließlich aus regenerativen Quellen. 2014 konnte das Unternehmen dadurch nach eigenen Angaben einen um rund 73 Tonnen geringeren CO2-Ausstoß vorweisen als dies mit einem Strommix aus dem durchschnittlichen deutschen Kraftwerkpark möglich gewesen wäre.

memo Büroartikel stehen in einer Reihe.

Nachhaltige Sortimentsgestaltung

Im eigentlichen Kerngeschäft, dem Versandhandel, hat sich die memo AG von Beginn an nachhaltig aufgestellt. Mittlerweile umfasst das Sortiment mehr als 17.000 Produkte – von Büropapier über Kosmetika bis hin zu Naturtextilien. Etwa 40 Prozent davon tragen ein Öko-Label oder Umweltzeichen wie den „Blauen Engel“. Über 1.000 Produkte gehören zur Eigenmarke des Hauses. Diese memo-Markenprodukte genügen besonders hohen ökologischen Standards und tragen in der Regel zudem ein anerkanntes Umweltzeichen oder Label. Zu den jüngsten Zuwächsen zählen Spül- und Reinigungsschwämme, die nahezu komplett aus Recyclingmaterial bestehen.

Deutliche Öko-Vorteile erzielen die Franken auch mit ihrem Mehrweg-Versandsystem, der memo-Box. Die aus Recyclingmaterial hergestellten Versandbehälter ersetzen herkömmliche Pakete aus Kartonage. Sie kosten die Kundschaft keinen Cent mehr und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Griffen 2012 rund 13 Prozent der Besteller auf dieses System zurück, sind es aktuell über 20 Prozent. Im Jahr 2014 konnte das Unternehmen so 22 Tonnen Kartonage und rund zehn Prozent des Verbrauchs an Paketklebeband einsparen.

Nachhaltigkeit heißt in Greußenheim auch, dem „Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung“ zu folgen. Die nächsten Ziele sind schon ausgemacht. Im kommenden Jahr will man sich unter anderem der weiteren Reduzierung des Kartonagenverbrauchs widmen. Geschehen soll das durch Implementierung der „memo Box“ bei Partnerunternehmen, mit denen die memo AG regelmäßig Waren austauscht. Im Folgejahr will das Unternehmen zudem seinen Papierbedarf in der internen Logistik um 40 Prozent senken. Die Einführung eines digitalen Kommissioniersystems soll das ermöglichen.

Über den Bericht

Die memo AG legt bereits zum siebten Mal einen eigenen Nachhaltigkeitsbericht vor. Er ist nach Unternehmensangaben das erste Printmedium und damit auch der erste Bericht dieser Art, der mit dem neuen „Blauen Engel für Druckerzeugnisse“ ausgezeichnet wurde. Der 60 Seiten starke Bericht ist in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erschienen und wurde komplett klimaneutral produziert. Bei der Entwicklung des „Blauen Engel für Druckerzeugnisse“ hatte sich die memo AG nach eigenen Angaben intensiv eingebracht.

Quelle: UmweltDialog
 

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