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07.07.2015

Reporting

Wesentliches im Blick: Corporate Responsibility Bericht der MAN Gruppe

Die Münchener MAN Gruppe, eines der führenden Nutzfahrzeug-, Motoren- und Maschinenbauunternehmen Europas, hat ihre Corporate Responsibility (CR) Strategie im vergangenen Jahr neu ausgerichtet. Was sich das Traditionsunternehmen davon verspricht und wie es seine Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner in die Neuausrichtung eingebunden hat, darüber informiert sein neuer CR-Bericht. Umweltdialog hat ihn sich angeschaut.

Corporate Responsibility Report 2014

Konzentration auf die wesentlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung – das ist es, was MAN mit seiner neuen CR-Strategie 2020+ bezweckt. Bei null anfangen mussten die Bayern nicht: Corporate Responsibility ist seit 2010 fest in der Unternehmensstrategie verankert. Sie wurde nun unter dem Eindruck globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Verstädterung überarbeitet und auf die Eckpfeiler Integration, Menschen, Produktion und Produkte ausgerichtet.

Zentrale Herausforderungen identifiziert

Kern der neuen CR-Strategie sind Lösungen für sechs Herausforderungen, die der Konzern in einer aufwändigen Wesentlichkeitsanalyse herausgearbeitet hat: Neben Klimawandel, Ressourcenknappheit und der zunehmenden Verstädterung sind dies die Themen Gesundheit, Umweltverschmutzung sowie Diversität und Chancengleichheit. Identifiziert wurden sie durch den unternehmensinternen CR-Steuerkreis. Ergänzend hat das Unternehmen Einschätzungen von Stakeholdern und Experten eingeholt, außerdem die Strategien wichtiger Wettbewerber analysiert.

Was bedeuten diese als wesentlich ausgemachten Herausforderungen nun für das Unternehmen? Yvonne Benkert, Head of Corporate Responsibility bei MAN, sagt, mit der CR-Strategie 2020+ wolle der Konzern „noch gezielter und Stakeholder-gerechter auf die globalen Herausforderungen antworten“. MAN konzentriere sich in Zukunft noch stärker auf die Wertschöpfungskette, auch die Lieferkette und die Nutzungsphase der Konzernprodukte rückten weiter in den Fokus.

Beschaffung: überwiegend vor Ort

In den vergangenen Jahren konnten die Bayern da schon einiges erreichen. Beispiel Beschaffung: MAN kauft nach eigenen Angaben jährlich für rund acht Milliarden Euro Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen ein – zum Großteil dort, wo das Unternehmen produziert. So haben über 90 Prozent der Lieferanten von MAN Truck & Bus ihren Sitz in Europa, 70 Prozent in Deutschland. Im CR-Bericht heißt es dazu, dies schaffe nicht nur Arbeitsplätze vor Ort. Regionale Lieferanten sind auch aus „ökologischer Sicht zu bevorzugen, da sie Transportemissionen reduzieren“.

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Beispiel Nutzungsphase: Mehr als 90 Prozent der Treibhausgasemissionen, die Produkte von MAN verursachen, entstehen bei deren Gebrauch durch den Kunden. Um die Emissionen in dieser Phase zu reduzieren – und damit einhergehend den Kraftstoffverbrauch und die laufenden Kosten der Nutzer – entwickeln die Bayern ständig neue Effizienztechnologien. Zur Serienausstattung der Sattelzugmaschine TGX EfficientLine 2 zählt zum Beispiel schon ein GPS-basierter Tempomat, der voraus liegende Steigungen und Gefällepassagen erkennt und auf dieser Basis die verbrauchsgünstigste Geschwindigkeit kalkuliert. Gegenüber dem Vorgängermodell spart der Lkw laut Konzernangaben auf diese Art bis zu sechs Prozent Diesel.

Investitionen in „grünere“ Standorte

„Den größten Beitrag zum Umweltschutzleisten wir durch effiziente und umweltschonende Produkte“. CR-Managerin Benkert sagt, auch im Produktionsprozess bemühe MAN sich, die Öko-Folgen „so gering wie möglich zu halten“, etwa durch Recycling von Rohstoffen oder die kontinuierliche Minderung der Abfallmengen. 27 der 34 Produktions – und produktionsnahen Standorte des Unternehmen sind bereits nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert. Die restlichen sollen noch dieses Jahr folgen.

Insgesamt investierten die Münchener 2014 mehr als 15,7 Millionen Euro in den Umweltschutz. Nach Unternehmensangaben sind das 69 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Geld wird laut MAN genutzt, um die Produktionsanlagen „auf dem höchsten Niveau des technischen Umweltschutzes und der Ressourceneffizienz“ zu halten. An den einzelnen Standorten heißt das zum Beispiel, dass diese Beleuchtung, Isolierung und Belüftung weiter optimieren, die Heizungssteuerung verbessern oder Maschinen abschalten, werden sie nicht genutzt.

Der klimaneutrale Standort von MAN in Pinetown.
Der klimaneutrale Standort von MAN in Pinetown.

Klimaziel „großes Stück näher gekommen“

Unterm Strich zahlt sich das fürs Klima aus: „Letztes Jahr haben wir 19 Prozent CO2 an den Standorten eingespart“, sagt Benkert. Das waren insgesamt 105.00 Tonnen CO2 und noch einmal fünf Prozentpunkte mehr als 2013. Dem Ziel des Unternehmens, die Emissionen von Klimagasen bis 2020 um 25 Prozent gegenüber dem Niveau des Jahres 2008 zu senken, ist man damit „wieder ein großes Stück näher gekommen“, so die CR-Managerin. Das Ergebnis könne sich durchaus sehen lassen. „Wir nehmen unser Klimaziel sehr ernst.“

Dass lässt sich auch im südafrikanischen Pinetown erkennen. Auf den Dächern des dortigen Produktionsstandortes von MAN Truck & Bus installierten die Bayern im vergangenen Jahr auf insgesamt 6.300 Quadratmetern Fläche eine riesige Photovoltaikanlage. Dem Unternehmen zufolge erzeugt sie pro Jahr rund 810.000 Kilowattstunden Strom. Teile davon, sagt Benkert, würden an die Bevölkerung weitergegeben. Zusätzlich vermeidet das Werk jährlich rund 860 Tonnen Treibhausgase. Pinetown ist damit der erste CO2-neutrale Standort des Konzerns.

Über den Bericht

MAN legt seit 2011 jährlich einen Corporate Responsibility Bericht vor. Der diesjährige Bericht entspricht den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der neuen Version G4 und informiert auf einer eigenen Microsite Analysten, Investoren, Kunden und Geschäftspartner mit Daten und Kennzahlen. Flankiert wird der GRI-Bericht vom MAN CR-Online-Journal, in dem der Konzern Highlights wie die Neuausrichtung der CR-Strategie vorstellt; außerdem vom MAN CR-Journal, das die CR-Aktivitäten des Jahres 2014 zusammenfasst.

Quelle: UmweltDialog
 

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