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CSR-Strategie

Sichere ökologische und soziale Werte schaffen

Versicherungen können dazu beitragen, dass Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger werden, wenn sie darauf achten, welche Verträge sie abschließen und welche Investments sie unterstützen. Talanx hat ihre Nachhaltigkeitsstrategie geschärft und sich den internationalen Prinzipien für verantwortliche Versicherungen und Investments verpflichtet.

29.06.2020

Sichere ökologische und soziale Werte schaffen

Wie nachhaltig Versicherungen aufgestellt sind, zeigt sich auf mindestens drei Ebenen: innerbetrieblich, beim Leistungsangebot und nicht zuletzt bei den Kapitalanlagen. Denn allein in Deutschland investieren die Versicherer laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) pro Tag rund 1,3 Milliarden Euro in Kapitalanlagen. „Versicherungsunternehmen entscheiden, ob Kapitalströme in Kohlekraft und Rüstung oder in Solaranlagen und Projekte von gesellschaftlichem Wert fließen“, schlussfolgert das Internet-Portal Utopia.

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Auch Talanx hat ihre Nachhaltigkeitsstrategie umfassend angelegt, was sich in der Beschreibung des „Purpose“, des Unternehmenszwecks, widerspiegelt. „Die Frage nach dem ‚Warum‘ (Why) hilft nicht nur im Wettbewerb um die Gunst der Kunden sowie im Kampf um die besten Talente, sondern auch am Kapitalmarkt bei Investoren. Sie entscheidet den langfristigen, nachhaltigen Erfolg von Talanx“, heißt es dazu im jüngst veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht 2019. Mehr als 4.000 Mitarbeiter nahmen zuvor an einem Beteiligungsprozess teil und brachten den Purpose auf die einprägsame Formel: „Together we take care of the unexpected and foster entrepreneurship“. Talanx will für seine Kunden auch in schwierigen Situationen da sein. Dieser Gegenseitigkeitsgedanke war schon ausschlaggebend für die Gründung des Versicherungsvereins 1903, aus dem Talanx entstand. Außerdem steht die Förderung des Unternehmertums bei Kunden und Partnern und in der Unternehmensgruppe im Mittelpunkt.

Der mittlerweile fünfte Nachhaltigkeitsbericht dokumentiert die Ausweitung des Nachhaltigkeitsengagements der Hannoveraner. Erstmals steuerten auch die Konzerntöchter in den USA und der Türkei ihre Daten zur Berichterstattung bei. Damit werden nun rund 77 Prozent der weltweit insgesamt 23.000 Mitarbeiter und circa 79 Prozent der Bruttoprämien in der Erstversicherung im Nachhaltigkeitsbericht berücksichtigt. „Wir schließen nunmehr in unsere Nachhaltigkeitsstrategie den Betrieb, die Versicherungstechnik, die Kapitalanlage und das gesellschaftliche Engagement ein“, verwies Vorstandsvorsitzender Torsten Leue bei der Berichtsvorstellung auf die verschiedenen Ebenen des Engagements.

Beitritt zu internationalen Vereinbarungen

Die gestiegenen Ansprüche in punkto Nachhaltigkeit untermauert Talanx auch durch den Beitritt zu verschiedenen internationalen Vereinbarungen. Erst im Mai schlossen sich die Hannoveraner dem UN Global Compact an. Kurz zuvor wurden die Principles for Sustainable Insurance (PSI) wie auch die Principles for Responsible Investment (PRI) unterzeichnet. Zudem unterstützt Talanx die Empfehlungen der „Task Force on Climate-related Financial Disclosures“ (TCFD) und arbeitet an deren Umsetzung. Während es bei TCFD um die Berichterstattung über klimabezogene finanzielle Chancen und Risiken geht, fordern PSI wie auch PRI von den Unterzeichnern die Beachtung von ESG-Aspekten, also von Kriterien der guten Unternehmensführung sowie ökologischer und sozialer Mindeststandards.

Konzernzentrale der Talanx AG in Hannover

Die Schärfung der Nachhaltigkeitsstrategie hat natürlich Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit von Talanx. So wurden mit dem „Responsible Underwriting Committee“ auf Vorstandsebene und dem „Responsible Investment Committee“, dessen Vorsitzender der Talanx-CFO ist, zwei Gremien geschaffen, die die Implementierung der PSI- wie auch der PRI-Standards begleiten.

Im Investment-Geschäft hat wiederum das Thema Dekarbonisierung weiter an Bedeutung gewonnen. Bis 2038 soll es laut Unternehmensmitteilung keinerlei Kapitalbeteiligungen in kohlebasierten Industrien mehr geben. Bei Neu-Investments gilt bereits seit 2019 ein Filterkriterium „Kohle“. Dies bedeutet laut Nachhaltigkeitsbericht: „Wir investieren grundsätzlich nicht mehr in Unternehmen, deren Umsatz und Erzeugungsanteil zu mehr als 25 Prozent auf Kohle basiert.“ Im 2. Halbjahr 2019 wurde eine gleichlautende Investitionshürde auch für Ölsande verabschiedet.

Stattdessen investierte Talanx nun nach eigenen Angaben bis Ende des vergangenen Jahres rund 2,5 Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte und erneuerbare Energien. Unter anderem ist Talanx mittlerweile der größte Investor bei der Finanzierung von Solarparks in Spanien. Allein 321 Millionen Euro zeichneten die Hannoveraner 2018 in eine Projektanleihe für die Zusammenfassung der beiden Windparks „Gode Wind 1“ und „Riffgrund 2“ in der Nordsee.

Immer mehr nachhaltige Versicherungsprodukte

Auch immer mehr Versicherungsprodukte von Talanx orientieren sich an ESG-Kriterien. So bietet die HDI Lebensversicherungs AG beispielsweise eine fondsgebundene Rentenversicherung an, in deren Fonds-Palette sich acht nachhaltige Fonds finden, darunter auch das Produkt „terrAssisi Aktien I AMI“. Dieser Fonds wurde aufgelegt von der hauseigenen Fondsgesellschaft „Ampega Asset Management“ in Kooperation mit den Franziskanern und investiert ausschließlich anhand strenger ethischer Kriterien, geht aus dem Nachhaltigkeitsbericht hervor. Den Kunden werden darüber hinaus auch eigene Portfolios wie das „Investment-Stabilitäts-Paket Zukunft“ und das „Managed Fund Konzept Zukunft“ angeboten. Beide Portfolios investieren ausschließlich in Unternehmen und Anleihen, deren Nachhaltigkeit regelmäßig überprüft wird.

Im B2B-Bereich bieten gerade die Industrieversicherungen von Talanx Technische Versicherungen an, um erneuerbare Energien zu fördern. Unter anderem versichert Talanx bereits Prototypenentwicklungen sowie die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen aller Größen sowie von On- und Offshore-Windparks. Gemeinsam mit dem GDV und anderen Versicherungsunternehmen und Partnern hat HDI Global SE den „Offshore Code of Practice“ (OCoP) entwickelt. Die internationale Leitlinie befasst sich mit dem Risikomanagement-Prozess von Offshore-Windparks.

Der Anspruch von Talanx ist es ausweislich des Nachhaltigkeitsberichtes auch, umweltfreundliche Verhaltensweisen seiner Kunden zu unterstützen. Ein Beispiel dafür sind Angebote für gewerbliche Kraftfahrtversicherungskunden mit Anreizen für ökologisches und sicheres Fahren. Dazu werden Kfz-Flotten der Kunden mit Telematik ausgestattet, um die Verbräuche und zurückgelegten Strecken auszuwerten. Aber auch sicherheitstechnische Beratungen, Fahrtrainings und Informationsmaterial bietet Talanx an, um die Verkehrsrisiken seiner Kunden zu senken und so Schadensfällen vorzubeugen.

Quelle: UmweltDialog
 

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