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13.07.2018

Share Economy

Mehrwert dank Mehrweg

Teilen statt besitzen – das ist der Grundsatz der Share Economy. Sie spielt in Deutschland eine immer größere Rolle. Das belegt der kontinuierlich steigende Umsatz des Share Economy-Marktes. Für den Textilserviceanbieter CWS-boco ist dieses Geschäftsmodell nicht neu. Das Unternehmen bietet seit Jahrzehnten Berufsbekleidung im Mietservice an.

Mehrwert dank Mehrweg

Das Teilen und Mieten von Produkten und Dienstleistungen ist unverzichtbar geworden. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Demnach nutzten 2017 knapp 40 Prozent der Deutschen Share Economy-Angebote. Insgesamt gehört der Markt mit einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro zu den größten in Europa – Tendenz steigend. „Die erwarteten Zuwächse bei Nutzern und Anbietern sowie die geschätzten Ausgaben pro Nutzer implizieren einen Anstieg des Share Economy-Marktvolumens in Deutschland auf 24,1 Milliarden Euro im Jahr 2018“, sagt Prof. Dr. Nikolas Beutin, verantwortlich für den Bereich Customer Practice bei PwC Europe, gegenüber der Presse. Die Share Economy habe das Potenzial, in vielen Bereichen Eigentum durch zeitweise Nutzung von Produkten und Services zu ersetzen. 

Auf den Konsum kommt es an

Es gibt derzeit mehr als 110 Onlineplattformen für den Share Economy-Markt. Für viele ist das Teilen nicht nur praktisch, sondern auch gut für das Öko-Gewissen. Doch teilen ist nicht gleich teilhaben, erklärt Dr. Gerd Scholl vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Gespräch mit UmweltDialog: „Bei gutem Sharing findet echtes Teilen statt, das heißt bereits angeschaffte Güter oder vorhandene Kapazitäten werden intensiver genutzt als vorher. So kann die Umwelt entlastet werden.“ Würden Güter extra für den Zweck des Teilens angeschafft, so Scholl, könne man dies als schlechtes Sharing bezeichnen, denn dann sei ökologisch nichts gewonnen. Das heißt: Sharing-Angebote sollten auf einen nachhaltigeren Konsum ausgerichtet sein. 

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Das erste Unternehmen, das einen umfangreichen Mietservice im textilen Mainstream-Bereich anbietet, ist Tchibo. Über Tchibo Share können Verbraucher Umstands- und Kinderkleidung, Spielzeug und Regensachen beziehen – und sind begeistert. „Dem positiven Feedback unserer Stakeholder, Kunden und Medien zufolge, haben wir mit Tchibo Share den Zeitgeist getroffen“, freut sich Nanda Bergstein, Leiterin des Bereichs Unternehmensverantwortung bei Tchibo, im Interview mit UmweltDialog. Sie sei davon überzeugt, dass angesichts der globalen Ressourcenprobleme Sharing-Angebote gesellschaftsfähig gemacht werden müssten. 

Mietservice spart Arbeit 

Nicht nur Privatpersonen, auch Unternehmen können Sharing-Angebote nutzen. CWS-boco, einer der größten deutschen Textilserviceanbieter, vermietet bereits seit Jahren Berufskleidung an Betriebe. „Der Mietservice von Textilien ist unser wichtigstes Geschäftsfeld. Die hygienische Wiederaufbereitung ist dabei ebenso wichtig wie die lange Lebensdauer der Produkte“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Über die Anschaffungskosten, Lagerung und Pflege der Stücke sowie die Organisation von Arbeitsabläufen müssen sich die Kunden keine Gedanken machen. Die Fahrer von CWS-boco holen die getragenen Sachen regelmäßig ab. In den Wäschereien sortieren Mitarbeiter die Ware und führen sie den jeweils passenden Waschprogrammen zu. Der Textilanbieter wäscht so mehr als 80 Millionen Kleidungsstücke pro Jahr. 

Der boco PSA Schweißerschutz

Im nächsten Schritt reparieren die Angestellten kaputte oder verschlissene Textilien.
Gefaltet und verpackt, bringt sie der Fahrer wieder in den Betrieb und räumt jedes Kleidungsstück in die dafür vorgesehenen Schränke ein. Auf diesen Mietkreislauf ist das Unternehmen stolz. „CWS-boco betreibt das Gegenteil des Wegwerfprinzips. Statt ressourcenintensivem Einweg liegt uns der Mehrwert als Geschäftskonzept zugrunde“, heißt es im Nachhaltigkeitsbericht der Duisburger. 

Auf Nummer sicher gehen 

Bei der Pflege und Instandhaltung von Arbeitskleidung ist der Arbeitsschutz besonders wichtig. „Nach der EU-Arbeitsschutz-Richtlinie müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Schutzausrüstung den aktuellen Anforderungen entspricht. Dazu gehört, die Schutzfunktionen regelmäßig zu kontrollieren und den maximalen Lebenszyklus der Kleidung zu überwachen“, betont Werner Münnich, Head of Central Product Management Textile Care bei CWS-boco. Waschen Mitarbeiter ihre Ausrüstung selbst, gibt es einige Risiken. Kleine Risse oder Löcher werden dabei schnell übersehen. Ein weiteres Problem ist das Waschen mit Weichspüler. Hier drohen beschädigte Reflektoren oder ein verminderter Flammschutz der Textilien. Unternehmen sollten die Arbeitskleidung daher möglichst professionell pflegen lassen, meint Münnich: „Mit unserem Mietservice haben Unternehmen eine Sorge weniger, weil wir genau dies für unsere Kunden übernehmen. Wir stellen sicher, dass die Arbeitsschutz-Richtlinie eingehalten wird.“

Quelle: UmweltDialog
 

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