17.10.2019
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04.10.2019

Circular Economy

„we care“: Telekom führt neues Nachhaltigkeitslabel ein

Die Deutsche Telekom will Nachhaltigkeit für ihre Kunden sichtbarer machen. Gelingen soll das mit dem neuen Nachhaltigkeitslabel „we care“, das Europas größtes Telekommunikationsunternehmen für seine Produkte, Services und Initiativen entwickelt hat. Erste Projekte tragen das Label schon.

„we care“: Telekom führt neues Nachhaltigkeitslabel ein

Das ist zum einen die Telekom-Initiative „Medien, aber sicher“, unter deren Dach der Dax-Konzern seine Angebote zur Förderung der Medienkompetenz bündelt. Das ist zum anderen eine Initiative, mit der die Telekom den nach eigenen Angaben ersten nachhaltigen Smartphone-Kreislauf in Deutschland etablieren will. Vorgestellt wurde beide Vorhaben und das neue Label Anfang September auf der IFA Berlin, der weltweit führenden Messe für Consumer Electronics und Home Appliances. 

Label für zwei Kategorien

Das „we care“-Logo vergibt die Telekom in den Kategorien „Digitale Teilhabe“ und „Umwelt“. Sie sind mit unterschiedlichen Grafiken gekennzeichnet, unter denen ein Slogan die jeweiligen Besonderheiten der Initiativen oder Projekte umreißt. Unter dem „we care“-Label der Initiative „Medien, aber sicher“ etwa steht ergänzend: „Souverän unterwegs im Netz“. Slogans können auch auf die Recyclinganteile eines Produktes oder deren Energieeffizienz verweisen, heißt es seitens der Telekom. 

Für den ebenfalls auf der IFA vorgestellten „Smartphone-Kreislauf“ gibt es einen solchen Slogan noch nicht – obschon die Rückgabe von Mobilgeräten für die Telekom in Deutschland bekanntes Terrain ist. Schon seit 2003 bietet der Konzern verschiedene Rückgabemöglichkeiten an. Seit 2013 können Kunden ihre gebrauchten hochwertigen Handys und Smartphones auch in den Telekom-Shops ankaufen lassen. 2018 geschah das deutschlandweit genau 187.028-mal, wie dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Bonner zu entnehmen ist. 

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Recycling und Weiternutzung steigern 

„Die Recycling- und Weiternutzungsquote für elektronische Kleingeräte ist in Deutschland zu niedrig“, heißt es darin. Mit dem jetzt eingeführten Endgeräte-Kreislauf soll sie steigen. Altgeräte werden dabei in einem zertifizierten Prozess in Zahlung gegeben, anschließend in Einzelteile zerlegt oder, wenn sie noch für die Nutzung taugen, nach einer professionellen Aufbereitung weiterverkauft. Aufgekauft, aufbereitet und mit dem „we care“-Logo versehen werden übrigens nur Geräte, die die Telekom verkauft hat. Derzeit sind das ausgewählte Handys von Samsung und Apple.

Wer ein Altgerät dieser Marken in einem Telekom-Shop in Zahlung gibt, kann sich den Erlös auf ein neues Gerät anrechnen lassen. Die aufbereiteten Geräte werden wiederverkauft, „zu einem fairen Preis“, wie es aus Bonn heißt, und in einer vollständig kompostierbaren Verpackung, die aus einem Mix aus Stärke, Zellulosefasern, Wasser und einer stabilisierenden Masse gefertigt wird. Laut Telekom ist die Verpackung mit dem „we care“-Logo auch sehr leicht, was bei deren Transport Platz spare und damit Energie.

Aufwändiges Auswahlverfahren 

Als Zertifikat wollen die Bonner ihr neues Label nicht verstanden wissen. Es sei vielmehr „ein kleiner Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz“. Um hier dem eigenen Anspruch zu genügen, wurden für die Vergabe des Labels klare Regeln aufgestellt: Beschäftigte der Telekom, die Produkte, Services oder Initiativen für „we care“ vorschlagen möchten, müssen dies ausführlich anhand eines festen Kriterienkatalogs begründen und die Nachhaltigkeitsvorteile schriftlich belegen. 

Die vorgeschlagenen Initiativen oder Projekte sollen ökoklogische, ökonomische und soziale Interessen gleichberechtigt berücksichtigen. Hat beispielsweise ein Router eine umweltfreundliche Verpackung, aber einen Stromverbrauch, der über dem vergleichbarer Produkte liegt, darf „we care“ nicht vergeben werden. Um das bewerten zu können, will die Telekom wenn möglich Vergleichsmaßstäbe heranziehen, sprich: Benchmarks ähnlicher Produkte, Services und Initiativen. 

Ethischstes Unternehmen 2018

Nachhaltigkeits-Aktivitäten transparenter machen

Über die Vergabe der Auszeichnung wachen Telekom-Expertinnen und -Experten aus dem Fachbereich Group Corporate Responsibilty. Sie prüfen jeden Vorschlag, ergänzen ihn bei Bedarf und ziehen im Zweifelsfall Fachleute hinzu, um weitere Gründe für oder gegen die Auszeichnung abzuwägen. Die Entscheidung über die Vergabe fällt dann durch das Plazet von mindestens drei unterschiedlichen Fachbereichen, wobei der Bereich ausgeschlossen wird, aus dem der Vorschlag stammt. 

Das Label soll ausdrücklich nicht anerkannte Güte-oder Qualitätssiegel wie das Umweltzeichen Blauer Engel ersetzen, das viele Festnetztelefone und alle Media Receiver der Telekom bereits tragen. Mit „we care“ will die Telekom vielmehr ihre Nachhaltigkeits-Aktivitäten transparenter machen und bekannte Siegel um eine „leicht verständliche Entscheidungshilfe ergänzen“. Der Slogan „we care“ ist bei der Telekom übrigens schon länger etabliert: Durch ein gleichnamiges Online-Magazin, in dem sich die Bonner gesellschaftlichen und ökologischen Trends widmen.

Quelle: UmweltDialog
 

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