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Klimawandel

Kyocera: Drucken ohne CO2 – geht das?

Klimafreundlich drucken: Das hat sich Kyocera auf die Fahnen geschrieben und reduziert die Treibhausgase seiner Drucker- und Multifunktionsgeräte soweit wie möglich. Alle unvermeidbaren CO2-Emissionen gleicht der Spezialist für Dokumentenmanagement durch Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte aus. Und die sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern helfen auch der Bevölkerung vor Ort.

09.07.2020

Kyocera: Drucken ohne CO2 – geht das?

„Die Schonung der natürlichen Ressourcen sowie das Thema Nachhaltigkeit sind fest in unserer Firmenphilosophie verankert, wir handeln seit jeher nach dem Ansatz ‚Vermeiden vor Vermindern vor Kompensieren‘“, erklärt Stephen Schienbein, Vertriebsdirektor bei Kyocera Document Solutions. Beim ersten Schritt „Vermeiden“ geht es zunächst darum, Treibhausgasemissionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Kyocera setzt bei seinen Druck- und Kopiersystemen hierfür auf die ECOSYS-Technologie. Diese basiert auf langlebigen Komponenten – außer dem Toner fallen keine weiteren Verbrauchsmaterialien an. So werden laut dem Unternehmen nicht nur 50 Prozent der Kosten eingespart. Das innovative System verringere auch den Abfall um 75 Prozent. Im nächsten Schritt „Reduzieren“ gilt es, den CO2-Ausstoß möglichst gering zu halten. Dazu stattet der Spezialist für Dokumentenmanagement seine Druck- und Multifunktionsgeräte standardmäßig mit einer Duplex-Einheit aus, die doppelseitiges Drucken ermöglicht und dadurch den Papierverbrauch um die Hälfte reduziert. Für die Scannerbelichtung werden in den neueren Systemen zudem stromsparende LEDs genutzt. Darüber hinaus verkleinert Kyocera das Volumen der Verpackungen so weit wie möglich und verzichtet gänzlich auf Styroporschäume. Im letzten Schritt erfolgt dann die Kompensation für alle unvermeidbaren Treibhausgasemissionen, die vor, während und nach dem Druckprozess anfallen.

Nachhaltig drucken mit „Print Green“

Print Green Urkunde

Hierfür hat Kyocera im Jahr 2013 das Programm „Print Green“ aufgesetzt und damit zunächst alle CO2-Emissionen, die im Produktlebenszyklus eines Toners entstehen, ausgeglichen. Seit Herbst 2019 sind auch alle Drucker und Multifunktionssysteme klimaneutral gestellt. Zum Geschäftsjahreswechsel im April konnte das Unternehmen so 250.000 Tonnen CO2 kompensieren. „Die Erfolge, die wir mit unserem Print Green-Programm bisher erzielt haben, zeigen, dass wir hier auf einem sehr guten Weg sind“, meint Schienbein. Zum Ausgleich der CO2-Emissionen investiert Kyocera in drei zertifizierte Klimaschutzprojekte. Sie sind alle mit dem Gold Standard ausgezeichnet, einem unabhängigen Qualitätsstandard, der 2003 unter anderem vom WWF ins Leben gerufen wurde. Projekte mit dem Gold Standard reduzieren nicht nur CO2, sondern engagieren sich auch für die nachhaltige Entwicklung der jeweiligen Projektregion.

Klimafreundliche Kocher in Kenia und auf Madagaskar

So unterstützt Kyocera in Kenia ein Kompensationsprojekt, das die Klimaschutzorganisation myclimate umsetzt. Ziel ist es, im Siaya Gebiet im Westen Kenias effiziente Kocher zu verbreiten. Traditionell wird dort auf offenem Feuer gekocht, was zu einem hohen Holzverbrauch führt. Die effizienten Kocher hingegen benötigen Angaben von myclimate zufolge 40 bis 50 Prozent weniger Feuerholz. „Zudem kann durch den besseren und effizienteren Verbrennungsprozess die Luftqualität im Innern der Haushalte deutlich verbessert werden, wovon vor allem Frauen und Kinder profitieren, da Atemwegserkrankungen reduziert werden können“, heißt es auf der Website der Klimaschutzorganisation. Finanziert werden die Kocher zum einen durch die Investitionen der myclimate-Projektpartner wie Kyocera. Zum anderen bekommen die Frauen für die andere Hälfte ein zinsloses Darlehen über lokale Spar- und Darlehensgemeinschaften. Diese „community saving and loaning groups“ helfen außerdem bei Investitionen für eine medizinische Grundversorgung oder für Schulgebühren. Durch das Projekt werden laut myclimate jährlich mehr als 144.000 Tonnen CO2 gespart.

Auch auf Madagaskar investiert Kyocera gemeinsam mit myclimate in die Herstellung und Verbreitung umweltschonender Kochgeräte. Bereits seit 2002 produziert ADES (Association pour le Développement de l'Energie Solaire), eine schweizerisch-madagassische Organisation, klimafreundliche Solarkocher und vertreibt sie günstig für die lokale Bevölkerung. 2010 kamen dann effiziente Energiesparkocher dazu, die nicht auf Sonnenenergie angewiesen sind. Das Projekt reduziert die Abholzung in Madagaskar, denn die Bevölkerung benötigt mit den Kochern weniger bis gar kein Feuerholz mehr. Über 269.000 Tonnen CO2 werden so pro Jahr eingespart, informiert myclimate. Darüber hinaus sensibilisiert ADES die lokale Bevölkerung durch regelmäßige Veranstaltungen in den Bereichen Umweltschutz, holzarmes Kochen und gesunde Ernährung. Für Schulkinder und Lehrpersonal initiierte die Organisation außerdem ein Umweltbildungsprogramm.

 
 

Saubere Energie aus Biogasanlagen in Nepal

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Etwa 80.000 Tonnen CO2 jährlich spart wiederum ein Projekt in Nepal ein. Dafür sorgen mehr als 15.000 kleine Biogasanlagen, die auf den Grundstücken von Bauernfamilien gebaut wurden. Ursprünglich vom WWF Nepal initiiert, kümmert sich nun der nepalesischen Partner BSP (Biogas Sector Partnership Nepal) um die Fortführung des Projekts. Dank der vielen kleinen Biogasanlagen reduziert sich die Nachfrage nach Feuerholz, wodurch weniger Wald gerodet und Holz verbrannt wird. So verringert sich auch der CO2-Ausstoß. Eine Biogasanlage reicht für eine Familie, die mindestens zwei Kühe oder Büffel besitzt, weiß man bei myclimate. „Der Viehmist wird mit Wasser gemischt und der Anlage zugegeben. Die anaerobe Zersetzung der organischen Substanz führt zur Bildung von Biogas, das über Rohrverbindungen in die Küche geleitet und zum Kochen verwendet wird.“ Die lokale Bevölkerung profitiert außerdem mehrfach von den Anlagen: Sie haben nicht nur Zugang zu sauberer Energie, durch Planung, Bau und Wartung der Anlagen werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Zudem können sich die Familien eine Toilette an die Anlage anschließen lassen, was die Hygiene vor Ort verbessert. Und der Gärrest aus den Anlagen lässt sich wiederum als Dünger für die Felder verwenden.

Quelle: UmweltDialog
 

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