Energiewende

Evonik in Worms powert mit Dampf

Umweltfreundlichkeit und intelligente Ressourcenverwertung fangen beim Spezialchemie-Unternehmen Evonik Industries mit den Produktionsprozessen an: Am Standort Worms wird das bei der Produktion entstandene Gas, das so genannte Armgas, nicht einfach abgefackelt. Aus Gasen und Abluft wird stattdessen im eigenen Kraftwerk Strom und Dampf erzeugt, der für den gesamten Bedarf des Werks ausreicht. Dass dies reibungslos funktioniert, dafür sorgt der konzerneigene Energiebetrieb. Zur Optimierung der Energieausbeute nahm das Unternehmen jetzt eine neue Kondensationsturbine in Betrieb.

22.08.2012

Turbineneinweihung. Foto: Evonik
Turbineneinweihung. Foto: Evonik

„Mit der neuen Turbine wird es möglich sein, 50 Tonnen Prozessdampf pro Stunde zu verstromen“, erläutert Heinz Grünig, Leiter Versorgung Mitte bei Evonik. „Sie ist für eine Leistung von 8 MW ausgelegt und wirkt am Standort Worms wie ein Lumpensammler. Nur, dass sie anstelle von Lumpen den Überschussdampf des Energiebetriebs sowie der übrigen Chemiebetriebe einsammelt und in wertvollen Strom umwandelt. Bei Volllast erwarten wir eine jährliche Stromproduktion von etwa 60.000 Megawattstunden. Dies entspricht ungefähr dem Stromverbrauch von 15.000 Haushalten oder dem Strombedarf einer mittleren Kleinstadt wie Lampertheim“, erklärt der Fachmann.

Die neue Kondensationsturbine dient sowohl dem Unweltschutz als auch der Ergebnissicherung und ist damit ein gutes Beispiel für Energie- und Kosteneffizienz. Die Kraftwerksmodernisierung wird sich schon in wenigen Jahren amortisiert haben. Das 7,6-Millionen- Euro-Projekt spart pro Jahr rund drei Millionen Euro Kosten ein für Strom, der sonst hätte zugekauft werden müssen. Nach dem Ausbau der Produktionskapazitäten hätten bis zu 50 Tonnen Dampf stündlich in die Umgebung abgelassen werden müssen. Nun ist sichergestellt, dass dieser Dampf in Strom umgewandelt wird. „Damit verbessert sich auch die CO2 Bilanz des Standortes um sechs Prozent“, unterstreicht Grünig.

Mit der Inbetriebnahme der Kondensationsturbine hat der Standort Worms gleich mehrere wichtige Ziele auf einmal erreicht:

- Reduzierung der Energiekosten durch die Eigenstromerzeugung
- Verringerung des CO2-Ausstoßes und damit Verbesserung des Carbon-Footprints der Produkte
- einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung.

„Gleichzeitig liefern wir einen kleinen Beitrag zur Verringerung des CO2-Ausstoßes für die Stadt Worms im Rahmen des Energie-Effizienz-Tisches“, ergänzt Dr. Heinz Grünig.

Neben der Kondensationsturbine hat der Standort Worms im Laufe des vergangenen Jahres weitere wichtige Modernisierungen im Kraftwerk durchgeführt. So wurde die Gasverwertung optimiert: Der Einbau eines neuen Gaskessels, die Implementierung einer neuen, leistungsfähigen Fackel sowie die Ertüchtigung zweier Hochdruckkessel waren wesentliche Meilensteine, die das Werk von Evonik in Worms jetzt dabei unterstützen, eine effiziente Energieausbeute in Kombination mit hoher Versorgungssicherheit zu erzielen.

„Insgesamt hat das Unternehmen im letzten Jahr 30 Millionen Euro in den Energiebetrieb am Standort Worms investiert. Die Maßnahmen tragen zur Nachhaltigkeitsverpflichtung des Konzerns bei und letztlich zur Standortsicherung und somit zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region. Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit bei Evonik ergänzen“, erläutert Dr. Udo Gropp, Standortleiter bei Evonik in Worms, abschließend.

Quelle: UD / pm
 

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