19.09.2019
Diese Webseite verwendet Session-Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung dieser zu. Über den Button können Sie diesen Hinweis schließen.
Erklärung zum Datenschutz

29.06.2018

Biodiversität

Kyocera Natour-Guide öffnet Wanderern die Augen

Kyocera hat gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Journalisten Manuel Andrack einen Flusswanderführer der besonderen Art aufgelegt: Die darin vorgestellten Flusswanderstrecken vermitteln neben der Freude am Wandern auch den großen ökologischen Nutzen von Flusslandschaften für den Arten- und Hochwasserschutz. Davon hat sich UmweltDialog bei einer Wanderung durch die Urdenbacher Kämpe selbst überzeugen können.

Gelb blühende Schwertlilien am Wegesrand, ein umgestürzter Baum, auf dem sich ein Graureiher niedergelassen hat, aus der Ferne das Trommeln und Gelächter eines Grünspechts – wer sich auf Wanderschaft durch die Urdenbacher Kämpe im Süden Düsseldorfs begibt, vergisst schnell, dass er sich unweit einer der größten Metropolen Nordrhein-Westfalens befindet. Denn hat man Verkehr und Siedlungen erst einmal hinter sich gelassen, wartet eine einzigartige Auenlandschaft darauf, erkundet zu werden. Obwohl der Düsseldorfer Altrhein in Sommermonaten wenig Wasser führt, gleicht das Gebiet einer Oase mit einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt: Viele kleine Fische tummeln sich in dem langsam fließenden, warmen Gewässer. Blaugrün schimmernde Libellen sonnen sich auf den Schilfpflanzen am Flussufer. In einem Tümpel sucht ein Rostgänsepärchen schnatternd nach Nahrung. Von hoch oben aus den Wipfeln der Pappeln erklingt der unverkennbare Gesang des Pirols, der hier im Mai und Juni brütet. Abwechslungsreich geht es weiter: über einen Feldweg und durch die bunt blühenden Bürgeler Wiesen, bis nach rund sechs Kilometern der Ausgangspunkt erreicht wird.

Flusswanderungen bieten etwas in Reinkultur, was der Wanderer liebt: Abwechslung!

Diese Vielfalt hat auch den Journalisten Manuel Andrack begeistert. Für den Kyocera Natour-Guide ist er durch Deutschland gereist und hat viele Flusswanderstrecken kennengelernt. Anfangs sei er noch skeptisch gewesen, ob Flusswandern überhaupt spannend sein könne: "Ähnelt nicht ein Fluss dem anderen? Linkes Ufer, rechtes Ufer, dazwischen Wasser mit ein paar Fischen drin." Damit habe er jedoch ziemlich falsch gelegen, räumt der bekannte TV-Moderator und Autor ein. Inzwischen ist er überzeugt: "Flusswanderungen bieten etwas in Reinkultur, was der Wanderer liebt: Abwechslung!"

Biologin Elke Löpke erklärt der Wandergruppe um Manuel Andrack (ganz rechts außen) die Besonderheiten des Naturschutzgebietes Urdenbacher Kämpe.
Biologin Elke Löpke erklärt der Wandergruppe um Manuel Andrack (ganz rechts außen) die Besonderheiten des Naturschutzgebietes Urdenbacher Kämpe.

Wellness für Mensch und Natur

Dass sich die Urdenbacher Kämpe so vielfältig und artenreich zeigen, ist jedoch nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis eines langjährigen Renaturierungsprozesses. Elke Löpke, Leiterin der Biologischen Station der Stadt Düsseldorf, hat diesen Prozess begleitet: "Vor zehn Jahren glich das Gebiet noch einer Abflussrinne mit wenigen Wasserpflanzen." Durch die Renaturierung im Jahr 2014 habe sich dieses Bild nun völlig verändert. "Wellness für Mensch und Natur", nennt sie das. Als wichtigste Maßnahme wurde der ehemalige Sommerdeich, der die angrenzenden, landwirtschaftlich genutzten Felder vor Überflutungen schützen sollte und über den nun der Wanderweg verläuft, an zwei Stellen geöffnet, "sodass der Urdenbacher Altrhein die Natur zurückerobern konnte", schreibt Manuel Andrack im Kyocera Natour-Guide. Angestoßen hat dieses Projekt das deutschlandweit aktive Netzwerk "Lebendige Flüsse". Mit dem Flusswanderführer hat es sich Manuel Andrack als erfahrener Wanderer gemeinsam mit Kyocera und der Deutschen Umwelthilfe e.V. zur Aufgabe gemacht, die Projekterfolge der Initiative sichtbar und für jeden erlebbar zu machen.

20 Jahre Engagement für Flüsse

Kyocera und die Deutsche Umwelthilfe sind langjährige Partner für den Umwelt- und Naturschutz. Der in Meerbusch, ganz in der Nähe von Düsseldorf ansässige Drucker- und Kopiererhersteller unterstützt die mit der Initiative verbundenen Aktivitäten der Deutschen Umwelthilfe bereits seit 20 Jahren. "Dieses Engagement steht im Einklang mit unserer Firmenphilosophie: 'Respect the divine and love people'. Das bedeutet sinngemäß: 'Respektiere die Natur und liebe die Menschen'. Das ist bis heute Grundlage für den gesamten Konzern in allen Industriesparten", erklärt Daniela Matysiak, CSR-Beauftragte von Kyocera, die ebenfalls an dem Wanderführer mitgewirkt hat. Auch sie hat in diesem Sommer, gemeinsam mit Kyocera-Geschäftsführer Dietmar Nick und Sascha Müller-Kraenner, dem Bundesvorsitzenden der Deutschen Umwelthilfe, noch einmal die Wanderschuhe geschnürt, um sich selbst ein Bild von dem Projekterfolg am "alten" Rhein zu machen. "Wir sind stolz, dass wir zeigen können: Es gibt in Deutschland wirklich schöne Flüsse, wo man Natur erleben kann", so der Bundesvorsitzende.

Deutschlands Flüsse in bedeklichem Zustand

Das ist nicht überall so. Um die Flüsse in Deutschland steht es nicht gut. Das bestätigt auch eine Studie des Umweltbundesamtes. Demnach waren 2015 nur rund sieben Prozent der deutschen Bäche und Flüsse in einem mindestens guten ökologischen Zustand oder hatten mindestens gutes ökologisches Potenzial. Müller-Kraenner erläutert: "Oft sind Flussadern durchschnitten durch Siedlungsräume und durch Landwirtschaft, die bis an die Flüsse herangeht, was ein riesiges Problem für Tiere und Pflanzen darstellt."

Renaturierte Auenlandschaften wie die Urdenbacher Kämpe tragen nicht nur zum Natur- und Arten-, sondern auch zum Hochwasserschutz bei. Denn dort können sich die Wassermassen ungehindert in die Landschaft ergießen. Dass das in Zukunft noch wichtiger werden könnte, geht aus einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) hervor: Da es im Zuge des Klimawandels häufiger zu Extremwettersituationen wie Starkregen kommen wird, wird auch das Risiko von Überschwemmungen an Flüssen vielerorts steigen – und somit der Handlungsbedarf für die flussnahen Städte und Dörfer.

Anzeige

Hier setzt der Kyocera Natour-Guide an. Im Gegensatz zu einem normalen Wanderführer, sagt Manuel Andrack, gehe es dem Kyocera Natour-Guide um mehr: "Das Konzept ist, nicht nur zu wandern, sondern auch die Augen zu öffnen." Für die Landschaft und ihre Flora und Fauna, aber eben auch für die Besonderheit von Flusslandschaften für den Natur- und Hochwasserschutz. Das ist ihm gelungen.

Die Wander-Touren des Kyocera Natour-Guide gibt es jetzt auch in der Wander-App komoot.

 
 
Quelle: UmweltDialog
 

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette

Unsere Verantwortung/Mitgliedschaften

Logo
Serverlabel
The Global Compact
Englisch
Gold Community
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
Caring for Climate

© macondo publishing GmbH
Alle Rechte vorbehalten.

 
Lasche