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09.05.2017

Reporting

Wachstumstreiber Nachhaltigkeit: Evonik setzt auf „grüne“ Produkte

Der Essener Industriekonzern Evonik setzt mehr und mehr auf Nachhaltigkeit. Rund 50 Prozent des Umsatzes erwirtschaften die Chemiesegmente des Unternehmens bereits mit „grünen“ Produkten. 2016 gelang dem MDAX-Konzern auch dadurch der Sprung in renommierte Nachhaltigkeitsindizes. Was den Essenern im vergangenen Jahr sonst noch gelungen ist und was sie für die Zukunft planen, zeigt ihr neuer Nachhaltigkeitsbericht. UmweltDialog hat diesen näher untersucht.

Wachstumstreiber Nachhaltigkeit: Evonik setzt auf „grüne“ Produkte

Nachhaltiges Wirtschaften und verantwortungsvolles Handeln, heißt es darin, gehörten zu den Grundpfeilern des Geschäftsmodells von Evonik. Im Austausch mit Mitarbeitern, Kunden, Investoren und Geschäftspartnern erlebe man jeden Tag den „engen Zusammenhang zwischen ökologisch und sozial verantwortlichem Handeln einerseits und wirtschaftlichem Erfolg andererseits“, so Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel, der im Evonik-Vorstand für Nachhaltigkeit zuständig ist. Sie habe sich längst zu einem Wachstumstreiber und wichtigen Kriterium bei Kaufentscheidungen entwickelt.

Geltung hat dies dem Bericht zufolge beispielsweise bei Produkten mit besserer Energie- und Ressourceneffizienz, die die Kunden von Evonik, überwiegend Industrieunternehmen, nachfragen. Für Erforschung und Entwicklung entsprechender Lösungen wendete das Spezialchemieunternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 438 Millionen Euro auf. Rund 230 Patente konnten 2016 neu eingereicht werden. Über 24.500 Schutzrechte hält das Unternehmen bereits oder sind zum Patentschutz angemeldet. Für seine Innovationsstärke wurde der Konzern im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung belohnt.

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Ausgezeichnete Forschung zur „Wärmewende“

Honoriert wurde ein Verfahren, das die vollautomatische und kostengünstige Herstellung von Thermogeneratoren erlaubt. Solche Generatoren können Abwärme von technischen Geräten wie Gasthermen in Privathaushalten direkt in Strom umwandeln und damit einen Beitrag zur Energiewende leisten. Evonik konnte den Herstellungsprozess dieser Generatoren vereinfachen, wodurch sie preiswerter und rentabler werden. „Das ausgezeichnete Verfahren ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer umweltschonenden und bezahlbaren Energieversorgung“, lobte die Jury. Darüber hinaus konnten sich die Essener in dem Wettbewerb unter den fünf nachhaltigsten Großunternehmen Deutschlands platzieren.

Dass es die Essener mit der Forschung nach nachhaltigeren Produkten ernst meinen, zeigt auch der interne Innovations Award, mit dem der Konzern herausragende Leistungen seiner Ingenieure und Wissenschaftler auszeichnet. 2016 entfielen hier alle Nominierungen in der Kategorie „Neue Produkte/Systemlösungen“ auf besonders nachhaltige Produkte. Mit dabei war zum Beispiel ein synthetisches Grundöl für die Getriebe von Windturbinen, das deren Energieeffizienz und Lebensdauer erhöht oder ein neuer Zusatzstoff für die Produktion von Autoreifen, der deren Rollwiderstand minimiert und damit Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen spürbar senken kann.

Kunden Klimaschutz erleichtern

Mit Produkten, die einen Beitrag zu verbesserter Ressourceneffizienz in der Anwendung leisten, erwirtschaften die Chemiesegmente von Evonik bereits heute rund 50 Prozent ihres Umsatzes. Dazu zählen etwa Aminosäuren für die Tierernährung, Additive für Hydrauliköle und sogenannte Silane für den Oberflächenschutz von Gebäuden. Mit der Anwendung dieser und weiterer ausgewählter Produkte des Konzerns verursachten dessen Kunden den Angaben zufolge bis zum Jahr 2015 rund 93 Millionen Tonnen weniger CO2, als dies mit konventionellen Produkten möglich gewesen wäre.

2016 konnte Evonik auch seine selbst verursachten CO2-Emissionen weiter senken. Die Treibhausgasemissionen je Tonne Produktion sanken im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte. Am Standort Marl nahm zudem ein neues Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk die Arbeit auf. Es ersetzt dort einen alten Kohleblock und spart nach Unternehmensangaben jährlich bis zu 280.000 Tonnen CO2 ein, was in etwa der Menge entspricht, die eine Stadt mit 30.000 Einwohnern im Jahr ausstößt. Zusätzlich dient das Gaskraftwerk als Regelkraftwerk für die erneuerbaren Energien im Netz. Reichen Sonne und Wind nicht aus, kann es einspringen und Strom in das öffentliche Netz einspeisen.

Gute Nachhaltigkeitsnoten von Investoren

Im vergangenen Jahr konnte sich Evonik zudem erstmals in der Spitzengruppe der beiden renommierten Nachhaltigkeitsindizes „Dow Jones Sustainability Index (DJSI) World“ und auch „DJSI Europe“ platzieren. Das Investorenbündnis Carbon Disclosure Project, das weltweit detaillierte Daten über die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch von Unternehmen erhebt, zählt das Spezialchemieunternehmen darüber hinaus zu den 15 Prozent der MDAX-Unternehmen, die bei der Offenlegung dieser Daten am besten abschneiden. Der Konzern konnte damit sein ebenfalls sehr gutes Vorjahresergebnis 2016 bestätigen.

Für die Zukunft verspricht das Unternehmen weitere Verbesserungen bei der Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Eine Analyse des Nutzens der eigenen Geschäfte für mehr Nachhaltigkeit hat Evonik 2016 durchgeführt. Betrachtet wurden unter anderem Energieeinsparungen, die Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch und Abfall. Der Konzern will so den Beitrag nachhaltiger Produkte zum Geschäftserfolg messbar und damit steuerbar machen, frühzeitig mögliche Chancen und Risiken identifizieren und helfen, Evonik als nachhaltiges Investment zu positionieren.

Über den Bericht

Evonik hat seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2016 am 27. April 2017 unter dem Titel „Ungewöhnlich kreativ“ veröffentlicht. Er dokumentiert auf 108 Seiten Kennzahlen, Ziele und Informationen zu den Nachhaltigkeitsleistungen des Industriekonzerns und folgt dabei den Vorgaben der Global Reporting Initiative (GRI G4 Core). Der Nachhaltigkeitsbericht stellt gleichzeitig die Grundlage für die Fortschrittsmitteilung von Evonik an den UN Global Compact dar. Der vorliegende Bericht ist der neunte Nachhaltigkeitsbericht der Essener.

Quelle: UmweltDialog
 

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