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24.11.2015

Reporting

Tetra Pak legt Nachhaltigkeitsbericht 2015 vor

„Schützen, was gut ist“ – unter dieses Versprechen stellt der Verpackungshersteller Tetra Pak seine Arbeit. Was er dabei im vergangenen Jahr erreichen konnte, dokumentiert der nach eigenen Angaben weltweite Marktführer in Sachen Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungslösungen in seinem neuen Nachhaltigkeitsbericht. Umweltdialog hat ihn gelesen.

Tetra Pak Sustainability Update 2015

„Schützen, was gut ist“ – für den Vorstandsvorsitzenden und Präsidenten der Tetra Pak Group, den Schweden Dennis Jönsson, bedeutet das nicht nur, sichere Verarbeitungs- und Verpackungslösungen für Lebensmittel anzubieten. „Es bedeutet auch, dass wir Menschen schützen – inner- und außerhalb unseres Unternehmens. Und wir schützen die Zukunft – sowohl der Erde als auch die unserer Kunden und unsere eigene.“

„Grüne“ Lösungen für die Kundschaft

Anfang des Jahres konnte Tetra Pak auf diesem Weg einen Meilenstein erreichen. Im Januar brachte der Konzern die nach seinen Angaben erste vollständig erneuerbare Kartonverpackung der Welt in den Handel. Tetra Pak vertreibt sie unter dem Markennamen Tetra Rex und hat sie für gekühlte Milchprodukte entwickelt. Die Kartons bestehen komplett aus zuckerrohrbasiertem Kunststoff und Karton. Für den Anbau des Zuckerrohrs dienen brachliegende Weideflächen.

Auf eine bessere Ökobilanz zahlt auch eine neue Abfüllanlage ein, die der Konzern im Sommer auf den Markt gebracht hat. Die sogenannte Tetra Pak E3-Plattform ist den Angaben zufolge die branchenweit erste, die Elektronenstrahlen statt Wasserstoffperoxid zum Sterilisieren des Verpackungsmaterials nutzt. Getränkehersteller, die das System nutzen, profitieren von einer erleichterten Wasseraufbereitung, einem geringeren Stromverbrauch und weniger anfallendem Abfall.

Abfallreduzierung und eine stetig steigende Recyclingquote hat sich der Konzern auch für die eigene Arbeit auf die Fahnen geschrieben. Bis zum Jahr 2020 will er 40 Prozent aller Kartons einer Wiederverwertung zuführen. Das entspräche einer Verdopplung der Quote des Jahres 2010. Laut Nachhaltigkeitsbericht käme die Erfüllung dieses Ziels sogar einer Verdreifachung der Quote des Jahres 2010 gleich – stellt man die seit Jahren steigende Absatzmenge in Rechnung.

Öko-Siegel und Erneuerbare im Visier

Weltweit hat Tetra Pak im vergangenen Jahr rund 651.000 Tonnen Getränkeverpackungen recycelt. Im Vorjahr waren es 623.000 Tonnen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen immer stärker auf Verpackungen, die das FSC-Label tragen, deren Grundstoffe also aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft stammen. Seit 2014 kann Tetra Pak Verpackungen mit diesem Label überall auf der Welt anbieten. Aus dem Konzern heißt es dazu, dies sei „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, ausschließlich FSC-zertifizierten Karton bei der Herstellung aller Produkte zu verwenden“.

Auf Kurs ist das Unternehmen auch beim Ziel, den Ausstoß von Klimagasen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Sie lagen zuletzt 16 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2010 – trotz eines um 14 Prozent höheren Produktionsvolumens im selben Zeitraum. Wo möglich, setzt Tetra Pak in seinen Fabriken auf erneuerbare Energien. Seit 2005 konnte der Konzern so den Ausstoß von rund 400.000 Tonnen CO2-Äquivalente vermeiden. Das entspräche den Emissionen, die sonst weltweit in einem Jahr durch die Geschäftstätigkeit des Unternehmens anfielen, so der Bericht.

Das Food for Development-Team von Tetra Pak setzte seine Bemühungen fort, Regierungen und Kunden überall auf der Welt beim Aufbau von Schulernährungsprogrammen zu unterstützen.
Das Food for Development-Team von Tetra Pak setzte seine Bemühungen fort, Regierungen und Kunden überall auf der Welt beim Aufbau von Schulernährungsprogrammen zu unterstützen.

Engagement für Menschen in ärmeren Ländern

Seit Langem weltweit aktiv ist das Unternehmen beim Aufbau von Ernährungsprogrammen in Schulen. Vergangenes Jahr profitierten davon nach Konzernangaben 66 Millionen Kinder in mehr als 50 Ländern – so viele wie nie zuvor. Sie erhielten kostenlos Milch oder andere nährstoffreiche Getränke in Tetra Paks, um etwaigen ernährungsbedingten Mangelerscheinungen vorzubeugen. Der Konzern kooperiert dazu mit Kunden und Regierungen vor Ort. Begonnen hat er dieses Engagement bereits 1962, damals in Mexiko.

Um eine langfristige Versorgung mit lokal produzierter Milch in Entwicklungsländern sicherzustellen, engagiert sich Tetra Pak zudem im Aufbau einer Wertschöpfungskette in diesem Wirtschaftszweig. Molkereizentren sollen dabei helfen, dass in diesen Ländern weniger Milch auf dem Weg von den überwiegend kleinbäuerlichen Produzenten zum Konsumenten verloren geht. Der Konzern vernetzt die Kleinbauern mit größeren milchverarbeitenden Betrieben, die Sammelstationen mit Kühltanks einrichten, zu denen die Bauern zweimal täglich ihre Milch bringen können.

Das verbessert nicht nur die Versorgung der Bevölkerung vor Ort mit sicherer und bezahlbarer Milch. Auch die Milchbauern profitieren – von einer besseren Infrastruktur und von einem Wissenstransfer, der sich direkt auf die Gesundheit ihrer Tiere, ihre Produktivität und ihren Gewinn auswirkt. Insbesondere in Bangladesch konnten so erhebliche Fortschritte erzielt werden. Dort stieg das durchschnittliche Monatseinkommen von Milchbauern auf 245 US-Dollar. 2012 lag es noch zwischen 70 bis 90 US-Dollar im Monat. Ähnliche Projekte hat Tetra Pak in Kenia, Nicaragua, Sri Lanka und 2015 auch im Senegal angestoßen.

Tetra Pak-Vorstand Dennis Jönsson sagt, eine nachhaltige Geschäftstätigkeit erfordere vernetztes Denken und umfassende Zusammenarbeit. Zugleich zeigt er sich überzeugt, dass die jüngst von den Vereinten Nationen beschlossenen Nachhaltigkeitsziele für das Jahr 2030 direkte Folgen für weltweit agierende Konzerne mit sich bringen. Durch sie würden Nachhaltigkeitsthemen für Unternehmen eine noch größere Bedeutung erhalten. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Kunden auf diese Ziele hinarbeiten und die Herausforderungen bewältigen, die die Vereinten Nationen formuliert haben“, sagt der Top-Manager.

Über den Bericht

Tetra Pak hat seinen Nachhaltigkeitsbericht 2015 Anfang November veröffentlicht. Das Unternehmen stellt darin dar, was es im vergangenen Jahr in Sachen Umwelt, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung erreicht hat. Eine gekürzte Version hat der Konzern zudem beim Global Compact der Vereinten Nationen eingereicht. Sie gibt darüber Auskunft, wie Tetra Pak dessen zehn Prinzipien in seiner Unternehmensstrategie und im Unternehmensalltag umsetzt.

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Quelle: UmweltDialog
 

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