CSR-Strategie

BMW setzt voll auf Nachhaltigkeit

CEO Oliver Zipse hat auf der diesjährigen DLD-Tagung über den Nachhaltigkeitsanspruch der BMW Group gesprochen und wieso Elektromobilität nur der sichtbare Teil davon ist. Seine Rede im Wortlaut.

21.04.2021

BMW setzt voll auf Nachhaltigkeit
Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG

Guten Tag meine Damen und Herren,

bevor wir in unser Gespräch einsteigen, möchte noch ein paar Gedanken vorausschicken.

Zu Beginn des neuen Jahrzehnts haben sich die führenden Nationen der Welt zum Klimaschutz verpflichtet. Die USA sind dem Pariser Klimaschutzabkommen inzwischen wieder beigetreten. China möchte bis 2060 klimaneutral sein. Und die Europäische Union treibt den Green Deal voran.

Wie keine andere Branche ist die Mobilität das größte Vorbild für Fortschritt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Fahrzeuge und ihr Footprint haben im Alltag eine besonders hohe Sichtbarkeit. Bei BMW setzen wir voll auf Nachhaltigkeit. Wir möchten ein Vorbild sein – nicht nur mit unseren Produkten, sondern mit dem gesamten Unternehmen. Das können wir jedoch nur erreichen, indem wir unsere gesamte technologische Kompetenz nutzen.

Selbstverständlich elektrifizieren wir unsere Flotte. Aber das ist nur der sichtbare Teil dessen, was wir tun. Unser Ziel ist es, die umweltfreundlichsten E-Autos der Branche zu bauen – vom Rohmaterial über die Supply Chain und die Produktion bis hin zum Recycling. Hierzu zwei Beispiele: Unsere Lieferanten nutzen 100 Prozent Ökostrom für die Herstellung von Batteriezellen. Und unsere eigene Produktion sowie alle unsere Standorte weltweit sind 100 Prozent CO2-neutral. Wir denken aber bereits über CO2 hinaus.

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Mehr als 100 Milliarden Tonnen neuer Materialien kommen pro Jahr in die weltweite Wirtschaft. Wir müssen Wege zu einer echten Kreislaufwirtschaft finden. In unseren Fahrzeugen setzen wir zum Beispiel in bestimmten Teilen bis zu 50 Prozent Sekundäraluminium ein. Aber das reicht uns noch nicht. Mit einem neuen Entwicklungsansatz läuten wir einen Paradigmenwechsel ein: Secondary first – überall dort, wo es die Materialqualität erlaubt. Das bedeutet, wir bewerten jedes Fahrzeugteil neu unter den Gesichtspunkten: Wie können wir die Verwendung sekundärer Materialien maximieren? Wo können wir Biomaterialien oder Monomaterialien für besseres Recycling am Ende der Fahrzeuglebensdauer nutzen?

Eines ist sicher: Wir müssen bereits heute handeln, denn Maßnahmen wirken erst mit der Zeit. Wenn wir jetzt darüber nachdenken, wie ein heute produziertes Auto recycelt werden soll, dann denken wir darüber nach, was in 15 bis 20 Jahren geschieht. Bei der IAA Mobility 2021 – die hoffentlich dieses Jahr in München stattfinden wird – präsentieren wir weitere Beispiele für unseren Kreislaufansatz. Langfristig gedacht, Cradle-to-Cradle. Also von der Geburtsstunde des einen Fahrzeugs bis zu der des nächsten.

Vielen Dank.

Quelle: UD/cp
 

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