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14.11.2019

CSR-Strategie

Wenn schon ausdrucken, dann wenigstens „grün“

In Büros wird nach wie vor sehr viel ausgedruckt und kopiert. Allen Appellen zum Trotz geht der Papierverbrauch kaum zurück. Dabei können Unternehmen ihre CO2-Bilanz über die Optimierung papierintensiver Dokumentenprozesse deutlich verbessern. Kyocera bietet dafür seit Jahren das Programm Print Green an und hat es jetzt deutlich ausgeweitet.

Wenn schon ausdrucken, dann wenigstens „grün“

„Think before you print!“ Dieser Satz steht unter vielen E-Mails. Beherzigt wird er viel zu selten. Jeder Deutsche verbraucht laut Verband Deutscher Papierfabriken fast 244 Kilogramm neu produziertes Papier im Jahr und damit kaum weniger als beim „Allzeithoch“ von 253 Kilogramm zur Mitte des vorigen Jahrzehnts. 

Fast jeder zweite gefällte Baum werde zu Papier verarbeitet, beklagt der WWF. Allein für eine Tonne Druckerpapier wird das Holz von 24 Bäumen benötigt, errechnete der Papierinformationsdienst „Conservatree“. Die Herstellung dieser Menge verursacht 2,6 Tonnen CO2-Emissionen, schreibt der Bürotechnikhersteller SymQuest.

Besonders viel Papier wird in Büros verbraucht – und verschwendet. Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer, also mehr als 20 Millionen Menschen, arbeiten nach Angaben des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt zumindest zeitweilig im Büro. Glaubt man den Daten einer europäischen Vergleichsstudie, die Ipsos 2010 durchführte, ist ihre liebste Beschäftigung das Ausdrucken. 40 Blatt druckt demnach jeder deutsche Büroangestellte täglich aus. Das ist europäische Spitze! Der kontinentale Durchschnitt liegt bei 31 Ausdrucken pro Tag. Besonders besorgniserregend: Zehn dieser Ausdrucke sind unnötig.

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Optimierung von Dokumentenprozessen verbessert die CO2-Bilanz

Wie aber lässt sich der Papierverbrauch reduzieren? Das Schlüsselwort lautet Dokumentenmanagement. Damit wird nicht nur die wertvolle Ressource Papier geschont, wie Stephen Schienbein, Vertriebsdirektor von Kyocera Document Solutions Deutschland, hervorhebt: „Die Optimierung von papierintensiven Dokumentenprozessen ist ein wichtiger Hebel, um die CO2-Bilanz eines Unternehmens zu verbessern.“

Mann in Büro mit Drucker

Recht erfolgreich ist die Bürotechnikbranche bereits bei der Steigerung der Energieeffizienz ihrer Produkte. Allein zwischen 2011 und 2014 sank der Energieverbrauch von Inkjet-Druckern aller 15 im europäischen Verband „EuroVAprint“ zusammengeschlossenen Hersteller um 35,6 Prozent, berichtet die Fachzeitschrift „C.ebra“. Die Unternehmen hatten sich bei der EuroVAprint-Gründung 2011 dazu verpflichtet, den Papierverbrauch zu optimieren, die Energieeffizienz zu steigern und ihre Geräte recyclinggerechter zu konstruieren.

Auch Kyocera ist Mitglied von EuroVAprint. Der Spezialist für Dokumentenmanagement-Lösungen verpflichtet sich bereits in seinem Unternehmensleitbild zu nachhaltigem Wachstum. Erst jüngst schloss sich Kyocera deshalb auch der neuen, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten Allianz für Entwicklung und Klimaschutz an.

Vermeiden vor Vermindern vor Kompensieren

Daniela Matysiak, CSR-Beauftragte von Kyocera Document Solutions Deutschland
Daniela Matysiak, CSR-Beauftragte von Kyocera Document Solutions Deutschland

„Als Anbieter von Dokumentenmanagement-Lösungen können wir Unternehmen helfen, ihren Papierverbrauch durch einen effizienten Einsatz von Software-Lösungen zu reduzieren. Ferner fördern wir im Rahmen unserer Print Green-Initiative klimafreundliches Drucken und Kopieren“, umreißt Stephen Schienbein das Lösungsspektrum des Anbieters. Für jeden Kunden werde eine individuelle Lösung gefunden, ergänzte CSR-Managerin Daniela Matysiak kürzlich im Interview mit UmweltDialog: „Wir gehen hier nach dem Prinzip ‚Vermeiden vor Vermindern vor Kompensieren‘ vor. Wir betrachten dazu den gesamten Dokumentenprozess – von der Erstellung eines Dokuments über die Nutzung bis zur Archivierung – und schauen, wie sich dieser Prozess ökologischer und effizienter gestalten lässt.“

Bereits seit 1992 setzt der Hersteller beispielsweise auf die ECOSYS-Technologie. Damit werden nach Unternehmensangaben die Druckkosten um die Hälfte gesenkt, und die Abfallmenge sinkt sogar um 75 Prozent. Das einzige Verbrauchsmaterial der Drucker und Kopierer ist nämlich der Toner. Bildtrommel, Entwickler- und Fixiereinheit verbleiben im Gerät und müssen nicht jedes Mal ausgetauscht werden, wenn der Toner zur Neige gegangen ist.

Zusätzliche Maßnahmen, um schädliche Klimaauswirkungen zu vermeiden oder zu vermindern, sind Duplexdruck, das Ausschalten der Systeme am Abend und am Wochenende sowie der Einsatz von CO2-neutralem Papier und Ökostrom. Remote Services ermöglichen es, Störungen und Wartungen per Fernwartung mit der webbasierten Lösung KYOCERA Fleet Services zu beheben. In der Regel kann dann auf den Besuch eines Servicetechnikers verzichtet werden. Das spart wiederum Fahrtkosten sowie auch CO2.

CO2-Ersparnis wird zertifiziert

Kyocera Document Solutions Deutschland bietet seinen Kunden an, sich die CO2-Ersparnis ihrer Systeme zertifizieren zu lassen. Auch ältere Geräte, die ab dem 1. Oktober 2016 installiert wurden, können über die Environmental Services von Kyocera klimaneutral gestellt werden.

Weitere Informationen gibt es auf dieser Kyocera-Internetseite.

Alle Systeme werden mit „Print Green“ CO2-neutral gestellt

Für die trotz aller Bemühungen unvermeidlichen Ausdrucke führte Kyocera bereits 2013 in Deutschland und Österreich das Kompensationsprogramm Print Green ein, das jetzt entscheidend erweitert wurde. Wurde bislang der Original-Toner klimaneutral angeboten und die CO2-Emissionen, die durch Herstellung, Transport und Nutzung entstehen, kompensiert, wird seit Oktober 2019 das gesamte System CO2-neutral gestellt.

Das bedeutet, dass Kyocera für all seine Basissysteme außer dem Zubehör, der Software und der Ersatzteile den CO2-Fußabdruck ermittelt hat. Kompensiert werden die Emissionen bei der Rohstoffgenerierung, der Produktion, dem Transport und der Verwertung. „In Summe werden wir damit circa 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr kompensieren. Alleine können wir das aber nicht stemmen. Eine sehr moderate Preiserhöhung in Form von festen Aufschlägen für unterschiedliche Geräteklassen wird damit am 1. Oktober ebenfalls eingeführt“, kündigte Stephen Schienbein im Vorfeld an und freute sich über „nahezu uneingeschränkt positives Feedback“ der Kunden und Partner.

Fotos: Kyocera Document Solutions Deutschland / myclimate

Kompensationsprojekte in Kenia, Madagaskar und Nepal

Zur Kompensation der CO2-Emissionen unterstützt Kyocera drei Klimaschutzprojekte in Kenia, Madagaskar und Nepal. Dabei wird ausschließlich mit zertifizierten Projektentwicklern kooperiert. In Kenia wird gemeinsam mit der Organisation myclimate bereits seit mehreren Jahren ein Projekt zur Produktion und zum Vertrieb klimaneutraler Kocher betrieben. 165 feste Jobs sind dort entstanden, während über 150.000 Tonnen CO2 kompensiert wurden. In Nepal wird eine Biogasanlage installiert, damit dort mit Gas anstelle von Brennholz gekocht werden kann. Beim Projekt in Madagaskar geht es wiederum um den Bau und Vertrieb von klimafreundlichen Solarkochern, um damit der Abholzung vor Ort entgegenzuwirken.

Quelle: UmweltDialog
 

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