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28.06.2018

CSR-Strategie

Der stärkste Treiber von Nachhaltigkeit: Eigennutz

Das Thema Corporate Responsibility (CR) droht in einer Wolke aus Weltverbesserungswut, Umweltpathos und grünblauem Idealismus zu versumpfen. Dabei braucht es diese ganzen philosophischen Ansätze gar nicht. Denn für CR gibt es handfeste wirtschaftliche Argumente, an denen auch knallharte Realisten in Chefetagen Gefallen finden werden.

Der stärkste Treiber von Nachhaltigkeit: Eigennutz

Schon das Wort „Nachhaltigkeit“ kann einem sauer aufstoßen. „Nachhaltigkeit“, das sagt normalerweise kein Mensch. Was soll das sein, nachhaltig? „Nachhaltigkeit“ ist ein Modewort von Alltagsphilosophen, unter dem sich alles und nichts fassen lässt. Besser nachdenklich handeln als nachhaltig, könnte man, etwas überspitzt, sagen.

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Was wir eigentlich brauchen, ist keine Nachhaltigkeit, sondern Langfristigkeit. Unterm Strich geht es bei CR immer darum, Lebenserwartungen zu verlängern, sei es die von Biotopen oder die von Unternehmen. Deshalb muss man den Fokus nicht auf kommende Geschlechter richten. Im Vordergrund steht keineswegs die Rettung der Welt. Zunächst einmal geht es um ganz handfeste Dinge wie: Lieferketten stabil zu machen. Es geht um die Sicherung unserer wirtschaftlichen Modelle. Und dabei kann uns CR tatsächlich helfen.

Verstehen Sie uns bitte nicht falsch: Wir sind sehr wohl Idealisten. Aber wir glauben auch, dass Idealismus ohne Pragmatismus wenig Überlebenschancen hat, noch weniger als der Regenwald. Wir brauchen Hebel, mit denen wir nachhaltige Verhaltensweisen bei den Menschen implementieren. Im Idealfall ohne dass diese es merken. Und einer dieser Hebel ist nun einmal der Eigennutz.

Zwischen Idealismus und Realismus

Wir geben den Idealisten Recht, wenn sie sagen: „Was nützen Ihnen gesunde Bilanzen, wenn die Umwelt krank ist?“ Wir können aber auch den Einwand des Skeptikers verstehen: „Den Menschen interessiert nun mal eine gute Gegenwart mehr als eine bessere Zukunft.“ Darum plädieren wir für einen bodenständigen Umgang mit dem Thema. CR-Management-Lösungen müssen stets sehr präzise auf die tatsächlichen Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten sein. Dazu braucht es Erfahrung, Know-how und Augenmaß. Für die CR-Kommunikation gilt selbstverständlich das Gleiche. Der erste Schritt zur Erreichung dieser wichtigen Ziele ist, dass man sich auf Augenhöhe begibt. Hochgestochene idealistische Ansichten helfen dabei niemandem weiter außer den Freunden der gepflegten Phrase.

Die Aufgabe für CR-Experten besteht darin, den Verantwortlichen in den
Unternehmen ganz konkret aufzuzeigen, inwiefern es in ihrem wirtschaftlichen
Eigeninteresse liegt, nachhaltig zu handeln. Wer sich seine Prozesse sehr genau
hinsichtlich Energieverbrauch und Ressourcennutzung ansieht, spart am Ende des Tages bares Geld. CR ist die Kunst des effizienten Denkens.

Wer auf die Einhaltung von Standards beim Lieferketten-Management achtet, investiert in Planungssicherheit. Er verhindert, dass ihm das Spiel von Angebot und Nachfrage irgendwann entgleist. Wer hingegen Partnerschaft nur als Gewinnspannenerweiterung begreift, der muss sich nicht wundern, wenn ihm der nächste Gewinnenspannenerweiterer die Gewinne eines Tages ausspannt.

Unser CR-Management-Ansatz lässt sich darum etwa wie folgt umreißen: Wenn das, was einem Unternehmen nutzt, zugleich auch der Umwelt einen Nutzen bringt — dann haben wir eine Win-Win-Win-Situation: Die Unternehmen profitieren, die Umwelt und, last but not least, die CR-Zuständigen, denen endlich die Anerkennung und Aufmerksamkeit zuteil wird, die CR genießen sollte. Denn es ist eine gute Sache. Für uns alle.

Quelle: UD/pm
 

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