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Politik

Komma Pott kucken

Von wegen nur Kohle, Kumpels und Koksereien! „Erlebe dein grünes Wunder“ – unter diesem Motto präsentiert sich die Ruhrpott-Metropole Essen als neue Grüne Hauptstadt Europas 2017. Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen nahm die Ernennungsurkunde in einer feierlichen Zeremonie in Anwesenheit von NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, dem EU-Umweltkommissar Karmenu Vella und zahlreichen Gästen entgegen.

24.01.2017

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Podiumsdiskussion bei der Eröffnungsveranstaltung: NRW-Umweltminister Remmel, EU-Umweltkommissar Vella, Bundesumweltministerin Hendricks (von links).

Ob Baldeney-See, Margarethenhöhe, Zeche Zollverein oder Grugapark – Essen steht heute für vielfältige Natur und Kultur. Wo früher vor allem Hochöfen und Schlote das Bild der Stadt prägten, hat der Transformationsprozess der vergangenen Jahrzehnte eine grüne Stadt mit hohem Erholungswert geschaffen. Das betonte auch EU-Umweltkommissar Karmenu Vella in seiner Laudatio: Essen habe den Zuschlag als Umwelthauptstadt in diesem begehrten Wettbewerb aufgrund seiner Leistungen verdient gewonnen. „Der Wandel von einem hochgradig industrialisierten Standort zu einer der grünsten oder nachhaltigsten Städte Nordrhein-Westfalens ist beindruckend“, so der EU-Kommissar weiter.

Dieser Einschätzung schloss sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks an: „Der Strukturwandel ist hier weitestgehend bewältigt und das hat die Jury beeindruckt. “ Essen sei vor allem ein Beispiel für andere Städte, die den Strukturwandel noch vor sich haben. NRW-Umweltminister Johannes Remmel betonte, dass dies vor allem ein Verdienst der Bürgerinnen und Bürger von Essen sei, die viel zur urbanen Lebensqualität beitragen. Aber auch öffentliche Investitionen spielen eine wichtige Rolle: Essen, so Remmel weiter, stehe mit der Renaturierung der Emscher auch für eine der größten Umweltmaßnahmen Europas, bei der rund vier Milliarden Euro bis 2020 investiert werden. So werden Aspekte der Naherholung und Biodiversität zugleich gefördert und Essen als Stadt noch lebenswerter.

Eintrag ins Stahlbuch: Bundesumweltministerin Hendricks, EU-Umweltkommissar Vella, Landesumweltminister Remmel, Essens Oberbürgermeister Kufen(von links).
Eintrag ins Stahlbuch: Bundesumweltministerin Hendricks, EU-Umweltkommissar Vella, Landesumweltminister Remmel, Essens Oberbürgermeister Kufen(von links).

Wie wichtig gerade Städte für die nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfragen wie die nachhaltigen UN Entwicklungsziele (SDGs) sind, hob auch EU-Kommissar Vella hervor: „Europa ist nicht nur eine Union von 28 Staaten, sondern auch ein Zusammenschluss von tausenden Städten und Gemeinden.“ Als praktisches Beispiel führte die Bundesumweltministerin die Folgen des Klimawandels an: Früher gab es hierzulande im Schnitt acht Hitzetage pro Jahr, also Tage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius. Heute ist die Zahl auf 14 bis 16 Tage angestiegen. Städte haben aufgrund ihrer Bebauung im Schnitt vier Grad höhere Temperatur als das Umland und sind folglich davon noch stärker betroffen. Diese Hitzephasen haben schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. „Grünanlagen und Wasserflächen in der Stadt sind deshalb für das Wohlbefinden enorm wichtig“, so Ministerin Hendricks. Das gelte gerade auch für ärmere Stadtteile. Am 8. Mai will ihr Ministerium hierzu in Essen das „Weißbuch Stadtgrün“ vorstellen. Darin soll auch das Thema Umweltgerechtigkeit eine wichtige Rolle einnehmen.

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Mit dem Titel „Grüne Hauptstadt“ zeichnet die Europäische Union seit 2010 Städte aus, die eine Vorreiterrolle im umweltfreundlichen städtischen Leben einnehmen. Essen ist nach Hamburg die zweite deutsche Stadt, die ausgezeichnet wurde. Insgesamt erwarten die Besucherinnen und Besucher in 2017 über 300 Umweltaktionen sowie 200 Veranstaltungen. Zwei Höhepunkte hob Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Eröffnungszeremonie besonders hervor: So wird erstmals seit 46 Jahren der Baldeney-See wieder für Badegäste freigegeben. Im Sommer steht beim Aktionstag „Tag der Bewegung“ ganz Essen unter dem Motto nachhaltiger Mobilität, und dazu wird auch der Innenstadtring für die Fußgänger freigegeben.

Quelle: UmweltDialog
 
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