Produktion

Weihnachtsbäume nachhaltiger anbauen

Etwa 23 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume schmücken jedes Jahr die deutschen Wohnzimmer. Während die Liebe zum Baum meist nur wenige Tage anhält, vergehen im Schnitt acht bis zehn Jahre, bis ein Weihnachtsbaum bereit für den Verkauf ist. Viel Handarbeit und Pestizide sind dafür nötig. Künftig soll ein Roboter diese Arbeit übernehmen. Forscherinnen und Forscher im Projekt WeBaRo der Universität Siegen entwickeln ihn mit den Unternehmen Innok Robotics und Weihnachtsbaumkulturen Solbach.

21.11.2022

Weihnachtsbäume nachhaltiger anbauen zoom
Ein Roboter soll eine nachhaltigere Aufzucht von Weihnachtsbäumen ermöglichen.

Weihnachtsbäume sind empfindlich: Schon wenn Unkräuter oder Gräser die unteren Astreihen überwachsen, werden sie in ihrer Entwicklung gestört. Die meisten Betriebe schützen die empfindlichen Gewächse deshalb mit Pflanzenschutzmitteln und entfernen das Unkraut um die Stämme mit einer Motorsense. Außerdem düngen sie ihre Pflanzen stark. Besonders ressourcenschonend ist der konventionelle Weihnachtsbaumanbau damit bislang nicht. Doch es geht auch anders:

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Im Projekt WeBaRo mäht der Weihnachtsbaumroboter das Unkraut vollkommen selbstständig. Ähnlich funktioniert auch die zielgenaue Düngung einzelner Pflanzen, die einen reduzierten Dünger-Einsatz verspricht. Eine standortbezogene Karte sagt dem Roboter genau, wo er die Bäume eingepflanzt hat. Über Satellitendaten und ein Sensorsystem kann er sie immer wieder eigenständig ansteuern und bearbeiten. Eine echte Entlastung für die Betriebe und die Umwelt also, um die aufwendige Pflege der Baumkulturen wirtschaftlich zu stemmen.

Das Projekt WeBaRo

WeBaRo ist eines von zwölf Forschungsprojekten im Förderschwerpunkt „Gartenbau 4.0“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Über das Innovationsprogramm will das BMEL die Entwicklung von digitalen und automatisierten Lösungen im Gartenbau vorantreiben. Denn Themen wie Klimawandel und Umweltschutz stellen vielfältige Anforderungen an nachhaltige Produktions- und Wertschöpfungsketten im Gartenbau der Zukunft.

Weitere Informationen gibt es hier

Quelle: UD/fo
 

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