11.12.2018

19.09.2018

Mobilität

Güterverkehr: Wer nachhaltig wirtschaftet, fährt am besten

Umweltschutz und ökologisches Verhalten gewinnen im Güterverkehr an Bedeutung. Das bestätigt auch eine jetzt veröffentlichte Umfrage der Transportkennzeichnungs- und Ratingagentur TK’Blue.

Güterverkehr: Wer nachhaltig wirtschaftet, fährt am besten

Aus der Befragung von 50 Verladern und Spediteuren ging als wichtigstes Ergebnis hervor: 70 Prozent der Umfrageteilnehmer ist es wichtig, verlässliche Daten zur Einleitung der Reduktion von CO2-Emissionen zu bekommen. Zudem sind die befragten Unternehmen überzeugt, dass sich das Investieren in eine geringere Emission von Treibhausgasen (THG) rechnet und gut fürs Image ist.

Die wachsende Wirtschaftsleistung, insbesondere der Boom im E-Commerce, hat 2016 zu einem Mehraufkommen im Straßenverkehr geführt. Mitverantwortlich ist im besonderen Maße der Güterverkehr. 2016 war allein in Frankreich der nationale Straßengüterverkehr für rund 287 Milliarden Tonnenkilometer verantwortlich. Um diesen Wert nachhaltig zu senken, hat die Agentur TK'Blue eine kollaborative Plattform entwickelt, die die Umweltleistung von Verladern und Transportunternehmen zuverlässig misst. Ziel ist es, die Bürger und den Planeten zu schützen sowie die Wirtschaftsleistung zu verbessern.

Regulierung als Chance nutzen

Durch IT-Services wie TK'T, CO2/THG oder TK'€ unterstützt die Branche bestehende Initiativen zur Verbesserung der Geschäftsmodelle von Verladern und Spediteuren (Material, Ausrüstung und Personalschulungen, gemeinsame Nutzung von behördlichen Dokumenten). Diese Tools helfen ebenso bei der Verwaltung von Versicherungen, Zertifikaten oder Qualifikationen. Sie bieten zudem alle notwendigen Informationen zur nachhaltigen Entwicklung der Unternehmen im Sinne eines sozialen und verantwortungsvollen Handelns (Corporate Social Responsibility, kurz: CSR).

Die Umfrage

Die TK’Blue-Plattform befragte fünfzig ihrer Kunden zur Wirksamkeit ihres Messinstruments, das helfen soll, den ökologischen Fußabdruck des Güterverkehrs wirksam zu reduzieren. Verlader sind verantwortlich für ungefähr 250 Millionen Transporte von 40 Milliarden Tonnenkilometer weltweit. Das entspricht dem Versand einer Eine-Tonnen-Palette eine Millionen Male um die Erde.

Die Stichprobe

Die Anzahl der Befragten lieferte eine gute Stichproben-Verteilung für eine aussagekräftige Studie: 86 Prozent der Teilnehmer waren Verlader und 14 Prozent Frachtführer. Diese Entscheidungsträger nahmen an der Umfrage teil: Transportdirektoren (31 Prozent), CSR-Direktoren (23 Prozent), Logistikmanager (15 Prozent), QHSE-Manager ( acht Prozent) und Lieferketten-Vizepräsidenten (23 Prozent). Die Umfrage hat insbesondere zwei Punkte näher beleuchtet. Punkt eins: die Bedeutung bzw. die Notwendigkeit von einer verlässlichen Drittpartei valide Daten über die erzeugten Emissionen messen zu lassen und Punkt zwei: den betriebswirtschaftlichen Nutzen einer nachhaltigen unternehmerischen Politik.

Verlässliche Daten …

Was die Versender nach eigenen Angaben zunächst erstmal brauchen, ist eine detaillierte Messung der durch den Frachttransport erzeugten Emissionen. Dies stellt tatsächlich eine Verbesserung im Vergleich zu früheren Studien dar, die sich auf nationale Durchschnittswerte und geschätzte Anteile bezogen und den Spediteuren damit keinerlei Ansätze zur Reduzierung boten.

… die sich rechnen

Die Messung des ökologischen Fußabdrucks zeigt auch betriebliche Vorteile auf wie: bessere Kenntnis der Flotten von Transportdienstleistern, Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen bei Transportdokumenten, Reduzierung der Transportkosten und Bewältigung der gesellschaftlichen Folgen (Umweltverschmutzung, NOx, SOx, Lärm oder Staus).

Um diese Vorteile für sich nutzen zu können, setzten die Verlader folgende TK'Blue-Tools ein: CO2-/THG-Bericht (26 Prozent), Analyse über das Online-Dashboard (21 Prozent), jährlicher Ratingbericht (28 Prozent) und monatliche Tätigkeitsberichte (25 Prozent).

Anzeige

Die Ergebnisse

Laut Befragung konnten die Verlader einen Rückgang ihrer Transportkosten feststellen (30 Prozent der Befragten), ihren sozialen und ökologischen Fußabdruck verringern (20 Prozent) sowie ihre Einhaltung der Transportvorschriften verbessern (15 Prozent). Schließlich nutzen die Verlader diese Erkenntnisse auch, um effizientere Fahrzeuge auszuwählen, den Verkehrsträger zu wechseln und die Transportkosten pro Tonnenkilometer zu kontrollieren.

Quelle: UD/pm
 

Related Posts

0 Kommentare

Ihr Beitrag

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Netiquette

Unsere Verantwortung/Mitgliedschaften

Logo
Serverlabel
The Global Compact
Englisch
Gold Community
Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik
Caring for Climate

© macondo publishing GmbH
Alle Rechte vorbehalten.

 
Lasche