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17.07.2019

Circular Economy

Altholz muss getrennt werden

"Altholz sollten Unternehmen und Konsumenten schon vor der Entsorgung trennen. Dadurch kann eine höhere Qualität im Recycling erzielt werden. Der Prozess wird so nachhaltiger. Außerdem erhöht sich sowohl die Qualität als auch die Quantität des Holzes", betont Gerald Sertschnigg, Prokurist bei der Kärntner Abfallbewirtschaftung (KAB).

Altholz muss getrennt werden

Während er dies sagt, klaubt im Hintergrund ein Bagger in mühsamer Kleinarbeit einzelne Teile aus einem gewaltigen Holzhaufen. Im Zuge einer Werksbesichtigung am Dienstag erklären Sertschnigg und andere Experten, wie die Mülltrennung bei Holz funktioniert und warum sie besonders wichtig für die Umwelt ist.

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Holz für Wiederverwendung oder Brennstoff

Getrennt wird bei der KAB das Altholz in Material für die stoffliche Verwertung, das heißt die Wiederverwendung beispielsweise für Möbel und die thermische Verwertung, wo es als Brennstoff für die Energiegewinnung dient. Nur naturbelassenes Holz, das höchstens verleimt oder beschichtet wurde, eigne sich zur stofflichen Verwertung. Deswegen sei es wichtig, auch innerhalb von Holzresten Müll zu trennen, um eine nachhaltige Holznutzung zu sichern. "Die höchste Priorität muss beim Recycling liegen, Abfallbeseitigung sollte möglichst vermieden werden", warnt Sertschnigg.

In Österreich werden pro Jahr etwa eine Million Tonnen an Altholz wiederverwendet. Um den Aufwand beim Recycling möglichst gering zu halten, sollen Unternehmen und einzelne Verbraucher diese Aufteilung selbst machen. Eine neue Gesetzesnovelle, die mit dem ersten Jänner 2019 in Kraft getreten ist, macht diese Forderung zur Pflicht. Unternehmen müssen demnach Altholz nach Möglichkeit recyceln und trennen, bevor sie es zu Entsorgungsbetrieben schicken. Nur wenn der Aufwand und die Kosten unverhältnismäßig hoch sind, entfällt die Trennungspflicht vor Ort.

Recycling für Holzspanplatten wichtig

Nachdem das Altholz aufgeteilt wurde, zerkleinern die Angestellten der KAB das Material. Je kleiner die Teile sind, desto mehr davon können die Lastkraftwägen des Entsorgungsbetriebes in einer Fahrt transportieren. "Das hat natürlich auch mit Nachhaltigkeit zu tun. Wenn wir weniger Fahrten machen müssen, verringert das auch die Umweltbelastung. Dieser Prozess ist mit viel Logistik verbunden", erklärt Sertschnigg.

Das zerkleinerte Holz wandert schließlich zum Holzverarbeitungsbetrieb FunderMax. Dieser hat für beide Arten von Altholz Verwendung. Thermisches Altholz sorgt für einen großen Teil der Energie des Unternehmens. Stoffliches Altholz ist das Material, aus dem das Hauptprodukt von FunderMax stammt: Holzspanplatten, die in vor allem bei Möbelstücken zum Einsatz kommen.

"Unsere Platten bestehen zu 40 Prozent aus Altholz, mit neuer Technologie kann der Anteil bis zu 70 Prozent steigen. Die Spanplatte ist ein Recyclingprodukt, weswegen unsere Industrie mehr Recyclingholz verarbeitet, als es in Österreich auf dem Markt gibt", erläutert Alexander Klepp, Vice President Purchasing von FunderMax, gegenüber pressetext. Aufgrund des hohen Bedarfes an Altholz für Holzspanplatten sei es sehr wichtig, es richtig zu trennen.

Müll trennen lohnt sich

Petra Wieser, Geschäftsführerin des Fachverbandes für Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der Wirtschaftskammer Österreich, sieht die gesetzliche Mülltrennung bei Altholz sehr positiv. "Vor allem Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter besser für das Recycling ein. Mit dem nötigen Know-how hält sich der Aufwand in Grenzen. Außerdem lohnt es sich auf längere Sicht, Altholz zu trennen. Damit können sich Unternehmen hohe Entsorgungskosten sparen", so die Expertin im pressetext-Interview.

Quelle: UD/pte
 

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