10.12.2018

06.12.2018

Innovation & Forschung

Fossile Energie: Forscher sagen Reserven vorher

Mit einer neuen Methode lässt sich die Ergiebigkeit neu entdeckter Lagerstätten von Erdöl und Erdgas deutlich präziser abschätzen. Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT), des Shell Technology Center und der Aix-Marseille Université nutzen die Elektronentomografie. Diese liefert zahlreiche Bilder, aus denen die innere Struktur der Proben ersichtlich wird.

Fossile Energie: Forscher sagen Reserven vorher

Bei Proben von Kerogen – ein geologisches Material, in dem sich fossile Rohstoffe befinden – konnten die Forscher die Poren des Gesteins sichtbar machen. Diese wiederum lassen Rückschlüsse zu, wie viel Öl und Gas die Lagerstätte enthält. Die derart gewonnenen 3-D-Bilder des Untergrunds, die sich auf der Basis der Tomografie errechnen lassen, sind 50 Mal genauer als die mit bisherigen Methoden hergestellten. Zum Auffinden neuer Lagerstätten ist das Verfahren laut den Forschern allerdings ungeeignet.

Wichtig seien exaktere Abschätzungen der Vorräte an Erdgas, weil es der fossile Energieträger ist, der die Umwelt am wenigsten schädigt. Er sei als Überbrückung für die Zeit, in der die erneuerbaren Energien noch nicht ausreichen, unabdingbar. Fossile Energieträger entstehen über Millionen von Jahren im Untergrund aus Pflanzen. Je nach Dauer der Umwandlung entstehen Gas, Öl oder Kohle. Die neuen Bilder der Porenstruktur von Kerogen zeigen erstmals „dramatische Unterschiede“, die vom Alter abhängig sind.

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Ziel effizientere Förderung

Jüngere Kerogen-Proben haben relativ große Poren, die untereinander nicht verbunden sind. Das erschwert die Förderung fossiler Brennstoffe. Ältere Gesteine haben kleinere Poren, die miteinander verknüpft sind. Dies erhöhe die Förderbarkeit der eingeschlossenen Wertstoffe, sagt MIT-Forscher Roland Pellenq. Die neuen Bilder könnten auch Aufschluss darüber geben, wie sich die Kohlenwasserstoffe verhalten, wenn sie aus den Poren gelöst werden, also bei der Gas- und Ölförderung. Die Forscher glauben, dass sie Wege finden, den Rückgang der Fördermengen zu verlangsamen.

Quelle: UD/pte
 

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