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Lebensmittel

Unverpackt einkaufen: Greenpeace startet interaktive Deutschlandkarte

Wer verpackungsfrei einkaufen will, oder Orte kennt, an denen das möglich ist, kann jetzt auf die interaktive Deutschlandkarte von Greenpeace zugreifen. Verbraucherinnen und Verbraucher können dort entsprechende Geschäfte in ihrer Umgebung finden und auch selbst in die Karte eintragen.

28.08.2020

 
 

„Um die Plastikkrise an der Wurzel zu packen, brauchen wir viel mehr als ein symbolisches Plastiktütenverbot, wir brauchen eine echte Verpackungswende“, sagt Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin von Greenpeace. „Unsere Karte ist das interaktive Werkzeug für alle, die beim alltäglichen Einkauf Verpackungsmüll einsparen wollen.“

Die interaktive Karte soll nicht nur auf spezielle Unverpackt-Läden, die ihr gesamtes Sortiment lose anbieten, hinweisen. Auch konventionelle Bäckereien, die Brot und Brötchen in mitgebrachte Stoffbeutel füllen, oder Supermärkte, die an der Käsetheke die Vorratsbox von zuhause zum Verpacken akzeptieren, sollen Einträge erhalten.

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Mehr Verpackungsmüll in Corona-Zeit 

In Deutschland fallen nach Angaben des Bundesumweltamts (UBA) jährlich rund 20 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Mit einem Pro-Kopf-Aufkommen von fast 40 Kilogramm Plastikmüll im Jahr belegt Deutschland im europäischen Vergleich den vierten Platz hinter Luxemburg, Irland und Estland. Seit Beginn der Corona-Pandemie im März ist der Verbrauch an Kunststoffverpackungen in Privathaushalten im Monatsdurchschnitt hierzulande noch einmal um etwa zehn Prozent gestiegen. Dabei sind wiederverwendbare Verpackungen und unverpackte Lebensmittel auch in Pandemiezeiten gesundheitlich absolut unbedenklich, wie 120 internationale Expertinnen und Experten im Juni in einer Stellungnahme erklärten. Der Einzelhandel begründet die Ablehnung des verpackungsfreien Verkaufs bei Produkten wie Brot oder Käse oft mit der Angst, geltende Hygienevorschriften zu verletzen. Diese sind in Deutschland tatsächlich unklar definiert und unterliegen der Auslegung der regionalen Ordnungsämter. „Hier muss Bundesumweltministerin Svenja Schulze dringend Rechtssicherheit für den Handel schaffen“, so Wohlgemuth. „Es muss gesetzlich sichergestellt werden, dass verpackungsfreies Einkaufen in Deutschland grundsätzlich möglich ist und diejenigen, die lose Ware über die Ladentheke verkaufen, rechtlich auf der sicheren Seite stehen.” 

Einwegverpackungen stellen nicht nur nach Gebrauch ein Umweltproblem dar. Bereits die Produktion verbraucht wertvolle natürlichen Ressourcen und belastet das Klima. So besteht Plastik zu 99 Prozent aus Rohöl. Am 22. August war der diesjährige so genannte „Earth Overshoot Day” (Erdüberlastungstag), der Tag, bis zu dem weltweit so viele Ressourcen verbraucht wurden, wie innerhalb eines Jahres nachwachsen können. In diesem Jahr kommt der Erdüberlastungstag wider Erwarten etwa drei Wochen später als prognostiziert, da aufgrund der Corona-Krise weltweit weniger produziert wurde. Der Trend der vergangenen drei Jahrzehnte ist allerdings eindeutig: 1987 waren die nachwachsenden Ressourcen am 19. Dezember verbraucht, 2019 bereits am 29.Juli.

Quelle: UD/pm
 

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