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11.12.2017

Lebensmittel

Pestizidfreies Urban Farming mit Pflanztonnen

Die vertikale Pflanztonne aponix eröffnet neue Urban-Farming-Möglichkeiten: Pflanzen und Gemüse können vertikal angebaut werden – extrem platzsparend und nahe am Verbraucher. Die hyperlokale Anbaumethode ist umweltschonend und wassersparend, und wurde von der Deutschen Bank und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als "Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen" prämiert.

Pestizidfreies Urban Farming mit Pflanztonnen

Was wäre eine Metropole wie New York City ohne ihre Wolkenkratzer? Erst die vertikale Ausdehnung verleiht dem Big Apple wahre Größe. Ähnlich verhält es sich bei aponix, einem neuartigen Urban-Farming-System: Die vertikale Pflanztonne ermöglicht auf Anbauflächen unter 1000 Quadratmetern erstmals eine gewinnbringende Pflanzdichte. Wer die grünen Tonnen nutzt, setzt auf Nachhaltigkeit: Mehr Pflanzen finden Platz – und trotzdem sinkt der Wasserverbrauch um 90 Prozent. Pflanzenschutzmittel werden nicht benötigt. Zudem werden „Foodmeilen“ drastisch reduziert: also die Wege, die Nahrungsmittel zwischen Produktion und Verzehr zurücklegen. Das modulare Steck-System ermöglicht es zudem, mehrere Tonnen miteinander zu verbinden. Ein Projekt, das neue Möglichkeiten für den Lebensmittelanbau eröffnet.

Marco Tidona ist der Erfinder der Pflanztonne und Gründer des Heidelberger Start-ups aponix. Sein Interesse für Urban Farming entwickelte sich 2014, als er einige Urban Farms in New York besichtigte: „Ich habe die Lebensmittelindustrie als Außenstehender betrachtet und festgestellt, dass die bestehende Massenproduktion voller Fehler und alles andere als nachhaltig ist. Für Verbraucher bedeutet das zudem immer minderwertigere Produkte. Ich habe mich gefragt: Wie würdest du Lebensmittel herstellen, wenn du die Produktion von Grund auf neu erfinden könntest? Meine Antwort darauf war die aponix Pflanztonne.“ Tidona möchte Endverbrauchern den hyperlokalen Anbau ermöglichen und dadurch zur Ressourchenschonung und zum Umweltschutz beitragen. Nebenbei sollen sich durch den Gebrauch auch die Lebensmittelkosten für den Verbraucher minimieren, wie etwa für den Transport in und aus dem Supermarkt.

Die vertikalen Pflanztonnen ermöglichen gewinnbringenden Anbau auf kleiner Fläche.zoom
Die vertikalen Pflanztonnen ermöglichen gewinnbringenden Anbau auf kleiner Fläche.

Dringend gesucht: Neue Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft

69 Prozent des weltweit verfügbaren Frischwassers werden von der Landwirtschaft verbraucht. Der globale Wasserverbrauch wird Prognosen zufolge bis 2050 um rund 55 Prozent steigen. Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung werden 2050 voraussichtlich in Gebieten mit starkem Wasserstress leben. Schätzungsweise 20 Prozent der Grundwasserleiter weltweit gelten als übernutzt, einige davon als kritisch.

In Deutschland werden jährlich über 46.000 Tonnen Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt. Diese können andere Pflanzen- und Tierarten schädigen und das Grundwasser verschmutzen und stellen außerdem eine Gefährdung für die Artenvielfalt dar.

Alternative Ideen zum herkömmlichen Lebensmittelanbau werden also dringend benötigt. Mit aponix wurde nun beim deutschen Innovationswettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen" ein solcher Ansatz von der Deutschen Bank und der Intiative "Deutschland - Land der Ideen" prämiert.

Quelle: UD/pm
 

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