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23.05.2016

Lebensmittel

Makrele nun wieder mit MSC-Siegel

Die MINSA-Makrelenfischerei hat jetzt das MSC-Zertifikat für ihre Makrelenfänge im Nordostatlantik erhalten. Die Mackerel Industry Northern Sustainability Alliance (kurz MINSA) ist ein internationaler Zusammenschluss aus sieben Fischereiorganisationen mit über 700 Booten – vom kleinen Handleinenfischer vor der Küste bis zum Trawler auf hoher See. Die Fischereiorganisationen aus Deutschland, Norwegen, Schottland, England, Nordirland, Schweden den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Irland und Litauen konnten in der knapp zweijährigen Bewertungsphase und nach Berücksichtigung der aktuellsten Bestandsdaten und Fangquotenempfehlungen beweisen, dass sie den Makrelenbestand gemeinsam nachhaltig bewirtschaften.

Makrele nun wieder mit MSC-Siegel zoom

Ein Großteil der seit heute MSC-zertifizierten Flotte war in der Vergangenheit schon einmal zertifiziert. Allerdings wurden alle sieben MSC-Zertifikate für die Makrelenfischereien im Nordostatlantik im Jahr 2012 suspendiert, da die Fangmengen zwei Jahre lang über den wissenschaftlichen Empfehlungen lagen und den Erhalt des Makrelenbestandes zu gefährden drohten. Grund für die überhöhten Fangmengen waren unter anderem die gestiegenen Makrelenfänge von Fischereien ohne MSC-Zertifikat und die zum damaligen Zeitpunkt gescheiterten internationalen Abkommen zur gemeinsamen Nutzung des Bestandes durch mehrere Länder.

In den vergangenen sechs Jahren haben Fischereien und Regierungen der betroffenen Länder auf eine Einigung hingearbeitet, um den „Makrelenkrieg“ zu beenden. Eine akzeptable Übergangslösung zwischen der Europäischen Union, Norwegen und den Färöern teilt nun 15,6 Prozent des gesamten Makrelenfanges anderen Staaten zu, darunter Island, Grönland und Russland, die bisher nicht Teil des Abkommens sind.

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Makrelenbestand auf nachhaltigem Niveau

Stefanie Kirse, Leitern des MSC im deutschsprachigen Raum, begrüßt die Anstrengungen der zertifizierten Fischerei: „Diese MSC-Zertifizierung belegt, dass unsere Meere davon profitieren, wenn Fischereien und Regierungen über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten. Die MINSA-Makrelenfischerei war federführend bei den internationalen Verhandlungen zur gemeinsamen nachhaltigen Nutzung des Makrelenbestandes.“ Die aktuelle Übergangslösung muss bis zum Jahr 2018 in ein von allen Staaten, die den Bestand nutzen, anerkanntes Abkommen umgewandelt werden.

Außerdem muss die Gesamtfangmenge mit den wissenschaftlichen Fangempfehlungen übereinstimmen. Dies soll sicherstellen, dass der Makrelenbestand im Nordostatlantik – mit einer Biomasse von 3,62 Millionen Tonnen – auf nachhaltigem Niveau bleibt. Sollte der Bestand auf unter drei Millionen Tonnen absinken, müssen die Fischereien ihre Fänge senken, um den Bestand zu schonen.

„Wir sind in weitere Verhandlungen involviert, um das Management der Fischerei fortan zu verbessern. Mit dem MSC-Siegel können wir Verbrauchern beweisen, dass der Makrelenbestand in einem guten Zustand ist und von unseren Fischereien nachhaltig genutzt wird“, unterstreicht Ian Gatt, Koordinator der MINSA-Makrelenfischerei, die Verpflichtung der Fischereien zu einem verantwortungsvollen, vorausschauenden Management des Makrelenbestandes.

Quelle: UD/pm
 

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