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Leben & Wohnen

Mit Selbstversorgung durch die Krisenzeit

Das Coronavirus hat das Konsumverhalten vieler Menschen verändert. Aus Angst vor einer Nahrungsmittelknappheit gewinnt die Selbstversorgung in so manchem Haushalt an Bedeutung. Eigenanbau und Selbstherstellung für den alltäglichen Bedarf sind günstig, gesund und kommen der Umwelt zugute. Es spricht vieles für einen autarken Lebensstil – vorausgesetzt man geht richtig vor.

04.05.2020

Mit Selbstversorgung durch die Krisenzeit

Vorteile der Selbstversorgung

Die Selbstversorgung nach dem Vorbild der eigenen Großeltern liegt hoch im Trend. Der Wunsch nach Unabhängigkeit von der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie kommt nicht von ungefähr. Eine selbstversorgende Lebensweise bringt viele Vorteile mit sich. Man besinnt sich zurück auf die Natur, fördert die Regionalität, lebt gesünder, schützt die Umwelt und schafft Vorräte.

Durch den heimischen Anbau von Obst und Gemüse können lange Transportwege, umweltschädliche Emissionen und Verpackungsmüll vermieden werden. Bei der Eigenanzucht kann auf Pestizide und künstlichen Dünger verzichtet werden. So baut man gesunde Nahrungsmittel an und verringert gleichzeitig seinen ökologischen Fußabdruck.

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Tipps für die Selbstversorgung

Selbstversorgung in Krisenzeiten bedeutet eigenes Obst und Gemüse anzubauen, Produkte selbst herzustellen und Tiere im Garten oder auf der Weide zu halten. Allen voran steht eine gute Planung: Man muss genau wissen, wie viel man für den Eigenbedarf benötigt. Überschüsse sollten – selbst während Corona – unbedingt vermieden werden. Die folgenden Tipps helfen beim Einstieg in die Selbstversorgung.

Obst und Gemüse anzüchten

Ein eigener Garten ist für den Anbau von verschiedenen Obst- und Gemüsesorten nicht zwingend notwendig. So wachsen unter anderem Tomaten, Salat und Paprika genauso gut auf dem Balkon. Küchenkräuter können zudem auf einem sonnigen Fensterbrett angepflanzt werden. Selbst Pilze lassen sich im eigenen Keller optimal anzüchten.

Es müssen jedoch nicht immer nur regionale Vitaminlieferanten geerntet werden. Es lohnt sich beispielsweise schmackhafte Ananas zu vermehren. Die exotische Frucht ist nicht nur äußerst gesund, sondern sorgt mit ihrem hohen Serotoningehalt für gute Laune. Die folgende Infografik zeigt, wie sich Ananas in vier Schritten selbst anbauen lassen.

Ananas züchten

Brot selber backen

Brot zählt zu den Grundnahrungsmitteln und kann mit etwas Geschick selbst gebacken werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man ernährt sich gesünder und kann den Geschmack an die persönlichen Vorlieben anpassen. Für das Brot aus dem eigenen Backofen braucht es nur Wasser, Mehl, Hefe und – je nach Geschmack – Walnüsse, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne.

Alle Zutaten müssen gut miteinander vermischt werden, woraufhin der Teig eine halbe Stunde ruhen muss. Danach kann der Brotteig entweder selbst geformt oder in eine entsprechende Backform gegeben werden. Am besten schmeckt das Brot, wenn es noch warm ist – ein weiterer Vorteil beim Selberbacken.

Waschmittel und Kosmetika herstellen

Man kann sich nicht nur mit Nahrungsmitteln selbst versorgen, sondern auch mit verschiedenen Produkten aus der Drogerie. Waschmittel und Kosmetika können mit nur wenigen Zutaten und ohne großen Zeitaufwand hergestellt werden. Zum einen ist die Eigenproduktion kostengünstiger und zum anderen kann selbst über die jeweiligen Inhaltsstoffe entschieden werden.

Zur Erzeugung von Waschmittel braucht es nur geraspelte Kernseife, Waschsoda, Wasser, beliebige ätherische Öle und ein verschließbares Gefäß. Genauso wenig ist für ein selbst gemachtes Körperpeeling erforderlich. Dazu werden nur Zucker, Duftöl und Lebensmittelfarbe miteinander vermischt – schon steht weicher Haut nichts mehr im Weg. So lassen sich noch viele andere Kosmetika ganz einfach herstellen – selbst ein Deo ohne giftiges Aluminium ist möglich.

Nutztiere halten

Wenn man sich nicht ausschließlich von Grünzeug ernähren möchte, bietet sich die artgerechte Haltung von Nutztieren an. Wer einen eigenen Garten oder vielleicht sogar eine Weide besitzt, liegt damit als Selbstversorger klar im Vorteil. Zwar ist die Tierhaltung auf dem eigenen Grund und Boden mit viel Arbeit verbunden, doch man profitiert von den vielen verschiedenen tierischen Produkten.

So wird mit einem persönlichen Hühnerstall das Idyll vom Frühstücksei aus dem Garten zur Realität. Rundum glückliche Hühner brauchen einerseits viel Platz zum Scharren und Sandbaden und andererseits ein reiches Pflanzenangebot. Für ein frisches Glas Milch bieten sich Ziegen an – sie sind wesentlich genügsamer und preiswerter als Milchkühe.

Eigene Produkte sinnvoll weiterverarbeiten

Der wohl einzige Nachteil an der Selbstversorgung ist, dass sich die jeweiligen Obst und Gemüsesorten nicht das ganze Jahr über ernten lassen. Als Selbstversorger ist es deshalb mit dem Anbau und der Ernte noch nicht getan. Obst- und Gemüse aus dem Eigenanbau müssen sinnvoll weiterverarbeitet und haltbar gemacht werden. Nur so ist es möglich, auch in der kalten Jahreszeit von den Erträgen zu profitieren.
Aus diesem Grund lohnt es sich beispielsweise, Rezepte für Marmeladen, Chutneys und Saucen zu sammeln. Diese lassen sich sofort genießen und auch gut im Keller lagern. Auf diese Weise legt man sich eine Vorratshaltung an und ist in Krisenzeiten stets abgesichert. Für eine möglichst ausgewogene Ernährung empfiehlt es sich, auf Sortenvielfalt zu achten.

Corona bringt viele Veränderungen des alltäglichen Lebens mit sich. So wirkt sich die Pandemie auch auf das Konsumverhalten aus. In Krisenzeiten spielt die Selbstversorgung für viele Menschen eine immer wichtigere Rolle. Ein autarker Lebensstil nimmt nicht nur die Angst vor Nahrungsmittelknappheit, sondern schützt gleichzeitig die Umwelt.

Quelle: UD
 

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