12.12.2018

04.02.2016

Leben & Wohnen

Studie: Nachhaltige Möbel bei Deutschen im Trend

Zeig mir, wie Du wohnst, und ich sage Dir, wer Du bist. Möbel sind inzwischen nicht mehr nur einfache Gebrauchsgegenstände, sondern vielmehr auch Ausdruck der inneren Haltung. Nachhaltiger Konsum hat auch in der Möbelbranche Einzug gehalten. Der durchschnittliche Käufer nachhaltiger Möbel zeichnet sich durch ein großes Gesundheits- und Umweltbewusstsein aus und ist bereit, dafür auch einen höheren Preis zu bezahlen.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.021 Verbraucher zu Möbeln und Nachhaltigkeit befragt. Untersucht wurde neben Aspekten wie Kaufverhalten, Präferenzen bei der Möbel- und Händlerwahl, Kaufmotiven und Gütesiegeln auch die Preissensibilität im Hinblick sowohl auf konventionell hergestellte Möbel als auch auf gebrauchte, recycelte/upgecycelte, ökologisch und nachhaltig produzierte Möbel.

Den Ergebnissen der Studie zufolge sind IKEA, das Dänische Bettenlager und Poco die bekanntesten stationären Möbelhändler. Amazon, eBay und IKEA kannten die meisten Befragten im Onlinebereich. Gleichwohl werden im stationären Handel Segmüller, Möbel Kraft und IKEA am ehesten zugetraut, Möbel im Sortiment zu führen, die nachhaltig produziert werden. Im Online-Handel sind Tchibo.de, westwing.de und otto.de die relevanten Player.

Knapp drei Viertel der Deutschen erachten den Aspekt Nachhaltigkeit bei Möbeln als wichtig oder sehr wichtig. Am wichtigsten sind den Verbrauchern dabei das gute Gefühl, dass der Kauf solcher Möbel bei ihnen auslöst, die Langlebigkeit sowie Möbel, die zum eigenen Lebensstil passen. Beinahe jeder zweite Deutsche plant im kommenden Jahr einen Neukauf von nachhaltig produzierten Möbeln.

Infografik zur Studie Möbel und Nachhaltigkeit 2016.
Infografik zur Studie Möbel und Nachhaltigkeit 2016.

Transparenz schafft Vertrauen

Gegen einen Kauf von nachhaltig produzierten Möbeln sprechen insbesondere zwei Gründe: der (vermeintlich) hohe Preis sowie fehlendes Vertrauen in die angegebene nachhaltige Produktion. „Durch diverse Skandale um falsche Produktinformationen hat das Vertrauen der Verbraucher in diesem Punkt stark abgenommen. Wenn ein Unternehmen es schafft, dieses durch eine Transparenzoffensive zurückzugewinnen, werden die Verkäufe nachhaltig produzierter Möbel ansteigen“, erläutert Hannah Khan, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.

Blauer Engel bekanntestes Gütesiegel

Hilfestellung könnten dabei Gütesiegel geben: 56,5 Prozent halten Gütesiegel in der Möbelbranche für wichtig. Das mit großem Abstand bekannteste abgefragte Gütesiegel ist der Blaue Engel gefolgt vom FSC-Siegel und dem Siegel von Naturland. Das Vertrauen in die einzelnen Siegel variiert hingegen kaum. Am meisten wird im stationären Handel sowie bei spezialisierten Händlern auf Gütesiegel geachtet.

Quelle: UD/pm
 

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