11.12.2018

20.09.2016

Leben & Wohnen

Fair einkaufen

Ob Kaffee oder Tee, Kakao oder Schokolade, Blumen oder Kunsthandwerk - zum Auftakt der Fairen Woche, der größten Aktionswoche zum Fairen Handel in Deutschland vom 16. bis 30. September, erhalten Verbraucher Auskunft zu fair gehandelten Produkten. An welchen Labels diese erkennbar sind, verrät die Verbraucher Initiative.

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Fair gehandelte Produkte erfreuen sich bei Verbrauchern immer größerer Beliebtheit. Auf über eine Milliarde Euro war der Umsatz in Deutschland im Jahr 2015 gewachsen. Die Palette des Fairen Handels ist groß und in zahlreichen Weltläden, Naturkostläden, Drogerien sowie über den Versandhandel erhältlich. Auch in Supermärkte und Discounter haben faire Waren inzwischen Einzug gehalten.

Wer fair gehandelte Produkte kauft, unterstützt damit aktiv die Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen und leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Auch die Umwelt profitiert: Ein bedeutender Anteil der Zutaten fairer Produkte wird nach ökologischen Kriterien produziert. Doch sind diese Erzeugnisse nicht leicht zu erkennen, denn das Wort "fair" ist kein geschützter Begriff. Der Aufdruck auf verschiedenen Produkten kann ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Nicht immer bedeutet "fair" auf einem Siegel auch, dass ein Produkt aus einem Entwicklungs- oder Schwellenland kommt.

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Orientieren können sich Verbraucher an Labels, die anzeigen, dass bei der Herstellung eines Produkts die internationalen Fair-Handels-Standards eingehalten wurden. Eines der bekanntesten Zeichen in Deutschland ist das Fairtrade-Siegel des Dachverbands FLO e. V. (Fairtrade Labelling Organizations International). Der Verein entwickelt die strengen Kriterien für den Fairen Handel wie menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Preise und die Beachtung von Sozial- und Umweltschutzstandards. In Deutschland findet sich sein Zeichen auf über 3.000 Produkten in 42.000 Geschäften.

Daneben gibt es weitere Labels, die ebenfalls auf die internationalen Fair-Handels-Standards hinweisen. Dazu zählen beispielsweise Fairglobe, die Fairtrade-Eigenmarke des Discounters Lidl, oder das Pro Planet-Label des Handelskonzerns REWE Group, das bei den Produkten Tafelschokolade, Kakaodrink und Brotaufstriche fair gehandelte Zutaten anzeigt. Waren mit diesen Labels sind zusätzlich auch durch das Fairtrade-Siegel kenntlich gemacht.

Über den Anspruch dieser Labels hinaus geht das Zeichen GEPA fair plus des Unternehmens GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH). Damit zeigt die GEPA an, dass ihre Produkte außer den Fair-Handels-Standards auch selbst festgelegte Kriterien erfüllen, wie beispielsweise zusätzliche Länder- und Qualitätszuschläge an die Produzenten. Zudem stammen rund 75 Prozent der Produkte aus kontrolliert ökologischem Anbau und sind damit bio und fair. Verbraucher, die auf diese Siegel achten, können sich sicher sein, dass sie mit ihrem Kauf den fairen Handel unterstützen.

Mehr Informationen zu Fair-Handels-Siegeln sowie Labels aus anderen Produktgruppen bietet Europas größte Labeldatenbank unter www.label-online.de. Hier bewertet die Verbraucher Initiative seit dem Jahr 2000 die unterschiedlichen Zeichen in 16 verschiedenen Kategorien.

Quelle: UD/pm
 

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