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12.11.2019

Plastik & Müll

Wasserversorgung in Mexiko-Stadt: Ohne Plastikflaschen geht es nicht

Kunststoffabfälle in der Umwelt sind ein Problem. Oft kann man auf auf Produkte aus Plastik trotzdem nicht verzichten. So sind Plastikflaschen zum Beispiel in Mexiko-Stadt wichtig für die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser.

Wasserversorgung in Mexiko-Stadt: Ohne Plastikflaschen geht es nicht

8,9 Millionen Menschen leben in Mexiko-Stadt. Das ist ein wenig mehr als in Österreich oder der Schweiz. Der gesamte Ballungsraum hat sogar über 21 Millionen Einwohner. Damit ist Mexiko-Stadt die weltweit drittgrößte Megacity hinter Tokio und Mumbai. Und sie steht vor einer enormen Herausforderung: der Versorgung ihrer Bewohner mit Trinkwasser. Darüber berichtet die Journalistin Kathya Santoyo Zarate, Editorial Director der mexikanischen Zeitschriften „Global Energy“ und „Global Industries“ in einem Artikel der Autorin Claudia Wörner von der Kommunikationsagentur „yes or no“.

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Frisches Trinkwasser aus Plastikflaschen

Aus den Wasserhähnen fließendes Wasser ist häufig durch Sedimente oder Einfärbungen erkennbar belastet. Wenn es denn überhaupt fließt, denn im Wassernetz der Stadt kommt es immer wieder zu Störungen. 18 Prozent der Bevölkerung leben offiziell mit einer nur unregelmäßig funktionierenden Wasserversorgung. Eine andere Quelle für Wasser sind die als „Pipas“ bekannten Tankwagen. Doch die Qualität dieses Wassers ist ebenso unklar wie seine Herkunft. Durch die unregelmäßige Versorgung hat sich ein Teufelskreis herausgebildet. Die Menschen sammeln das Wasser in Kanistern auf den Dächern, sogenannten Tinaco um für den Fall gewappnet zu sein, dass die Wasserversorgung wieder mal ausfällt.

Da die Wasserversorgung so schlecht ist, verbrauchen die Bewohner von Mexiko-Stadt je nach Schätzung jährlich 250 bis 500 Liter Trinkwasser in Plastikflaschen. Es ist für sie die einzig sichere Quelle für Trinkwasser. Die Menschen nutzen es für den persönlichen Konsum – bis hin zum Kochen. Leitungswasser wird hingegen gerade noch für den Haushalt und zum Waschen verwendet.

Energierecycling als sinnvollste Option

Mexiko Stadt Panorama

Also sind Plastikflaschen in Mexiko-Stadt wichtig für das Wohl und die Gesundheit der Bewohner. Damit aus diesen Plastikflaschen kein Umweltproblem wird, muss der Abfall ordentlich entsorgt und verwertet werden. Die beste und einfachste Möglichkeit wäre hier die Sammlung und thermische Verwertung von Kunststoffabfällen. Dieses Energierecycling hat sogar einen doppelten Nutzen: Einerseits sauberes Trinkwasser für die Bevölkerung. Andererseits kann die im Kunststoff enthaltene Energie zur Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt werden.

Die Ursachen der Wasserkrise in Mexiko-Stadt

Die Wasserkrise in Mexiko-Stadt hat mehrere Ursachen. Früher lag die Metropole inmitten eines Salzwassersees, heute wird das Grundwasser abgepumpt. Seit weit über 100 Jahren wird das Wasser der Millionenstadt aus circa 300, jeweils etwa 400 Meter tiefen Brunnen gefördert. Dadurch sackt der Boden der Stadt um 30 bis 50 Zentimeter pro Jahr ein. Das hat wiederum Auswirkungen auf die unterirdischen Wasserleitungen. Sie können brechen, Abwasser darin einsickern. Über 40 Prozent des geförderten Wassers geht durch Lecks verloren. Verschärfend wirkte sich außerdem das starke Erdbeben vom 19. November 1985 aus. Es beschädigte auch das unterirdische Wasserversorgungssystem.

Quelle: UD/PM
 

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