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Klimawandel

Kohlekraftwerke werden nun umweltfreundlich

Forscher des Korea Institute of Energy Research (KIER) haben ein neues Verfahren für Kohlekraftwerke entwickelt, das den Schadstoffausstoß um bis zu 80 Prozent reduziert.

01.06.2020

Kohlekraftwerke werden nun umweltfreundlich

Die fein gemahlene Kohle oder andere fossile Brennstoffe werden in einem Reaktor herumgewirbelt wie Staub. Statt mit Luft wird sie mit einem Gemisch verbrannt, das einen hohen Anteil an Sauerstoff hat. In den Brennraum wird Kalkstein eingeblasen, der Schwefel bindet, bei Bedarf auch Harnstoff, der Stickoxide unschädlich macht.

Kraft- und Brennstoffe

Die Abgase enthalten fast nur noch CO2. Ein Teil davon wird mit dem Sauerstoff vermischt und erneut in den Reaktor geleitet. Das CO2 verhindert, dass übermäßig hohe Temperaturen entstehen. Es kann in geologische Formationen im Untergrund gepresst werden, sodass es der Atmosphäre dauerhaft entzogen bleibt. Eleganter ist es, das Klimagas mit Wasserstoff, der aus grünem Strom per Elektrolyse hergestellt wird, reagieren zu lassen. Dabei entstehen klimafreundliche Kraft- und Brennstoffe sowie Rohstoffe für die chemische Industrie. Die Verbrennung läuft bei 950 Grad Celsius ab.

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Die neue Technik lehnt sich an ein Verfahren an, das sich Vattenfall vor gut zehn Jahren als Lösung des Klimaproblems angesehen hat. Das Unternehmen baute eine Anlage, in der die Kohle nicht mit Luft, sondern mit reinem Sauerstoff verbrannt wurde. Sie wurde nach relativ kurzer Betriebszeit stillgelegt, weil die Kosten vor allem durch die Verwendung von reinem Sauerstoff zu hoch waren.

Großes Anwendungspotenzial

Der entscheidende Vorteil der beiden Verfahren ist die Reinheit der Abgase. Während das CO2 aus dem Rauch von heute üblichen Kohlekraftwerken mit hohem apparativen und energetischen Auswand abgetrennt werden muss, um es zu nutzen, liegt es bei der Verbrennung mit stark sauerstoffhaltiger Luft in hoher Konzentration vor. Eine mit 100 Kilowatt (thermisch) relativ kleine Verbrennungsanlage ist in Südkorea bereits in Betrieb. Die neue KIER-Technik könnte vor allem bei der Lösung der Klimaprobleme in Ländern wie China und Indien helfen, die für die Stromerzeugung in hohem Maß auf Kohle setzen.

Quelle: UD/pte
 

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