24.07.2019
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08.02.2019

Klimawandel

„Verantwortung muss man lernen“

Wie begeistern wir Kinder und Jugendliche für die Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit? Diese Frage stellte sich auch der Immobiliendienstleister ista und rief 2017 das Projekt „ista macht Schule“ ins Leben. Die Idee dahinter: Transparenz über Energieverbräuche in den Schulen schaffen und die Themen Umwelt- und Klimaschutz auf den Stundenplan bringen.

„Verantwortung muss man lernen“

Essen, Stockholm, Hamburg und Bristol – diese Städte ernannte die Europäische
Kommission in den letzten Jahren zur „Grünen Hauptstadt Europas“. Mit diesem Titel zeichnet sie Städte aus, die nachweislich hohe Umweltstandards erreicht haben und die weitere Verbesserung des Umweltschutzes sowie eine nachhaltige Entwicklung verfolgen. 2017 freute sich die Ruhrgebietsmetropole Essen über diesen Titel. Als damaliger Hauptsponsor rief der Immobiliendienstleister ista das Projekt „ista macht Schule“ ins Leben: „Schulen sind oftmals eine ‚Black Box’ für Energieverbräuche. Durch viele junge Nutzer und viel Bewegung innerhalb der Gebäude ist ein Bewusstsein für energieeffizientes Handeln besonders wichtig“, wissen die Verantwortlichen von ista.

Thomas Zinnöcker, CEO von ista, betont: „Ziel des Projektes ist es, nicht nur die technischen Voraussetzungen für ein transparentes Energiemanagement in den Schulen zu schaffen, sondern durch begleitende Unterrichtseinheiten die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu begeistern.“ Deshalb erhielten fünf weiterführende Essener Schulen moderne Technologie zum Messen von Energieverbräuchen. Mithilfe eines Infoscreens konnten Schüler die tagesaktuellen Verbräuche einsehen. Dabei stellte ista nicht nur die Ausrüstung zur Verfügung, sondern vermittelte zusätzlich das nötige Knowhow an die Kinder und Jugendlichen.

Ende September 2018 präsentierten die Oberstufenschüler des Gymnasiums Essen-Überruhr die Ergebnisse ihrer Projektarbeit: „Die Auswertungen der Messergebnisse zeigen, dass mit einfachen Maßnahmen in Zukunft bis zu 20 Prozent Kosten und CO2 eingespart werden können“, erklärte ista Mitarbeiter Werner Monschau, der die Schüler während des Schuljahres begleitete. „Dazu gehören beispielsweise Temperaturabsenkungen am Wochenende und in den Ferien sowie die Möglichkeit der
Heizungsregulierung durch Thermostatventile.“

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Mit Begeisterung und Engagement zum Erfolg

Das freiwillige Engagement der Mitarbeiter (Corporate Volunteering) ist eine wichtige Säule des Projekts. 2017 waren bereits mehrere ista Mitarbeiter in Essener Schulen im Einsatz. Sie unterstützten nicht nur die Oberstufenschüler bei der Projektarbeit, sondern weckten mit spielerischen Workshops auch das Interesse der jüngeren Schüler. Ein Highlight war der Besuch im Mädchengymnasium Borbeck. Das Ziel: Als „Energiedetektive“ sollten die Mädchen lernen, wie sie im Alltag Energieverschwender aufspüren und Energie sparen können. 

So sahen die Schülerinnen zum Beispiel anhand einer Wärmebildkamera, wie viel
Energie ein Wasserkocher an die Umgebung abgibt oder sie konnten mit einem
Verbrauchsmessgerät verfolgen, wie viel Energie ein Fernseher im Standby-Modus benötigt. Dabei räumte ista auch mit dem Vorurteil auf, junge Mädchen seien schwer für die sogenannten MINT-Fächer, wie Technik oder Naturwissenschaft, zu begeistern.

„Schon nach ein paar Einstiegsfragen merke ich: Die Schülerinnen sind auf Zack und ich bin wirklich tief beeindruckt, wie viel sie über den Klimawandel wissen und wie groß das Interesse für Umwelt- und Klimaschutz ist“, erzählt Heike Bordin-Knappmann, Senior Managerin Learning & Development bei ista, die sich an diesem Tag freiwillig im Mädchengymnasium engagierte und ihren Schreibtisch gegen ein Klassenzimmer eintauschte. „Damit sich zukünftig tatsächlich etwas ändert, zeigen wir den Energiedetektiven, wie die neu installierte Messtechnik beim Energiesparen helfen kann und wie sie die Heizkörper über die Thermostatventile optimal regulieren können.“

Die KlimaKiste von ista

Jugendliche konzipieren KlimaKiste

Ein wichtiger Meilenstein im Projekt „ista macht Schule“ ist die Entwicklung der „KlimaKiste“. Darin enthalten sind Messgeräte, die energetische Schwachstellen im Schulgebäude aufdecken helfen, und Lernmaterialien, um eigene Klimaschutzkonzepte für ihre Schule umzusetzen. Das Besondere: Die Inhalte der KlimaKiste wurden im November 2017 von Schülern der Gesamtschule Holsterhausen in einem Kreativworkshop zusammengestellt. Damit entspricht sie den Bedürnissen junger Menschen. Ein Highlight der Kiste, das für die Schüler unbedingt in die Kiste gehörte, ist die Solarlampe „Little Sun“: Diese wird bereits weltweit von Menschen genutzt, die in Regionen ohne funktionierendes Stromnetz leben.

Die KlimaKiste ist Teil einer bundesweiten Bildungsinitiative, die ista 2018 mit dem gemeinnützigen Verein BildungsCent e.V. ins Leben rief. Schulen in ganz Deutschland konnten sich seit Juni für eine der 100 Kisten bewerben, die im vergangenen Mai von zwei Schülerinnen der Gesamtschule Holsterhausen im Rahmen der Berliner Energietage erstmalig präsentiert wurde. „Wir freuen uns, dass die jungen Essener ihre KlimaKiste auf den Berliner Energietagen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren“, betonte Silke Ramelow, Vorstandsvorsitzende des BildungsCent e.V. damals. „Wir hoffen, dass die Initiative dadurch weiter an Schwung gewinnt und sich noch mehr Schulen in ganz Deutschland dem Projekt anschließen.“ Am Rande der Veranstaltung wurde auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf die KlimaKiste aufmerksam und zeigte sich begeistert vom Engagement der Schüler. Die bundesweite Resonanz auf die Kiste war sehr positiv: Innerhalb kürzester Zeit waren alle 100 Exemplare für Schulen reserviert.

Seit Oktober 2018 befindet sich „ista macht Schule“ in einer neuen Projektphase. Unter dem Titel „KlimaHelden“ startete ista mit dem Crowdfunding-Anbieter startnext einen Wettbewerb für mehr Klimaschutz in der Schule. Bei diesem „KlimaContest“ entwickeln Schüler Ideen für nachhaltige Projekte an ihrer Schule und präsentieren diese auf der Plattform. So sollen Unterstützer zur Finanzierung der jeweiligen Projekte gefunden werden.

Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen

Mit den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) wurden konkrete Entwicklungsziele formuliert, zu deren Erreichung Unternehmen beisteuern sollen. Auch ista verpflichtet sich dazu: „Wir wollen unseren Beitrag leisten, damit die nachfolgenden Generationen mindestens die gleichen Chancen und Zukunftsperspektiven haben, die uns heute zur Verfügung stehen“, heißt es dazu im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Konzerns. „Es ist Teil unserer nachhaltigen Unternehmensausrichtung, die Umsetzung der SDGs der Vereinten Nationen zu unterstützen.“ Mit seinem Projekt „ista macht Schule“ sensibilisiert das Unternehmen junge Menschen für einen bewussten Umgang mit Energie und fördert damit die Bildung für nachhaltige Entwicklung. So unterstützt man besonders die Ziele 4 (Hochwertige Bildung), 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).

Dieser Artikel ist im Original im Jahrbuch "Global Compact Deutschland 2018" zum Thema "Wirtschaft und Menschenrechte" erschienen.

Das Deutsche Global Compact Jahrbuch 2018 Banner
Quelle: UD/cp
 

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