12.12.2018

04.12.2018

Klimawandel

CARE zur Weltklimakonferenz: „Klimaziele mit Kohlekraft nicht erreichbar“

Zum Beginn der 24. UN-Klimakonferenz (COP24) in Polen fordert die Hilfsorganisation CARE von deutschen Regierungsvertretern ein klares Signal zur Abschaltung von Kohlekraftwerken. Die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Klimaziele sind mit Kohlekraft nicht erreichbar.

CARE zur Weltklimakonferenz: „Klimaziele mit Kohlekraft nicht erreichbar“

Sven Harmeling, Klimaexperte von CARE, kommentiert: „Seit Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens vor drei Jahren sind rund 50 Millionen Menschen durch Wetterkatastrophen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Viele dieser Katastrophen werden durch den Klimawandel verschärft. Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich schon heute heftig und immer schneller. Die zaghafte Umsetzung der Zusagen des Klimaabkommens hält damit nicht Schritt. Zwar hat die Bundesregierung mit ihrer Finanzzusage an den Grünen Klimafonds (GCF) von 1,5 Milliarden Euro ein wichtiges Zeichen gesetzt, jedoch kommt sie mit leeren Händen in Sachen Kohleausstieg zur COP24. Jedes weiterlaufende Kohlekraftwerk verschärft den Klimawandel.“

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Zu den Erwartungen an die UN-Klimakonferenz sagt Sven Harmeling: „Regierungen müssen bei der COP24, drei Jahre nach dem Pariser Abkommen, deutlich mehr unternehmen, damit der Klimaschutz an Fahrt aufnimmt. Es braucht nicht weniger als ein umfangreiches Aktionsprogramm aus kurzfristigen konkreten Maßnahmen und langfristigen Regeln zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur gerechten Lastenverteilung von Klimafolgen. Dabei ist der Klimawandel sowohl zwischenstaatlich als auch auf der Ebene der Geschlechter eine Frage der Gerechtigkeit: Besonders arme Länder leiden am meisten unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen. Frauen und Mädchen sind von den Folgen am meisten betroffen, weil ihnen das Wissen, die Ressourcen und die Rechte fehlen, ihre Lebensumstände eigenständig zu verbessern.“ 

CARE engagiert sich bei der Klimakonferenz insbesondere in den Bereichen Klimaschutz sowie Klimafolgen, Finanzierung für Entwicklungsländer, Landwirtschaft und Menschenrechte. Dabei bringt eine internationale CARE-Klimadelegation neben politischer Arbeit auch konkrete Projekterfahrungen aus den vom Klimawandel betroffenen Ländern in die Beratungen mit ein. Ein CARE-Positionspapier zur COP24 ist in englischer Originalfassung hier abrufbar.

CO2-Preisreform in der Diskussion

Eine globale CO2-Preisreform ist eine mögliche Maßnahme auf dem Weg zu den Pariser Klimazielen, die bereits zu Beginn der Konferenz stark diskutiert wird. Ein Papier zu den Eckpunkten einer CO2-Preisreform für Deutschland finden Sie hier.

Publikationen des Global Compact

Das Deutsche Global Compact Netzwerk begleitet Unternehmen in der Entwicklung langfristiger Klimastrategien und hat im Jahr 2018 drei Publikationen dazu für Unternehmen veröffentlicht:

  • Das Paper über Science Based Targets erläutert wie Unternehmen ihre Klimaziele und Klimastrategie am Pariser Klimaabkommen orientieren können
  • Zur Vorbereitung auf künftige Regulierung und Gestaltung des Übergangs in die emissionsarme Wirtschaft wurde ein Paper zum internen CO2-Preis in Unternehmen verfasst
  • Das Diskussionspapier zu Scope 3.4/3.9 gibt Praxisempfehlungen zur Datenerhebung und Berechnung von Treibhausgasemissionen aus vor- und nachgelagertem Transport und Verteilung
Quelle: UD/pm
 

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