14.11.2019
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20.06.2019

Flüchtlingshilfe

Weltflüchtlingstag: Wenig Zuflucht in wohlhabenden Ländern

Im Vorfeld des Weltflüchtlingstag am 20. Juni beklagt die Hilfsorganisation CARE die ungerechte Last, die besonders auf armen Ländern liegt und fordert mehr internationale Zusammenarbeit bei der Aufnahme von Geflüchteten und der Bekämpfung von Fluchtursachen. Laut dem aktuellen Bericht „Globale Trends“ des UN-Flüchtlingshilfswerks haben 84 Prozent aller Geflüchteten weltweit in Entwicklungsländern Zuflucht gefunden.

Weltflüchtlingstag: Wenig Zuflucht in wohlhabenden Ländern

„Das heißt schlicht und einfach: Die Ärmsten nehmen die Schwächsten auf und die Reichen schotten sich ab“, sagt CARE-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Daher sei es besonders begrüßenswert, dass erst vor einigen Tagen 13 deutsche Kommunen mit dem Projekt „Städte Sichere Häfen“ erklärt haben, auch in Zukunft eine sichere Anlaufstelle für weitere Migranten und Geflüchtete sein zu wollen und ihre Bereitschaft ausgedrückt haben, noch mehr Menschen aufzunehmen. „Aber grundsätzlich kann sich die sogenannte ‚entwickelte‘ Welt wirklich nicht damit schmücken, wie sie mit den massiv steigenden Zahlen von Frauen, Männern und Kindern umgeht, die aus ihrer Heimat vertrieben werden.“ Dass nur 16 Prozent derjenigen, die vor Gewalt, Krieg und Zerstörung fliehen, in wohlhabenden Ländern unterkommen, sei ungerecht und berge großes Konfliktpotential. Denn die ohnehin knappen Ressourcen, Arbeitsplätze und Bildungschancen in armen Nachbarländern würden durch die Aufnahme von Geflüchteten noch knapper, so Zentel.

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Am stärksten betroffen sind Frauen und Mädchen

Den Preis zahlen am Ende oft Frauen und Mädchen, die auf der Flucht den größten Gefahren ausgesetzt sind. Sie werden missbraucht und ausgebeutet, aus vermeintlichen Schutzgründen früher verheiratet, können seltener zur Schule gehen und sind besonders anfällig für Hunger und Krankheiten, da gerade Mütter meist zuletzt essen, nachdem sie sich um ihre Familie gekümmert haben. Vier Frauen berichten in klaren Worten:

  • „Wir haben fast drei Monate auf der Straße geschlafen, und ich war schwanger“, berichtet Génesis aus Venezuela.
  • „Mit zehn Jahren begann ich, in Jordanien bei einem Friseur zu arbeiten“, erzählt Marwa aus Syrien.
  • „Am selben Tag, als mein Mann getötet wurde, wurde ich vergewaltigt“, sagt Cecile aus der Demokratischen Republik Kongo.
  • „Ich verlor meine Ernte, meine Kleidung, mein Haus“, erinnert sich Lucia aus Mosambik an den Wirbelsturm Idai.

Diese vier Frauen stehen exemplarisch für die insgesamt 70,8 Millionen Menschen weltweit, die vor Naturkatastrophen, Kriegen, Hunger und Verzweiflung fliehen. Diese Woche stellt CARE ihre Stimmen in den Mittelpunkt seiner Social Media-Kanäle auf Facebook, Instagram und Twitter.

Um Flüchtlinge und ihre Gastgemeinden zu unterstützen, ist CARE auf Spenden angewiesen:

CARE Deutschland e.V.
IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40
BIC: COLSDE33
Jetzt online spenden

Quelle: UD/na
 

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