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23.02.2018

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Stockholm: Verbot für sexistische Werbung geplant

Schwedens Hauptstadt Stockholm zieht ein offizielles Verbot von sexistischer und rassistischer Außenwerbung in Erwägung. Einem "BBC"-Bericht zufolge will der Stockholmer Stadtrat voraussichtlich schon Ende Februar 2018 über das Verbot entscheiden.

Stockholm: Verbot für sexistische Werbung geplant
Stopp: Stockholm will diskriminierende Werbung verbannen.
Stopp: Stockholm will diskriminierende Werbung verbannen.

Daniel Hellden, stellvertretender Bürgermeister von Stockholm, begrüßt das geplante Verbot. "Wir sollten als Stadt nicht Teil dieser Art von Werbung sein. Ich habe eine Verantwortung gegenüber den Bürgern von Stockholm, das zu verbieten." Hellden hofft zudem, dass ein Verbot sexistischer und rassistischer Werbung auch auf andere Städte in Schweden ausgedehnt wird. "Sie bekommen ja mit, was wir hier tun", erklärt Helden. "Und sie werden auch beobachten, was die Auswirkungen sein werden."

Seit der Gründung von Reklamombudsmannen, der Werbeaufsicht in Schweden, im Jahr 2009, wurden mehr als 1.000 Beurteilungen im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen und anderen Formen der Diskriminierung inklusive Rassismus vorgenommen, wobei rund einem Drittel der Beschwerden stattgegeben wurde. Laut Kritikern sei Schweden nach dem H&M-Eklat umso mehr gezwungen, ein entsprechendes Verbot zu verhängen.

Anzeige

Transparente Entscheidungen

Hellden besteht darauf, dass sein Team einen engen Dialog mit der Werbeindustrie halten wird, wenn das Verbot in Kraft treten sollte. Er will zudem einen vollständigen Überblick darüber geben, wie es nach dem ersten Jahr der neuen Richtlinien weitergeht. "Wir werden Anzeigen nicht einfach ohne jegliche Diskussion mit dem Rest der Gemeinschaft verbieten."

Andere europäische Städte wie Paris und London haben sich bereits gegen Anzeigen mit problematischen Stereotypen ausgesprochen. Vergangenes Jahr beschloss auch der Pariser Stadtrat, entwürdigende Werbung schnell loszuwerden, nachdem eine Kampagne von Yves Saint Laurent eine heftige Kontroverse ausgelöst hatte.

Quelle: UD/pte
 

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