23.05.2019
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24.08.2018

Initiativen

Ende der Freiwilligkeit?

Der United Nations Global Compact ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Über 9.700 Unternehmen sind dem Pakt mittlerweile beigetreten. Seit diesem Jahr gelten allerdings neue Teilnahmebedingungen.

Ende der Freiwilligkeit?

Vor einigen Jahren hatte der damalige UN-Generalsekretär die ambitionierte Größe von 20.000 Mitgliedsfirmen bis 2020 ausgegeben. Dass es bisher nicht dazu gekommen ist, liegt unter anderem auch daran, dass der Global Compact eine verpflichtende jährliche Berichterstattung eingeführt hat. Der Transparenz und Redlichkeit der verbliebenen Firmen hat das sicher nicht geschadet, aber das Mitgliedswachstum sicherlich abgebremst.

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Für 2018 hatte die neue Exekutivdirektorin des UN Global Compact, Lise Kingo, eine weitere, gravierende Änderung angekündigt: Wer als Unternehmen künftig weiterhin Mitglied mit vollem Leistungsumfang bleiben möchte (Participant-Status), muss einen jährlichen Pflichtbeitrag entrichten. Die Gebühren reichen von 1.250 US Dollar für KMUs bis zu 20.000 US Dollar für Großkonzerne. Die Beteiligung an den sogenannten Action-Plattforms kostet noch einmal separat, und wer daran teilnehmen darf, entscheidet die Zentrale in New York nach eigenem Ermessen.

Für alle anderen gibt es eine „Light-Version“, die sich „Signatory-Status“ nennt und kostenlos ist. Eine gute Nachricht kommt immerhin vom hiesigen Netzwerk: Alle deutschen Unternehmen im UN Global Compact bleiben automatisch Teilnehmer des Deutschen Global Compact Netzwerkes (DGCN) und können unabhängig vom finanziellen Beitrag somit weiterhin im vollen Umfang von nationalen Lern- und Dialogformaten, Informationsangeboten und Vernetzungsmöglichkeiten profitieren.

Beide Optionen in der Übersicht:

  • Vollmitgliedschaft als „Participant“: Unternehmen dieser Kategorie erhalten Zugang zum vollen Umfang an Leistungen, Plattformen und Veranstaltungen des Global Compact und werden zu einem verpflichtenden finanziellen Beitrag aufgefordert, der sich an der Höhe des Umsatzes orientiert.
  • Basisoption „Signatory“: Teilnehmer in dieser Kategorie erhalten Zugang zu einem Basisangebot an Ressourcen und Materialien des Global Compact. Unternehmen mit einem Umsatz von über USD 50 Millionen werden aufgefordert, einen finanziellen Beitrag zu leisten, während es kleineren Unternehmen weiterhin freigestellt sein wird, eine Spende zu leisten.

Die mit den Teilnahmeoptionen verbundenen Leistungen und finanziellen Beiträge werden in nachfolgender Tabelle beschrieben:

Teilnahmeoptionen und Leistungen im Überblick

Teilnahmeoptionen und Leistungen des GC im Überblick

Dieser Artikel ist im Original im Global Compact Deutschland  2017 "Deutschland 2030 - Wie können wir die SDGs umsetzen?" erschienen.

Mehr zum Thema:

Global Compact Jahrbuch 2017
Quelle: UmweltDialog
 

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