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Neues UmweltDialog-Magazin: Sanierungsfall Globalisierung?

Warum der Welthandel sich neu erfinden muss – bitte diesmal nachhaltig. Das neue UmweltDialog-Magazin macht sich auf eine spannende Spurensuche nach den Ursprüngen der Globalisierung, was schief lief und was sich ändern wird.

18.05.2022

Neues UmweltDialog-Magazin: Sanierungsfall Globalisierung?

Der permanente Krisenmodus ist das neue Normal. Vor allem die eng verflochtene Weltwirtschaft und das, was wir gemeinhin Globalisierung nennen, muss sich neu ordnen und an vielen Stellen neu erfinden. Wir haben mit dem Weg in eine neue bipolare Struktur – transatlantischer Westen mit demokratischen Staaten auf der einen und China und Russland, die für Menschenrechtsverletzungen und Diktatur stehen, auf der anderen Seite – einen Rückschritt in der Globalisierung vor uns. Die EU hat begonnen, ihre Außenbeziehungen neu auszurichten. Aber relativ spät, wenn man sich China im Vergleich anschaut. Die Seidenstraße-Initiative zeigt, dass China eine langfristige Strategie verfolgt.

In der aktuellen Ausgabe sprechen wir über Ursachen, aber vor allem mögliche künftige Entwicklungen der Globalisierung. Der Prozess der Globalisierung ist nicht naturwüchsig, sondern wird politisch gestaltet. Technische Möglichkeiten wie die Digitalisierung oder die Verbilligung der Verkehrsströme sind nur Voraussetzungen, aber letztlich sorgt der politische Gestaltungswille dafür, dass Globalisierung tatsächlich durch eine immer intensivere wirtschaftliche Verflechtung stattfindet. Diese kann – das zeigt der Krieg in der Ukraine – auch schnell gestoppt werden.

Das hat nicht nur Folgen für Lieferketten, über die wir ausführlich sprechen, sondern auch für Nachhaltigkeit. Wird diese unterlassen, werden wir über ganz andere Fragen als bezahlbare Benzinpreise reden müssen, zum Beispiel auch über bezahlbares Wasser oder bezahlbare Nahrungsmittel.

Wer hat im Zeitalter des Anthropozäns also am ehesten die Kompetenz zur Problemlösung? Demokratie oder Autokratie? Die Suche nach Antworten für die oben genannten Probleme hat für die gesamte Menschheit hohe Priorität, und es hat den Anschein, dass Autokratien besser in der Lage sind, diese Probleme einzudämmen. Über diese Verschiebung der Akzeptanz von Autokratien einerseits und ihren Mangel an Legitimität andererseits ist viel geschrieben worden, aber einer der Hauptgründe für diesen Hype um Autokratien ist die Tatsache, dass ihre Befürworter glauben, dass das System der Autokratie in der Lage ist, Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit, globale Erwärmung, Ungleichheit, Korruption und Verlust der Artenvielfalt besser zu lösen als offene Gesellschaften.

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Deutlich wird, dass Globalisierung zwar in der Diskussion meist als Spiel um Profite und Ausbeutung begriffen wird. Aber tatsächlich greift das zu kurz: Am Ende geht es auch um die Frage, in welcher Welt wir leben wollen, mit welchen Spielregeln, mit welchen Werten und mit welchen Vorbildern.

Mit Beiträgen u.a. von
Lukas Menkhoff, Leiter der Abteilung Weltwirtschaft am DIW Berlin
Stefan Brunnhuber, Club of Rome.
Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Sanierungsfall Globalisierung?
Warum der Welthandel sich neu erfinden muss – bitte diesmal nachhaltig.

Ausgabe 17, Mai 2022
84 Seiten, broschiert, klimaneutral und FSC-zertifiziert hergestellt
ISSN 2199-1626 (digital)
ISSN 2367-4113 (Print)
Herausgeber: macondo publishing GmbH

 
 
 
 
Quelle: UD
 

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