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Klimaschutzpolitik – Das Ende der Komfortzone

In seinem neuen Buch „Klimaschutzpolitik - Das Ende der Komfortzone“ diskutiert Paul J.J. Welfens, einer der meist zitierten Wissenschaftler weltweit, neue wirtschaftliche und internationale Perspektiven zur Klimadebatte. Mit einer umfangreichen Analyse der aktuellen Gesamtlage zeigt er Lösungsvorschläge und Chancen auf, die unter anderem mit zahlreichen Grafiken und Tabellen veranschaulicht werden.

27.12.2019

Klimaschutzpolitik – Das Ende der Komfortzone

Die langfristige Erderwärmung und der Klimaschutz sind weltweit zu einem der Hauptthemen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft geworden. Die Erwartungen der Menschen an die Politik sind entsprechend gestiegen. „Allein die digitale Internetwelt sorgt dafür, dass über das Für und Wider von mehr Klimaschutzpolitik oder auch die Risiken des politischen Nichtstuns viel stärker international diskutiert wird“, sagt Paul J.J. Welfens. Der in vielen Ländern sichtbare Widerspruch zwischen zögerlicher Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik einerseits und den andererseits mahnenden Berichten der internationalen Experten-Gruppe IPCC für ein rascheres und energischeres Politikhandeln beim Klimaschutz lasse bei vielen Millionen Menschen Besorgnis um eine sichere Zukunft aufkommen: „Bei den Jugendlichen ist vor allem die Fridays-for-Future-Bewegung seit letztem Jahr ein Ausdruck dieser Klimasorgen.“ In seinem gerade bei Springer erschienenen SachbuchKlimaschutzpolitik – Das Ende der Komfortzone zeigt Paul J.J. Welfens jetzt schlüssig auf, was in Europa, Asien und Nordamerika sowie anderen Regionen nötig ist, um das Ziel einer klimaneutralen Weltwirtschaft bis 2050 zu erreichen. Am Ende November stellte der Autor gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsminister Professor Dr. Andreas Pinkwart sein Buch der Öffentlichkeit vor. 

„Die Klimainstabilität ist tatsächlich ein globales Problem, das die Menschen in rund 200 Ländern beschäftigt“, so Paul J.J. Welfens. Das gehe von den um ihren Wohn- und Landwirtschaftsraum fürchtenden Menschen auf den Fidschi-Inseln bis hin zu den informations- und bildungsmäßig gut aufgestellten westlichen Ländern plus Russland, Japan, China, Indonesien, Brasilien, Mexiko, Südafrika und Indien, die als G20-Gruppe zusammen mit anderen Ländern aktiv sind. Die traditionelle Umwelt- und Klimaschutzpolitik, die in der Vergangenheit sehr langsam über Jahre Teilergebnisse lieferte, stehe zunehmend in der Kritik. Nach Meinung des Autors sind neue langfristige Wählerinteressen entstanden, die den traditionell eher kurzfristig angelegten Politikerhorizonten entgegenstehen: „Die Widersprüche sind unübersehbar – das Ende der politischen Komfortzone ist für viele Politiker absehbar.“ In seinem Sachbuch verbindet Welfens klimapolitische Fragen und ökonomische Aspekte mit Fragen der internationalen Politikkooperation speziell bei der G20-Gruppe, aber auch bei der EU, der UN und anderen Institutionen. Dabei greift er auch die Frage auf, ob ein einzelnes EU-Land – etwa Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien – überhaupt eigenständig zu globaler Klimaschutzpolitik beitragen kann. Denn jedes einzelne Land stehe nur für ein bis zwei Prozent der globalen Kohlendioxid-Emissionen, die als kritisch für die Erderwärmung angesehen werden: „Natürlich können einzelne EU-Länder nur relativ wenig zum für 2050 angesetzten Ziel der globalen Klimaneutralität beitragen – aber die Summe aller EU-Länder oder auch der G20-Gruppe, die mit 20 Ländern letztes Jahr für 81 Prozent der CO2-Emissionen stand, kann deutliche Impulse für einen verbesserten Klimaschutz weltweit geben.“ Dabei gehe es im Kern um Innovationsdynamik und politische Kooperation.

Klimaschutzpolitik schneller, wirksamer und weniger widersprüchlich sowie verständlicher als bisher zu entwickeln, ist für Welfens eine sehr wichtige Aufgabe für die Politik der Zukunft. Im Buch präsentiert er Wege für die Wirtschaftlichkeit einer wirksamen und international angelegten Klimapolitik. Dazu gehören für ihn vernetzte breitere Emissions-Handelssysteme aller G20-Länder, begrenzte Gratiszertifikate, ein Verständnis für die Nebenwirkungen von globaler Klimaschutzpolitik inklusive Verteilungseffekte und natürlich auch das praktische Engagement des Einzelnen: „Es wird gezeigt, dass Klimapolitik, Innovationsfragen, Verteilungsaspekte und internationale Kooperationsprobleme letztendlich gleichzeitig thematisiert werden müssen, um Klimaneutralität ohne wirtschaftliche und soziale Verwerfungen erreichen zu können“.

Über den Autor

Professor Dr. Paul J.J. Welfens ist Präsident des Europäischen Instituts für Internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW) an der Universität Wuppertal, dort zudem Inhaber des Jean Monnet-Lehrstuhls für Europäische Wirtschaftsintegration und des Lehrstuhls Makroökonomik. Außerdem ist er Vorsitzender des Instituts des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte in Düsseldorf, Non-resident Senior Research Fellow am AICGS der Johns Hopkins University in Washington DC sowie IZA Research Fellow in Bonn. 2007/2008 war er Alfred Grosser Professor am Sciences Po in Paris.

Paul J.J. Welfens
Klimaschutzpolitik – Das Ende der Komfortzone
385 Seiten, Springer Verlag 2019
ISBN 978-3-658-27883-0
Preis:  19,99 Euro
Auch als eBook verfügbar

Quelle: UD/pm
 

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