CSR-Strategie

CSR/ESG im Sport: Medien mit Nachholbedarf

Medien beleuchten Nachhaltigkeitsaspekte in ihrer Berichterstattung über den Finanzsektor, den Sport oder die Medienbranche selbst recht unterschiedlich, wie Forscher der Hochschule Macromedia herausgefunden haben.

06.07.2022

CSR/ESG im Sport: Medien mit Nachholbedarf

Für ihre explorative Untersuchung haben die Experten auf fast 40.000 Artikel des Medienbeobachters pressrelations zurückgegriffen.

Finanzsektor wohlgesonnen

Auf Basis der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen haben die Wissenschaftler die Berichterstattung von Tageszeitungen, Magazinen, Branchendiensten und anderen Medien im Zeitraum von November 2020 bis Oktober 2021 untersucht. Dabei stützen sie sich auch auf Konzepte zu „Corporate Social Responsibility“ (CSR) und „Environmental Social Governance“ (ESG).

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Im Untersuchungszeitraum erscheinen am meisten Artikel mit Nachhaltigkeitsbezug in der Berichterstattung über die Finanzbranche (79,9 Prozent). Deutlich weniger gab es im Kontext Medien (14 Prozent) und Sport (6,1 Prozent). Anders als im Sport und in der Medienwirtschaft fällt die Tonalität der Berichterstattung über Nachhaltigkeit in der Finanzbranche mehrheitlich positiv aus, so die Forscher.

Wichtig für Employer Branding

Sportberichterstattung thematisiert menschenwürdige Arbeit und Produktion. In Bezug auf die Finanzbranche spielten Themen rund um das Entwicklungsziel „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ mit 46,4 Prozent eine besonders wichtige Rolle. Beim Sport stand dagegen „Menschenwürdige Arbeit und Produktion“ mit 34,1 Prozent im Vordergrund. In der Medienbranche war der wichtigste Themenbereich „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ mit 35,2 Prozent.

Kommunikation von CSR-/ESG-Aktivitäten ist den Experten nach auch wichtig für das Employer Branding. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Medien- ebenso wie die Sportbranche noch deutlichen Aufholbedarf in Sachen Nachhaltigkeitskommunikation haben. Die Finanzbranche ist dagegen sehr erfolgreich darin, Themen zu setzen; dies liegt auch an regulatorischen Vorgaben“, so
Sievert ergänzt: „Neben der gesellschaftlichen Verantwortung jedes Unternehmens ist die klare Kommunikation vorhandener CSR- und ESG-Aktivitäten zunehmend auch als Employer Branding-Maßnahme wichtig. Dabei geht es darum, als Unternehmen für Bewerbende etwa der Generation Z attraktiv zu sein“, so Forschungsleiter Florian Meißner.

Quelle: UD/pte
 

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