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13.12.2019

CSR-Strategie

Bayer stellt überarbeitete Nachhaltigkeits-Strategie vor

Nach den Monsanto-Turbulenzen stellt sich Bayer mit einer angepassten Nachhaltigkeitsstrategie neu auf. Im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen sowie mit dem Pariser Klimaabkommen hat sich das Unternehmen ambitionierte Ziele gesetzt, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

Bayer stellt überarbeitete Nachhaltigkeits-Strategie vor
Einer der stärksten Treiber des Klimawandels ist der Ausstoß von CO2-Gasen. Bayer hat sich vorgenommen, bis 2030 klimaneutral zu sein.

Die Welt sieht sich heute mit der beispiellosen Herausforderung konfrontiert, einerseits sicherzustellen, dass eine wachsende und alternde Weltbevölkerung ein selbstbestimmtes Leben führen und am Fortschritt teilhaben kann, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, dass natürliche Ressourcen nachhaltiger als bisher genutzt werden. „Die Größe unserer Geschäfte bedeutet für uns Verantwortung und Gelegenheit zugleich. Deshalb verstärken wir unsere Anstrengungen für Nachhaltigkeit jetzt deutlich“, erläutert Werner Baumann, Vorsitzender des Vorstands der Bayer AG.

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Bayer wird seine Nachhaltigkeitsziele mit dem gleichen Nachdruck verfolgen und darüber berichten wie seine Finanzziele. In die Entscheidungsprozesse des Unternehmens werden die Nachhaltigkeitsziele genauso integriert wie in die Vergütungssysteme des Vorstands und des Managements. Darüber hinaus wird Bayer einen unabhängigen Nachhaltigkeitsrat mit externen Experten ins Leben rufen. Er wird den Vorstand beraten und die Weiterentwicklung von Bayers Nachhaltigkeitsplänen kritisch begleiten.

Die verstärkten Anstrengungen von Bayer sollen dazu beitragen, mehr Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und die natürlichen Ressourcen so effizient wie möglich zu nutzen. Deshalb setzt sich Bayer die folgenden detaillierten Ziele.

Zugang zu Medikamenten und Nahrungsmitteln für Hunderte Millionen Menschen

Bayer will bis 2030 100 Millionen Kleinbauern in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen unterstützen, indem sie Zugang zu Innovationen, Wissen und Partnerschaften erhalten. Das wird dazu beitragen, die lokale Versorgung mit Nahrungsmitteln und die Bekämpfung von Armut in ländlichen Regionen zu verbessern. Heute gibt es weltweit rund 550 Millionen kleinbäuerliche Betriebe, die in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen etwa 80 Prozent der Nahrungsmittel erzeugen. Dabei kommen viele Kleinbauern nicht über die Subsistenzwirtschaft hinaus und leiden selbst an Hunger oder Unterernährung.

Im gleichen Zeitraum will Bayer 100 Millionen Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen Zugang zu einer verantwortungsvollen Familienplanung ermöglichen. Dafür will das Unternehmen umfangreiche Hilfsprogramme finanziell unterstützen und die Versorgung mit modernen Verhütungsmitteln zu erschwinglichen Preisen sicherstellen. Allein im Jahr 2019 versorgt Bayer bereits rund 40 Millionen Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen mit Verhütungsmitteln. Methoden zur Familienplanung sind für die Gesundheit, die Rechte und den ökonomischen Status von Frauen von entscheidender Bedeutung. Derzeit kann dieser Bedarf für mehr als 200 Millionen Frauen in Ländern mit geringen und mittleren Einkommen nicht gedeckt werden.

Noch immer haben viele Frauen in Entwicklungsländern keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Bayer will dies bis 2030 ändern.
Noch immer haben viele Frauen in Entwicklungsländern keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Bayer will dies bis 2030 ändern.

Grundsätzlich arbeitet das Unternehmen daran, seine Preismodelle an die Kaufkraft lokaler Märkte anzupassen und Patientenprogramme auszubauen, um die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit seiner Produkte zu erweitern. Darüber hinaus unterstützt Bayer auch weiterhin mit Produktspenden und finanzieller Hilfe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Bekämpfung vernachlässigter Tropenkrankheiten.

Zusätzlich will Bayer den Zugang zu Gesundheitsprodukten für den täglichen Gebrauch für 100 Millionen Menschen in unterversorgten Gebieten weltweit verbessern. Mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung hat heute keinen Zugang zu grundlegenden Gesundheitsdiensten, einschließlich Produkten zur Selbstversorgung. Mehr Zugang zu Self Care-Produkten und mehr Aufklärung können dabei helfen, Krankheiten zu verhindern und Gesundheitsdienste für Regionen anzubieten, in denen Selbstversorgung die einzige Option sein kann. Mit einem anfänglichen Fokus auf die Gesundheit von Frauen und einem verbesserten Zugang zu Mikronährstoffen für Schwangere und Kinder wird Bayer die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit seiner bekannten Marken erweitern und Self Care-Initiativen unterstützen.

Signifikante Maßnahmen für den Schutz von Klima und Umwelt

Bayer engagiert sich seit Jahrzehnten im Klimaschutz und wird seine Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels und zum Schutz von Biodiversität nun weiter beschleunigen.

Bayer strebt an, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. Dafür wird Bayer Maßnahmen für Energieeffizienz umsetzen, zu 100 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Energien umsteigen und die verbleibenden Emissionen gezielt so kompensieren, dass CO2 im Boden gespeichert und Biodiversität gefördert wird. Bayer hat sich der „Science Based Targets Initiative“ angeschlossen und ist dort als eines der Unternehmen gelistet, das konkrete Maßnahmen ergreift. Diese Initiative wurde ursprünglich vom Carbon Disclosure Project (CDP), dem UN Global Compact, dem World Resources Institute (WIR) und dem World Wide Fund For Nature (WWF) gegründet. Mittlerweile haben sich dort mehr als 700 Unternehmen dazu verpflichtet, die Herausforderung des Klimawandels aktiv anzugehen und sich Ziele zur Reduktion ihrer Emissionen zu setzen, die geeignet sind, die globale Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten.

In diesem Zusammenhang strebt Bayer absolute Emissionsreduzierungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette an, indem das Unternehmen mit Lieferanten und Kunden zusammenarbeitet sowie in der Logistik und Verpackung nach Lösungen strebt.

Bauern bei der Reisernte in Indien. Bayer will Kleinbauern, auf denen wesentlich die Nahrungsmittelproduktion in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ruht, verstärkt unterstützen.
Bauern bei der Reisernte in Indien. Bayer will Kleinbauern, auf denen wesentlich die Nahrungsmittelproduktion in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern ruht, verstärkt unterstützen.

Darüber hinaus wird Bayer mit Landwirten zusammenarbeiten, um den ökologischen Fußabdruck der Landwirtschaft zu verringern, wo immer das Unternehmen tätig ist. Bayer will dazu beitragen, die Treibhausgas-Emissionen in großen Agrarmärkten – pro Kilogramm Ernteertrag – sowie die Umweltauswirkungen von Pflanzenschutz um jeweils 30 Prozent bis 2030 zu reduzieren. Hierzu wird Bayer die Landwirte bei der Anwendung nachhaltigerer Praktiken unterstützen, zum Beispiel dem Verzicht auf CO2 freisetzendes Pflügen, und den noch präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger mithilfe von Produktinnovationen und digitaler Technik sicherstellen.

Beiträge zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen

Das Nachhaltigkeits-Engagement von Bayer soll im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den sog. Sustainable Development Goals (SDGs), einen substanziellen Beitrag leisten. Die Vereinten Nationen haben sich auf 17 SDGs verständigt, um bis zum Jahr 2030 den Planeten zu einem besseren Ort für Mensch und Natur zu machen. Doch den Vereinten Nationen zufolge ist ein schnellerer Fortschritt dringend notwendig. „Mit einer Frist von nur noch zehn Jahren müssen Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden und entsprechend handeln“, sagt Werner Baumann. „Wie nur wenige andere Unternehmen ist Bayer in der Lage, zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Das ist genau das, wozu wir uns verpflichtet haben.“

Neben der Bekämpfung von Hunger (SDG 2) und der Verbesserung der Gesundheitsversorgung (SDG 3) wird Bayer mit seinen Anstrengungen substantiell zum Engagement gegen den Klimawandel (SDG 13) und zum Schutz von Ökosystemen (SDG 15) beitragen. Sowohl in kleinbäuerlichen Betrieben als auch bei der Familienplanung oder bei der Gesundheitsversorgung von Familien spielen Frauen eine Schlüsselrolle. Sie dabei zu unterstützen, ihr Potenzial auszuschöpfen, wird einen Beitrag zur Geschlechtergleichheit (SDG 5) leisten und auf lokaler Ebene erhebliche sozioökonomische Vorteile bringen.

Quelle: UD/cp
 

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