CSR-Strategie

Textilbündnis verspricht mehr Transparenz und Verbindlichkeit

Erstmals legen die Mitglieder im Textilbündnis offen, wie sie konkret für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und faire Löhne im eigenen Unternehmen und bei ihren Lieferanten sorgen wollen. Das ist bislang beispiellos und ein großer Schritt, denn für viele Mitglieder bedeutet dies, dass sie erstmals auch sensible Informationen öffentlich machen.

14.08.2018

Textilbündnis verspricht mehr Transparenz und Verbindlichkeit

Alle dazu verpflichteten Mitglieder haben ihre Maßnahmenpläne – die Roadmaps – für 2018 eingereicht, insgesamt 116. Die Hälfte davon wurde bereits hinsichtlich der gesetzten Ziele und konkreter Umsetzungsschritte extern überprüft. Ab sofort sind diese Roadmaps öffentlich einsehbar. Die übrigen folgen bis September.

Das Textilbündnis zielt auf substanzielle Verbesserungen entlang der globalen Textillieferketten. Daher richten sich die Maßnahmen der Mitglieder an einheitlichen, vorgegebenen Zielen aus. So müssen etwa alle Mitglieder Maßnahmen ergreifen, damit Kinderarbeit eliminiert wird.

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Darüber hinaus haben sich viele Mitglieder auch zusätzliche individuelle Ziele gesetzt. Die insgesamt geplanten Maßnahmen – rund 1.300 –beziehen sich unter anderem auf das Risikomanagement und den Umgang mit Beschwerden, die Vermeidung gesundheitsschädlicher Chemikalien, die nachhaltige Wassernutzung oder die Durchsetzung existenzsichernder Löhne. Dieses Vorgehen führt etwa im Bereich gefährlicher Chemikalien dazu, dass über 160 Substanzen schrittweise aus der Produktion verbannt werden. Und bei Baumwolle streben die Mitglieder gemeinsam an, bis zum Jahr 2020 mindestens 35 Prozent nachhaltige und Bio-Baumwolle einzusetzen. Eine Zielsetzung, zu der alle Mitglieder, die Baumwolle verwenden, beitragen müssen.

Die Zielerreichung dokumentieren die Mitglieder in Fortschrittsberichten, die das Textilbündnis ab 2019 verbindlich veröffentlicht. Die aktuellen Maßnahmenpläne und Fortschrittsberichte haben unabhängige externe Experten geprüft. Alle bisher überprüften Maßnahmenpläne entsprechen den aktuellen Anforderungen des Bündnisses und sind hier veröffentlicht.

Transparent und verbindlich

Mit dem im Bündnis entwickelten Prozess tragen die Mitglieder auch zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung für Wirtschaft und Menschenrechte bei und machen ihr Handeln gegenüber Gesellschaft und Politik transparent.

"Die Verbindlichkeit des Prozesses und die abgestufte Transparenz sind wichtige Eckpfeiler für die Glaubwürdigkeit des Bündnisses. Diese bilden zusammen mit dem  konstruktiven, fairen und offenen Umgang miteinander ein gutes Fundament, um Lieferketten grundlegend nachhaltiger zu gestalten. Wir bauen auf ambitionierte Fortschritte, auf Kooperation und das Teilen von Wissen und Erfahrungen – in Zukunft immer stärker auch mit unseren Partnern in Europa und weltweit", sagt Jürgen Janssen, der das Sekretariat des Textilbündnisses leitet.

Quelle: UD/na
 

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