Dr. Elmer Lenzen studierte an den Universitäten Münster, Bochum und San José (Costa Rica). Zunächst arbeitete er als freier Journalist, u.a. für die Verlagsgruppe Handelsblatt, den Deutschen Fachverlag sowie epd Entwicklungspolitik. 1998 gründete Elmer Lenzen die Mediengruppe macondo (heute macondo publishing GmbH), die er seitdem als geschäftsführender Chefredakteur leitet. Elmer Lenzens Themenschwerpunkte sind Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit. So lehrte er darüber hinaus u.a. an der Universität Münster und ist auch als Referent und Moderator tätig.
Scope 1 klingt technisch, ist aber greifbar: Heizung, Firmenwagen, Bürolicht. Die Deutsche Telekom hat diese direkten Emissionen in fünf Jahren halbiert – mit KI-gesteuerter Gebäudetechnik, Wärmepumpen und einer konsequenten Elektrifizierung der Flotte. Doch der nächste Schritt, die gesamte Lieferkette, ist ungleich komplexer.
Die Deutsche Telekom hat als erstes DAX-40-Unternehmen konzernweit Klimaneutralität im eigenen Betrieb erreicht. Seit 2017 wurden die Treibhausgasemissionen um mehr als 94 Prozent gesenkt – durch grünen Strom, effizientere Netze, eine elektrifizierte Fahrzeugflotte und KI-gesteuerte Gebäude. Doch das ist erst der Anfang: Bis 2040 soll die gesamte Wertschöpfungskette netto-null werden.
Klimaneutral? Das reicht Interface längst nicht mehr. Während die Baubranche noch über CO2-Kompensationen diskutiert, geht der Bodenbelagshersteller einen radikalen Schritt weiter: Interface will bis 2040 CO2-negativ werden, ganz ohne Ausgleichszahlungen. Wie realistisch ist diese Vision? Im Gespräch mit Gritli Heitbrink, Sustainability Manager DACH bei Interface.
Gerade junge Verbraucher wünschen sich mehr Nachhaltigkeit, sparen aber zunehmend bei Lebensmitteln. Ein Dilemma, das direkte Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat: Viele Höfe kämpfen bereits heute ums Überleben. In diesem Spannungsfeld hat McDonald’s seinen zweiten „Burger-Dialog“ angesiedelt. Aus Berlin berichtet
Vor 80 Jahren wurde mit der Charta der Vereinten Nationen der Grundstein für eine neue Weltordnung gelegt – als Lehre aus dem Scheitern des Völkerbunds. Heute steht das System kollektiver Zusammenarbeit erneut unter Druck: Charta Machtspiele, blockierte Reformen und schleppende Fortschritte bei den globalen Entwicklungszielen werfen die Frage auf, ob die UN noch zeitgemäß sind – oder gerade jetzt unverzichtbar.
Die Klimakrise hat Konkurrenz bekommen - angesichts der Vielzahl weiterer Probleme spricht man deshalb heute von Polykrisen. Verschärft wirkt sich die ständige Änderung der Spielregeln durch die Politik aus - sei es durch die Trump-Administration oder auch die gefühlte Rückabwicklung des EU Green Deal. Unternehmen müssen sich anpassen und neu ausrichten. Welche Rolle spielt dabei künftig Nachhaltigkeit? Der „Audi Club of Progress“-Abend in Hamburg gab dazu wichtige Debattenimpulse.
Nachhaltigkeit war früher ein Randthema, wurde durch Bewegungen wie Fridays for Future und EU-Vorgaben kurzzeitig zum Trend, scheiterte dann aber an Bürokratie, Krisen und Lobbyismus. Heute schrecken viele Unternehmen vor dem „Bürokratiemonster“ zurück. Wir brauchen ein neues, zeitgemäßes Nachhaltigkeitsverständnis – jenseits von Idealismus und Zwang, aber mit echten Lösungen, nicht nur alter Theorie.
Nicht der Konflikt, sondern die Solidarität zwischen den Kulturen macht uns stark. Deshalb wurden im Mai 2023 zehn vorbildliche Nichtregierungsorganisationen aus der ganzen Welt im Rahmen des hoch angesehenen Intercultural Innovation Hub ausgezeichnet. Der Intercultural Innovation Hub ist eine Partnerschaft zwischen der United Nations Alliance of Civilizations (UNAOC) und der BMW Group, die Basisinitiativen zur Förderung des interkulturellen Dialogs und der Vielfalt anerkennt und unterstützt. Die zehn Organisationen des Intercultural Innovation Hub 2023 haben sich im Oktober desselben Jahres zum ersten von zwei individuell gestalteten Capacity Building Workshops in München zusammengefunden. UmweltDialog sprach aus diesem Anlass mit Ilka Horstmeier, Mitglied des Vorstands der BMW AG, und Miguel Ángel Moratinos, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Hoher Repräsentant der UN Alliance of Civilizations (UNAOC).
Nachhaltigkeit ist eine Reise, sagt Philipp Killius, Partner und Head of Sustainability/ESG bei der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars. Auf diese sollte man sich gewissenhaft vorbereiten und frühzeitig aufzubrechen, denn sonst wird es stressig. Was es zu beachten gilt, und warum es gar nicht nur auf die reine Berichterstattung, sondern vor allem auf das Management und die Weiterentwicklung der unternehmerischen Nachhaltigkeit ankommt, erläutert er im UmweltDialog-Interview.
ESG-Experten werden händeringend gesucht. Aber welche Qualifikationen sollte man unbedingt mitbringen und was kann man auch später noch lernen? Im UmweltDialog-Interview weiß Philipp Killius, Partner und Head of Sustainability/ESG bei der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Mazars, Rat.
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