Wer heute baut, muss anerkennen, dass die Rahmenbedingungen sich verändert haben. Hitze, Starkregen, aufgeheizte Städte und ausgetrocknete Böden sind keine Prognosen mehr, sondern Alltag.
Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes zeigt eine Analyse des UN Global Compact Netzwerk Deutschland: 98 Prozent der Unternehmen haben die geforderten Managementsysteme eingerichtet – doch nur 29 Prozent berichten überhaupt von entdeckten Verstößen. Für 68 Prozent blieben die Lieferketten offiziell makellos. Ob das Transparenz oder Blindheit widerspiegelt, lässt sich aus den Daten allein nicht sagen.
»Mit der ÖKOBAUDAT stellt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eine vereinheitlichte Datenbasis für die Ökobilanzierung von Bauwerken zur Verfügung. Diese ist zugleich verbindliche Datenbasis sowohl für das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Bundesgebäude als auch für das DGNB-Zertifizierungssystem.
»Eine Woche vor dem Anpfiff warnen Klimawissenschaftler eindringlich: Bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada drohen bei rund einem Viertel der 104 Spiele gefährliche Hitzebedingungen. Das Risiko extremer Hitze ist laut einer neuen Studie doppelt so hoch wie beim letzten US-WM im Jahr 1994 – und das ist kein Zufall, sondern die direkte Folge des menschengemachten Klimawandels.
»Die Science Based Targets Initiative hat ihren Corporate Net-Zero Standard grundlegend überarbeitet. Version 2.0 erweitert die Instrumente zur Emissionsminderung entlang von Lieferketten, erlaubt erstmals den Einsatz von Umweltzertifikaten für Scope-3-Emissionen und streicht in vielen Fällen die Pflicht zu Langfristzielen. WWF und Wirtschaft reagieren grundsätzlich positiv, mahnen aber klare Umsetzungsregeln an.
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