Nach Hitze und Trockenheit rückt Wasser in Europa wieder in den Fokus: Im EU-Schnitt sind jährlich rund 30 Prozent der Fläche und ein Drittel der Bevölkerung zumindest zeitweise betroffen, wie zuletzt Kühlwasserprobleme an den Kernkraftwerken Paks und Cernavodă zeigten. Allein die USA benötigen laut Marktschätzungen bis 2046 mehr als 740 Milliarden US-Dollar für ihre Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur.
»Die afrikanischen Gesundheitsminister haben eine neue Dekadenstrategie verabschiedet, die den Mangel an Gesundheitspersonal auf dem Kontinent bis 2035 halbieren soll. Im Zentrum steht ein Paradigmenwechsel: nicht mehr nur Ausbildung, sondern der gesamte Zyklus von Personalplanung, Qualifizierung, Beschäftigung und Bindung – denn Hunderttausende ausgebildeter Fachkräfte finden derzeit keine Arbeit, obwohl die Gesundheitssysteme unterbesetzt sind.
»Forschende von Uni Hohenheim und Uni Tübingen wollen Insektensterben auf Wiesen deutlich verringern. Dafür erproben sie zwei neue Techniken: Bügel- und Gebläsescheuchen.
»Zwangsräumungen gelten völkerrechtlich als „schwere Menschenrechtsverletzung“, auch wenn nationale Gesetze sie erlauben. Weltweit sind Millionen Menschen jährlich davon bedroht. Ein neuer Analyseansatz des International Institute for Environment and Development (IIED) argumentiert, dass ein „people-centred“-Justizansatz mehr leisten kann als klassische Gerichte — insbesondere durch Prävention, Empowerment und sektorenübergreifende Kooperation.
»🎙️ Aktuelle Podcast-Folge
Mit Daniel Büchle (afb) und Alexander Freudenberg (Deutsche Telekom)
Folge anhörenKuratierte Studiengänge zu ESG-Reporting, Sustainable Finance, Lieferketten-Compliance und Klimamanagement — DACH und Europa. Stand 2026.
Kuratierte Hintergrund-Hubs der UmweltDialog-Redaktion
Kuratierte Praxisvorlagen der UmweltDialog-Redaktion
18.09.2026 Online
Bewerbungsphase
Bewerbung
23.09.2026 - 24.09.2026 Leipzig
Kolloquium
9th Doctoral Colloquium
24.09.2026 - 25.09.2026 Nordrhein-Westfalen
Tagung
Wie Unternehmen ESG-Daten strategisch nutzen und Nachhaltigkeit als Steuerungsgröße verankern
29.09.2026 Leipzig
Thementag
7. Bioraffinerietag
Die Europäische Kommission hat zehn Leitfäden veröffentlicht, die Unternehmen bei der Einhaltung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) in seiner definitiven Phase unterstützen sollen. Im Fokus stehen Produzenten außerhalb der EU, die kohlenstoffintensive Güter herstellen – denn für sie bringen die neuen Regeln erstmals finanzielle Verpflichtungen neben der reinen Emissionsberichterstattung.
»Eine Kennzahl aus 15 Kategorien der Lieferkette wirkt für viele Unternehmen unüberschaubar. Am Beispiel eines Stahleinkaufs zeigt sich jedoch: Die eigentliche Multiplikation von Aktivitätsdaten und Emissionsfaktor ist schnell erledigt. Die Arbeit beginnt erst danach – bei der Frage, ob Datenquelle, Faktor und Bilanzgrenze der Prüfung durch Wirtschaftsprüfer und Kunden standhalten.
»Wie EU-Taxonomie, Energieeffizienzregeln und internationale Best Practices nachhaltige Rechenzentren zum strategischen Standortfaktor machen.
»Ein EU-Forschungsprojekt mit Beteiligung der TU Graz hat die CO₂-Emissionen des europäischen Gebäudebestands über den gesamten Lebenszyklus analysiert und Pfade für deren Reduktion aufgezeigt.
»Werbeartikel werden bei Nachhaltigkeitsfragen schnell in zwei Gruppen eingeteilt: „gut“ oder „schlecht“. In der Praxis ist eine solche Bewertung selten belastbar. Ein Materialname allein sagt noch wenig über Herstellung, Nutzungsdauer, Transport, Verpackung oder Entsorgung aus. Für Unternehmen ist deshalb ein nüchternerer Ansatz sinnvoll: weniger Etiketten, mehr prüfbare Kriterien. Auch Tassen mit Logo lassen sich nur sinnvoll bewerten, wenn ihre tatsächliche Nutzung mitgedacht wird.
»Deloitte hat sich mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von 21,5 Millionen US-Dollar geeinigt. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, bei Einstellungen, Beförderungen und Personaleinsatz nach Rasse und Geschlecht diskriminiert zu haben – unter dem Deckmantel von Diversitätsprogrammen. Der Fall markiert die bisher größte Einzelzahlung in der Anti-DEI-Offensive der Trump-Regierung und wirft Fragen für die gesamte ESG-Branche auf.
»Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach betreibt, erzeugt tagsüber oft mehr Strom als er im selben Moment verbraucht. Ohne Speicher fließt dieser Überschuss ins Netz – zu Vergütungssätzen, die kaum noch attraktiv sind. Ein Batteriespeicher ändert das grundlegend: Er verschiebt selbst erzeugten Strom in die Abend- und Nachtstunden und steigert so den Eigenverbrauch erheblich.
»Ein Balkonkraftwerk anzumelden ist heute deutlich einfacher als viele denken: Seit dem Solarpaket I reicht die kostenlose Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur – eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt. Doch bei Leistungsgrenzen, Steckerarten und Speichergröße halten sich hartnäckige Irrtümer. Wer die aktuelle Rechtslage kennt, spart Zeit und Ärger – und trifft die richtige Kaufentscheidung.
»Ein Smartphone verursacht einen großen Teil seiner Umweltwirkung bereits vor dem ersten Einschalten. Rohstoffgewinnung, Herstellung, Transport und Verpackung benötigen Energie und Materialien. Deshalb ist eine lange Nutzung meist wirksamer als der vorschnelle Austausch gegen ein angeblich besonders grünes Neugerät. Wer das eigene Telefon schützt, bei Bedarf reparieren lässt und Updates installiert, spart Ressourcen. Auch ein geprüftes, wiederaufbereitetes Gerät kann eine sinnvolle Wahl sein, wenn ein Wechsel unvermeidbar wird.
»Forschende von Uni Hohenheim und Uni Tübingen wollen Insektensterben auf Wiesen deutlich verringern. Dafür erproben sie zwei neue Techniken: Bügel- und Gebläsescheuchen.
»Unter der Leitung der Hochschule Coburg bringt die europaweite Forschungsinitiative BIOREFOREST Wissenschaft, forstwirtschaftliche Praxis und lokale Interessengruppen zusammen, um wissenschaftlich fundierte Lösungen für eine widerstandsfähigere und nachhaltigere Wiederaufforstung zu entwickeln.
»Bei Pilotversuchen für ein umstrittenes Wasserrecycling-Projekt von Thames Water stiegen die Werte einer toxischen PFAS-Chemikalie auf das 13-Fache des gesetzlichen Grenzwerts. Der Wasserversorger will künftig täglich bis zu 75 Millionen Liter aufbereitetes Abwasser in die Themse leiten, um Dürren zu begegnen – doch die eigenen Tests zeigen massive Kontaminationsprobleme, die das Unternehmen als „betrieblich herausfordernd“ beschreibt.
»Nach Hitze und Trockenheit rückt Wasser in Europa wieder in den Fokus: Im EU-Schnitt sind jährlich rund 30 Prozent der Fläche und ein Drittel der Bevölkerung zumindest zeitweise betroffen, wie zuletzt Kühlwasserprobleme an den Kernkraftwerken Paks und Cernavodă zeigten. Allein die USA benötigen laut Marktschätzungen bis 2046 mehr als 740 Milliarden US-Dollar für ihre Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur.
»Die afrikanischen Gesundheitsminister haben eine neue Dekadenstrategie verabschiedet, die den Mangel an Gesundheitspersonal auf dem Kontinent bis 2035 halbieren soll. Im Zentrum steht ein Paradigmenwechsel: nicht mehr nur Ausbildung, sondern der gesamte Zyklus von Personalplanung, Qualifizierung, Beschäftigung und Bindung – denn Hunderttausende ausgebildeter Fachkräfte finden derzeit keine Arbeit, obwohl die Gesundheitssysteme unterbesetzt sind.
»Zwangsräumungen gelten völkerrechtlich als „schwere Menschenrechtsverletzung“, auch wenn nationale Gesetze sie erlauben. Weltweit sind Millionen Menschen jährlich davon bedroht. Ein neuer Analyseansatz des International Institute for Environment and Development (IIED) argumentiert, dass ein „people-centred“-Justizansatz mehr leisten kann als klassische Gerichte — insbesondere durch Prävention, Empowerment und sektorenübergreifende Kooperation.
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