Wie lässt sich der CO₂-Fußabdruck eines Produkts standardisiert, automatisiert und unternehmensübergreifend entlang der Wertschöpfungskette ermitteln? Und wie gelingt dies in Unternehmen, die dafür nur über begrenzte (Personal-)Ressourcen verfügen? »PCF Guidance«, der neue Leitfaden der Plattform Factory-X, an dem das Fraunhofer IWU mitgearbeitet hat, beschreibt Berechnungsmethoden und enthält konkrete Berechnungsbeispiele für Fertigungsprozesse wie Fräsen, Schmieden und additive Fertigung.
Die EU Platform on Sustainable Finance hat Mitte März 2026 Empfehlungen zur engeren Verzahnung von ESRS und EU-Taxonomie vorgelegt. Im Zentrum stehen CapEx, OpEx und Klimatransitionspläne. Parallel meldet die EFRAG einen der größten Einschnitte seit Einführung der Standards: Die Zahl der Pflichtangaben sinkt um 57 Prozent, die Gesamtangaben um 68 Prozent. Für Unternehmen bedeutet das weniger Volumen, aber höhere inhaltliche Anforderungen.
Seit die Science Based Targets Initiative (SBTi) im neuen Net Zero Standard V2.0 den Marktmechanismus Book & Claim anerkennt, atmet die Logistikbranche auf – Kritiker wie das NewClimate Institute warnen jedoch, der Standard könne eher als „Mobilisierungsinstrument denn als Führungsstandard" wirken. Die zentrale Frage bleibt: Wächst die weltweite Produktion an nachhaltigem Kraftstoff (SAF) durch den Mechanismus tatsächlich mit, oder verteilt er nur bestehende Mengen buchhalterisch neu? DHL-Nachhaltigkeitssprecherin Joanna Kruszewski im Interview über SAF-Zertifikate, GoGreen Plus und die Grenzen des SBTi-Ambitionsniveaus.
Der Rat der EU hat seine Verhandlungsposition zur Reform der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) verabschiedet. Drei neue Fondskategorien sollen die heutigen Artikel-8- und Artikel-9-Klassifikationen ersetzen und Greenwashing eindämmen. Doch der Rat schwächt zugleich den geplanten Ausschluss fossiler Unternehmen aus der Transition-Kategorie deutlich ab.
Der neue Corporate Net-Zero Standard V2.0 der Science Based Targets Initiative akzeptiert erstmals Book & Claim als Mechanismus für die Dekarbonisierung von Transportemissionen. Für Logistikkonzerne wie DHL ist das eine Bestätigung ihres Geschäftsmodells. Für ihre Kunden wirft es eine unbequeme Frage auf: Was genau kaufen sie, wenn sie grüne Logistik buchen?
Die Regelwerke der klimabezogenen Berichterstattung und nachhaltigen Finanzierung — von ESRS E1 über die EU-Taxonomie und den CO₂-Grenzausgleich CBAM bis zu den internationalen Standards GHG Protocol, TCFD und IFRS S2.
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