CSR-Strategie

FUTURIST Institut: Initiative für nachhaltige Transformation

Am zweiten Tag der internationalen Klimakonferenz COP26 haben führende Vertreter der deutschen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein neues Nachhaltigkeitsinstitut ins Leben gerufen. Das „FUTURIST Institute for Sustainable Transformation” mit Sitz an der ESMT Berlin ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermittlung innovativer Nachhaltigkeitslösungen und unterstützt Unternehmen bei der Transformation.

05.11.2021

FUTURIST Institut: Initiative für nachhaltige Transformation

Gegründet haben es die internationale Wirtschaftsuniversität ESMT und die gemeinnützige Frankfurter Werte-Stiftung zusammen mit ihrer Innovationsplattform FUTURY. Das Institut wird durch die Initiativpartner Deutsche Bank, Deutsche Post DHL, Procter&Gamble und Schwarz-Gruppe ermöglicht und von BMW Group, Daimler und Deutsche Telekom unterstützt. Zum Launch von FUTURIST hat die Werte-Stiftung eine gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und der Unternehmensberatung Bain & Company veröffentlichte Studie vorgestellt, in der 20 deutsche CEOs interviewt und Handlungsempfehlungen entwickelt wurden, wie Unternehmen nachhaltiger werden können.

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Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Kuratoriumsvorsitzender der ESMT-Stiftung, betont: „Daimler ist mit hohem Tempo auf dem Weg in Richtung CO2-Neutralität. Denn wir wollen bei dieser Transformation eine führende Rolle einnehmen. Dabei werden wir angetrieben von der Möglichkeit, die Welt zum Besseren zu verändern. Gemeinsam mit den Partnern des neuen Instituts FUTURIST wollen wir das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken und nachhaltiges Wirtschaften gezielt fördern. Die ESMT ist der ideale Ort, um die Führungskräfte von morgen für diesen Weg zu gewinnen und den Austausch zwischen Theorie und Praxis weiter anzuregen.“

„Mit dem Institut für nachhaltige Transformation FUTURIST an der ESMT gehen wir gemeinsam mit unseren Partnern eine der dringlichsten Fragen der heutigen Zeit an“, sagt Jörg Rocholl, Präsident der ESMT. „Zusammen möchten wir beitragen zur Entwicklung innovativer Lösungen für globale unternehmerische und ökologische Herausforderungen. Um diese nicht nur vermitteln, sondern auch umsetzen zu können, müssen wir den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gezielt fördern. Dafür bietet uns das neue Institut eine großartige Plattform.“

„Die Haltung zum Thema Nachhaltigkeit ist klar: Deutsche CEOs wollen ihre Unternehmen klimaneutral stellen und entlang der drei Nachhaltigkeitsdimensionen ESG transformieren“, fasste Tobias Raffel, Mit-Initiator von FUTURIST, Geschäftsführer der Werte-Stiftung und Co-Autor der Studie Von Haltung zu Handlung: Wie Deutschlands CEOs ihre Unternehmen auf Nachhaltigkeitskurs bringen, die Ergebnisse aus 20 CEO-Interviews zusammen. „Allerdings fehlt es bisweilen noch an entschlossenem Handeln bei der Umsetzung.“

Die Studienergebnisse

Wie die Studie herausgefunden hat, halten neun von zehn Top-Führungskräften das Thema Nachhaltigkeit in den kommenden fünf Jahren für mindestens genauso wichtig wie die Digitalisierung, nahezu die Hälfte erachtet es sogar für wichtiger. Bei der Transformation bereitet den Führungskräften vor allem ein fundamentaler Zielkonflikt Kopfzerbrechen: In den Augen von 60 Prozent der Befragten sind Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit noch Gegensätze.

Die Studie nennt zehn Schritte, mithilfe derer Unternehmen unabhängig von der Branche ihren Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit systematisieren können. „Unternehmen werden nur dann wirklich nachhaltiger, wenn die entsprechenden Schritte Teil ihrer Unternehmensstrategie und die Nachhaltigkeitsziele in die operative Steuerung integriert sind“, erläuterte Stefan Wörner, Bain-Partner und Co-Autor der Studie.

Erkenntnisse der Wissenschaft noch besser nutzen

Im Rahmen einer Panel-Diskussion auf der COP26 in Glasgow erörterten unter anderem Deutsche Bank-CEO Christian Sewing, Daimler-Chef Ola Källenius, BASF-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller, thyssenkrupp-Chefin Martina Merz, Vorsitzende der Geschäftsführung Procter & Gamble DACH Astrid Teckentrup, Harley-Davidson-CEO Jochen Zeitz, Schaeffler-Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld und Bain-Deutschlandchef Walter Sinn die Studienergebnisse. Ein Fazit: Wenn deutsche Unternehmen die Erkenntnisse der Wissenschaft noch besser nutzen und branchenübergreifend zusammenarbeiten, kommt die Transformation schneller voran.

Wie stark der Handlungsdruck dabei ist, betonte Johan Rockström, Direktor des Potsdam Institut für Klimafolgenfolgenforschung: „Am Ende des Jahres 2021 gibt es keinen Grund mehr zu zweifeln oder zu zögern. Die Häufung von Extremwetterereignissen, der 6. Sachstandsbericht des Weltklimarats (IPCC) sowie die anhaltend massive Bedrohung von Natur und Biodiversität machen unmissverständlich klar, dass nur noch eine klimaneutrale Gesellschaft Wohlstand auf dieser Welt schaffen kann.“

Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier.

Quelle: UD/cp
 

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