Gastautor - CEO
Viel zu lange haben sich Unternehmen hinter der Regierung und ihren Maßnahmen versteckt, wenn es um das Thema Umweltschutz ging. Damit muss jetzt Schluss sein, denn wir alle müssen Verantwortung übernehmen, um dem Klimawandel und den damit verbundenen Folgen entgegentreten zu können.
Wir leben in einer Zeit, in der das Anstößige in der Wirtschaft weder Grenzen noch Scham kennt und Mitarbeiter in die innere Kündigung treibt. Korruption und Manipulation, Machtspiele, Gehaltsexzesse einer kleinen Managerclique, Betrug und Strafverfahren gegen Topmanager – der Eindruck verstärkt sich: Wird die dunkle Seite der Macht in der Wirtschaft langsam epidemisch?
Die EU-Kommission hat am 3. Juli 2026 zwei delegierte Rechtsakte verabschiedet: die überarbeiteten European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und einen freiwilligen Nachhaltigkeitsberichtsstandard für kleinere Unternehmen. Die Zahl der verpflichtenden Datenpunkte sinkt um mehr als 60 Prozent, die Gesamtzahl sogar um über 70 Prozent.
»Das Umwelt-Offenlegungssystem CDP warnt: Unternehmen könnten durch Extremwetterereignisse künftig 898 Milliarden Dollar verlieren. Bereits 2025 wurden fast 3 Milliarden Dollar an realen Schäden gemeldet. Paradox: Nur 35 Prozent der Unternehmen stufen Extremwetter überhaupt als wesentliches finanzielles Risiko ein. Die Kosten für Prävention wären dabei 13-mal geringer als der erwartete Schaden.
»Generative KI bringt spürbare Effizienzgewinne. Gleichzeitig verbraucht eine ChatGPT-Anfrage bis zu zehn Mal mehr Energie als eine Google-Suche. Für Unternehmen entsteht damit ein komplexes Spannungsfeld zwischen Produktivitätsvorteilen und Nachhaltigkeitszielen. Der Rechenzentrumsspezialist Prior1 zeigt, wie mit diesem Dilemma konstruktiv umgegangen werden kann. Als gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen steht der Mittelständler vor der Herausforderung, KI-Potenziale zu nutzen, ohne die eigenen Klimaziele zu konterkarieren.
»Das Deutschlandticket ist eine ÖPNV-Erfolgsstory, ohne die der Beitrag des Verkehrssektors zum CO₂-Ziel hierzulande zweifellos noch schlechter ausfiel. Obwohl die zentrale Webseite deutschlandticket.de entscheidend zum Erfolg dieses Tarifangebots beiträgt, kennen nur Brancheninsider das Unternehmen dahinter. Beteiligt am reibungslosen Start dieses Online-Angebots war zudem eine mittelständische Managementberatung.
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