Gastautor - Partner und Geschäftsführer der Nachhaltigkeitsberatung Scholz & Friends Reputation, Berlin
Der promovierte Naturwissenschaftler und Pädagoge berät seit über 20 Jahren Unternehmen im Feld Nachhaltigkeit, ESG und CSR. Er hat Einblicke in unterschiedliche Unternehmen, vom DAX-Konzern über mittelständisch geprägte Familienunternehmen bis zum Öko-Spezialisten. Sein Beratungsansatz ist immer ein pragmatischer: Wie können die Vorgaben durch Regulierung in ein Vorgehen münden, das den Geschäftsinteressen und der Kultur eines Unternehmens passt? Norbert Taubken ist Co-Gründer der Nachhaltigkeitsberatung Scholz & Friends Reputation und Partner der Kommunikationsagentur Scholz & Friends.
Zur Umsetzung der CSRD-Regulierungsvorgaben in Familienunternehmen.
Wie tragfähig CSR-Strategien sind, zeigt sich in der Krise. Nachhaltigkeitserfahrene Unternehmen haben hier Vorteile: bezogen auf die Mitarbeitenden und ihr gesellschaftliches Engagement, aber auch wenn Geschäftsmodelle modifiziert und Lieferketten in den Blick genommen werden.
Die Corona-Pandemie hat bei einzelnen Unternehmen ungeahnte Kreativität hervorgerufen – und dem Transformationsprozess zur Digitalisierung einen Schub gegeben. Viele Aktivitäten sind nicht aus Engagement-Strategien abgeleitet, sondern durch die Unternehmenskultur motiviert. Aber nachhaltigkeitserfahrene Unternehmen haben Vorteile, sagt Norbert Taubken. Wie tragfähig CSR-Strategien sind, zeige sich in der Krise.
Brenntag, Weltmarktführer in der Chemiedistribution, liefert seinen Kunden seit 2026 Product-Carbon-Footprint-Daten für Chemikalien. Mit 700 Standorten in 78 Ländern ist die Lieferkette zugleich Geschäftsmodell und ESG-Risiko. Die Iran-Krise hat gezeigt, wie schnell Resilienz und Klimaziele in Konflikt geraten.
»Zu groß, zu viel Plastik, zu unklar bei der Entsorgung: Verpackungen sind für die meisten Menschen in Österreich längst mehr als ein Alltagsärgernis und sie fordern aktiv strengere Regeln. Das zeigt eine aktuelle Studie von PwC Österreich, für die 1.000 Österreicher zu ihrem Verpackungsverhalten und ihren Erwartungen an Politik und Unternehmen befragt wurden. Die Ergebnisse fallen mitten in eine entscheidende Woche: Ab 12. August gilt EU-weit die neue Verpackungsverordnung (PPWR).
»Das Vereinigte Königreich hatte der UN 200 Millionen Pfund für den Schutz des Kongobecken-Regenwaldes zugesagt — dem zweitgrößten Regenwald der Welt. Vier Jahre später zieht London Projekte im zweistelligen Millionenbereich zurück. Die britische Aid-Kürzung trifft Programme für Waldschutz und lokale Gemeinschaften direkt. Bislang sind erst 39,8 Millionen Pfund geflossen.
»Über 20 Millionen Menschen in mehr als 190 Ländern engagieren sich am World Cleanup Day 2026 gegen Plastikmüll. Doch Aufräumen allein reicht nicht, Kunststoff muss im Kreislauf bleiben. Entscheidend dafür ist eine Wertschätzung des Materials: weg vom nutzlosen Abfall, hin zur gefragten Zukunftsressource. Wie dieser Wandel gelingt, zeigen vier internationale Pioniere mit ihren Lösungsansätzen.
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