McDonald's Deutschland: Ehrenamt das ganze Jahr
Etwa 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wie Unternehmen dieses Engagement stärken können, zeigte der erste bundesweite Ehrentag. McDonald's Deutschland und seine Franchise-Nehmer machten dabei sichtbar, dass Ehrenamt nicht nur an Aktionstagen zählt, sondern vielerorts das ganze Jahr über gelebt wird.
28.08.2026
Pferde streicheln, Mitmach-Stationen, ein inklusives Reitsport-Team namens Golden Riders: Kerstin Maubach-Grischkat, Franchise-Nehmerin bei McDonald's Deutschland, und ihre Tochter Vanessa öffneten Ende Mai die Tore ihrer Reitsportanlage in Horn-Bad Meinberg für Familien und besonders für Familien mit Kindern mit Beeinträchtigung. In Paderborn lud ein anderer Franchisebetrieb Seniorinnen und Senioren zu Kaffee und Kuchen ein. In Köln, Essen, Hildesheim und Delbrück sammelten McDonald's-Mitarbeitende gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Müll in ihren Stadtteilen. Was all diese Aktionen verbindet: Sie sind kein Einmalprojekt, sondern Ausdruck eines Engagements, das das ganze Jahr über stattfindet und das der erste deutschlandweite Ehrentag am 23. Mai 2026 sichtbar gemacht hat.
Ehrenamt als gesellschaftliches Fundament
Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig, in Sportvereinen, Feuerwehren, Tafeln und Initiativen aller Art. Für die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) ist das weit mehr als Freizeitbeschäftigung. „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen, die sich beteiligen und miteinander das Gemeinwohl gestalten", sagt Hannes Jähnert, Vorstandsreferent bei der DSEE und Co-Projektleiter des Ehrentags.
Das Grundgesetz allein, so Jähnert, macht ein Land noch nicht zu einem, das Demokratie täglich mit Leben füllt. Zum Mitmachen gehört zwar auch, zu debattieren, zu wählen und zu demonstrieren. Doch dieses Gegeneinander schafft noch nicht die Grundlagen, auf die eine funktionierende Demokratie angewiesen ist: „insbesondere das Vertrauen in gegenseitige Unterstützung und die Offenheit gegenüber anderen." Genau diese Erfahrungen aber machen Menschen im Ehrenamt.
Einen kleinen Eindruck davon, was ohne Ehrenamt fehlen würde, hat die Corona-Pandemie gegeben, erklärt Jähnert. Als Sport, Musik und Begegnung kaum möglich waren, legte sich ein „Mehltau" über die Gesellschaft, ein Begriff des Soziologen Hartmut Rosa, der vielen die Energie zum Mitgestalten nahm. „Eine der Superkräfte des Ehrenamts ist es, den sozialen Energiespeicher wieder aufzufüllen", sagt Jähnert.
Der Ehrentag: Engagement eine Bühne geben
Beim ersten Ehrentag konnten genau diese Energiespeicher kollektiv aufgefüllt werden. Die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der DSEE rief zum bundesweiten Mitmachen auf, vom Straßenfest bis zum Mitsingkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie. Tausende Vereine und Initiativen beteiligten sich und schufen laut Jähnert „ein farbenfrohes Mosaik des guten Miteinanders". Positiv überrascht zeigte er sich davon, wie Unternehmen, Verbände und Stiftungen den Tag auf ihre eigene Weise nutzten: „Da wurden Geschichten über engagierte Mitarbeitende gesammelt und erzählt, Social Days von Auszubildenden organisiert, Kampagnen für das Ehrenamt gelauncht."
Als offizieller Förderpartner des Ehrentags setzte McDonald's Deutschland ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung: Ehrenamtlich Engagierte waren eingeladen, sich einen Kaffee als Dankeschön abzuholen. Eine kleine Geste für Menschen, die viel für die Gesellschaft leisten. Beim „Burger Dialog" im Aktionszeitraum ging das Engagement über den Tag hinaus. Menschen aus der Gesellschaft, Politiker:innen und Ehrenamtliche kamen ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und loteten aus, wo sich Engagement und unternehmerische Verantwortung sinnvoll ergänzen. Viele Franchise-Nehmer:innen nutzten den Ehrentag zudem als Anlass für eigene Aktionen vor Ort. Für Jähnert hat genau diese Kombination den Unterschied gemacht: „McDonald's Deutschland hat nicht nur mit finanziellen Mitteln zum Erfolg des Ehrentags beigetragen. Ebenso wichtig waren die Vernetzung zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik sowie medienwirksame Aktionen, die dem Ehrenamt eine öffentliche Bühne boten."
McDonald’s Deutschland: ehrenamtlich unterwegs das ganze Jahr
Was der Systemgastronom beim Ehrentag einbrachte, war kein kurzfristig organisiertes Strohfeuer. Das Engagement der Franchise-Nehmer:innen ist strukturell verankert und reicht weit über einzelne Aktionstage hinaus. 93 Prozent fördern lokale Sportvereine, McDonald's Franchise-Nehmer:innen unterstützen die McDonald's Kinderhilfe Stiftung mit regelmäßigen umsatzabhängigen Spenden. Darüber hinaus tragen sie unter anderem mit den Spendenhäuschen in den Restaurants sowie weiteren lokalen Aktionen zum Erfolg der Stiftung bei.
Kerstin Maubach-Grischkat hat die Golden Riders nicht für den Ehrentag gegründet; der Aktionstag war Bühne für etwas, das längst existiert. „In unserer Welt gibt es immer noch genug Hürden für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, und ich finde, da muss man etwas tun", sagt sie. Steffen Stark aus der Region Gießen-Wetzlar unterstützt seit 16 Jahren den Rollstuhlbasketball-Verein RSV Lahn-Dill: „Der Sport vereint, was uns wichtig ist: Männer und Frauen spielen gemeinsam, Menschen mit und ohne Handicap stehen im selben Team. Diese gelebte Vielfalt entspricht genau den Werten, die wir auch in unseren Restaurants vorleben." Barbara Rieke, die 13 Restaurants in der Region Braunschweig-Harz betreibt, kocht regelmäßig mit ihrem Team für Familien im Ronald McDonald Haus Hamburg-Altona und ist Mitglied im Stiftungsrat der McDonald's Kinderhilfe Stiftung. David Ehmann, Familienunternehmer in zweiter Generation mit 14 Restaurants in der Region Hannover, bringt das Selbstverständnis vieler auf den Punkt: „Wir sind nicht nur ein großer Konzern, sondern auch ein Familienunternehmen, das sich lokal engagiert."
Was Unternehmen tun können
Unternehmen spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Ehrenamt zu stärken. „Dass sich McDonald's Deutschland dem Ehrenamt in seiner Jahreskampagne ‚Weil wir es lieben' annimmt, kann auch Vorbild für andere Unternehmen sein, die Verantwortung für eine pluralistische und freiheitliche Demokratie übernehmen wollen", findet Jähnert. Konkret bedeute das, das Engagement von Mitarbeitenden sichtbar zu machen und zu würdigen, zeitliche Freiräume zu schaffen und Soft Skills, die im Ehrenamt erworben werden, im Berufsalltag anzuerkennen.
Wer selbst den Einstieg sucht, findet laut Jähnert oft den ersten Zugang über das eigene Umfeld wie Familie, Freunde oder Bekannte. Freiwilligenagenturen und Mehrgenerationenhäuser bieten Beratung, die größte digitale Plattform betreibt die Aktion Mensch.
Ob es 2027 eine Neuauflage des Ehrentages gibt, ist noch offen. Jähnert ist aber zuversichtlich: „Der erste Ehrentag war als Pilot ein Riesenerfolg, dessen Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, da bin ich mir sicher."